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Sichere Abstellanlagen, gute Radwege und komfortabel zu befahrende Radrouten, ein Verkehrsklima des Miteinanders auf den Straßen: Der auf Radfahrerbedürfnisse abgestimmte Bau von Verkehrswegen und ein respektvolles Miteinander der Verkehrsteilnehmer sind wichtige Motivationen, um das Fahrrad zu nutzen. Das ist ein Ergebnis des "Fahrrad-Monitors Deutschland 2013", einer beim SINUS-Institut in Auftrag gegebenen Untersuchung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die heute in Berlin vorgestellt wurde.

Viele Menschen wollen Rad fahren, sie fühlen sich auf Straßen oder schlechten Radwegen aber nicht sicher genug. Außerdem fehlen oft hochwertige Fahrradabstellanlagen in ausreichender Menge,

sagt Ludger Koopmann, stellvertretender Bundesvorsitzender des ADFC.

Insbesondere an Bahnhöfen und Haltestellen ist die Zufriedenheit mit der Abstellsituation eher gering.

Um den Anteil des Radverkehrs am Modal Split weiter zu erhöhen, müsste mehr Gewicht auf radfahrerfreundliche Infrastruktur gelegt werden. 82 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren sprechen sich auf kommunaler Ebene für eine stärkere Beschäftigung der Politik mit dem Thema Radverkehr aus.

Immer mehr Menschen kombinieren das Fahrrad mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie sind auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule intermodal unterwegs. Das ist eine positive Entwicklung,

sagt Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Mein Anliegen ist es, gemeinsam mit allen Akteuren die Rahmenbedingungen für den Radverkehr noch weiter zu verbessern, ganz im Sinn des Nationalen Radverkehrsplanes 2020. Hierzu zählen neben dem Ausbau der Infrastruktur auch die Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Die Nutzung des Fahrrads ist laut Fahrrad-Monitor weiterhin hoch: Die Mehrzahl der Deutschen (57 Prozent) fährt mindestens gelegentlich Fahrrad. 72 Prozent haben ein Fahrrad zur Verfügung, im Schnitt stehen rund 2,4 Fahrräder in jedem Haushalt.

Dass die Beliebtheit dieses Verkehrsmittels steigt, zeigt der erneut gestiegene Durchschnitts-Kaufpreis: 658 Euro gaben die Deutschen im Schnitt für ein neues Fahrrad aus, nachdem es 2011 durchschnittlich 620 Euro und zwei Jahre zuvor noch 570 Euro waren.

Für den "Fahrrad-Monitor Deutschland 2013" hat das SINUS-Institut 2.000 Bürgerinnen und -bürger zu ihrer Meinung über das Radfahren in Deutschland befragt, um das Stimmungsbild zur Lage des Radverkehrs in Deutschland zu erhalten.

Weitere Hintergrunddaten finden Sie im "Fahrrad-Monitor 2013 Deutschland", den wir Ihnen als Datei zur Verfügung stellen. Bestellungen an presse@adfc.de.

Der Fahrrad-Monitor Deutschland 2013 wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020 gefördert.