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Autobahn

Quelle: panoramarx / Fotolia

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat heute seine „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren“ vorgelegt, die vom Bundeskabinett beschlossen wurde.

Dobrindt:

Deutschland hat eine umfassende Strategie für das automatisierte und vernetzte Fahren entwickelt. Wir berücksichtigen alle relevanten Handlungsfelder, um das automatisierte und vernetzte Fahren auf die Straße zu bringen – von Recht über Infrastruktur bis Datenschutz. Wir wollen unsere Erfolgsgeschichte beim Automobil digital fortschreiben und die Wachstums- und Wohlstandschancen der Mobilität 4.0 nutzen. Mein Ziel ist, dass Deutschland Leitanbieter für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge ist und zum Leitmarkt wird.

Die „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren“ sieht in fünf Handlungsfeldern vielfältige Maßnahmen vor. Beispiele:

  • Infrastruktur: Der flächendeckende Ausbau eines leistungsstarken mobilen Breitbandnetzes soll eine Echtzeit-Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit der Infrastruktur ermöglichen.

  • Recht: Es wird ein Rechtsrahmen geschaffen, in dem künftig ein automatisiertes und vernetztes Fahrzeug selbstständig Fahraufgaben übernehmen kann, ohne dass der Fahrer das System permanent überwachen muss.

  • Innovation: Um Innovationen im Realbetrieb zu erproben, errichtet das BMVI gemeinsam mit der Automobilindustrie und der Digitalwirtschaft das „Digitale Testfeld Autobahn“ auf der A9 in Bayern. Alle Beteiligten haben diesbezüglich die Weichen mit einer Innovationscharta bereits gestellt.

  • IT-Sicherheit: Gemeinsam mit der Industrie und der Wissenschaft werden IT-Sicherheitsstandards für Fahrzeuge entwickelt, um Hackerangriffe zu verhindern. Die Standards sollen in weltweit verbindliche Regelungen überführt werden.

  • Datenschutz: Die Fahrer automatisierter und vernetzter Fahrzeuge müssen über die Erhebung und Verwertung von Daten informiert werden – und ihre Einwilligung geben. Die Daten gehören dem Nutzer.

Dobrindt:

Das automatisierte und vernetzte Fahren wird die Verkehrssicherheit erhöhen, den Verkehrsfluss deutlich verbessern und die Kapazitäten steigern. Fahrer und Umwelt werden entlastet, zusätzliche Wertschöpfung generiert und neue Arbeitsplätze geschaffen.

Bundesverkehrsminister Dobrindt wird die „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren“ auch seinen Ministerkollegen aus den G7-Staaten vorstellen. Auf Dobrindts Einladung hin reisen die Verkehrsminister aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und den USA zum G7-Verkehrsministertreffen am Mittwochabend nach Frankfurt am Main.

Die Verkehrsminister werden zusammen mit führenden Wirtschaftsvertretern auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) diskutieren, wie das automatisierte und vernetzte Fahren weltweit vorangebracht werden kann. Ein weiteres Thema ist die Infrastrukturfinanzierung.