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Vorführung automatisierter Autos für G7-Verkehrsminister
Vorführung automatisierter Autos für G7-Verkehrsminister

Quelle: BMVI

Auf Einladung von Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, findet auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt das erste G7-Verkehrsministertreffen statt. Minister Dobrindt empfängt dabei seine Amtskollegen aus Japan, USA, Kanada, Großbritannien, Italien und Frankreich.

Die G7-Minister diskutieren zusammen mit der EU Kommissarin für Verkehr und führenden Wirtschaftsvertretern zwei wichtige internationale Zukunftsthemen: die Modernisierung der Infrastruktur als Grundlage für Wachstum, Wohlstand und Arbeit, sowie das Vorantreiben des automatisierten und vernetzten Fahrens auf dem Sprung zur Mobilität 4.0.

Moderne Infrastruktur: Ohne Mobilität keine Prosperität

Dobrindt:

Infrastruktur und Mobilität sind in einer globalisierten und digitalisierten Welt das Fundament für Prosperität und alle Erfolge unserer Nationen: Wirtschaftskraft, Exporte, Logistikleistungen, Lebensqualität und Freiheit der Menschen. Deutschland investiert in den kommenden Jahren mehr Geld in die Infrastruktur als je zuvor in seiner Geschichte, um die Wachstums- und Wohlstandschancen durch Mobilität zu nutzen.

Die G7-Minister sind sich einig, dass für die Modernisierung und den Erhalt bestehender Infrastrukturen sowie für Aus- und Neubau ausreichende Mittel bereitgestellt werden müssen. Angesichts begrenzter konventioneller Mittel in den öffentlichen Haushalten müssen neue Wege der Infrastrukturfinanzierung gegangen werden. Dazu gehören die stärkere Finanzierung der Infrastruktur durch die Nutzer sowie Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP).  Die Minister vereinbaren diesbezüglich einen engen Dialog und Austausch von Ideen und „Best Practice“-Modellen.

Automatisiertes und vernetztes Fahren: Sprung zur Mobilität 4.0

Die Welt steht vor der nächsten großen Mobilitätsrevolution: dem automatisierten und vernetzten Fahren. Das Automobil wird zum „Third Place“, einem weiteren Lebensmittelpunkt neben Büro und Zuhause. Echtzeit-Daten-Kommunikation zwischen Autos und der Infrastruktur vermeidet Staus und Unfälle. Das automatisierte und vernetzte Fahren ermöglicht den Sprung zur Mobilität 4.0 und macht den Straßenverkehr sicherer, effizienter und sauberer.

Bundesverkehrsminister Dobrindt hat zur IAA in Frankfurt seine nationale „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren“ vorgelegt und diese auch seinen Ministerkollegen aus den G7-Staaten vorgestellt.

Die G7-Verkehrsminister unterstützen die Entwicklung des automatisierten und vernetzten Fahrens. Sie sind sich einig, dass ein harmonisierter Regulierungsrahmen geschaffen werden muss, um innovative Technologien über die nationalen Grenzen hinaus einsetzen zu können. Grundlegende Fragen über die Rolle und Pflichten des Fahrzeugführers müssen geklärt werden. Die Technologien müssen sicher und zuverlässig funktionieren.

Die G7-Minister vereinbaren eine nachhaltige Zusammenarbeit in den folgenden Bereichen:

  • Koordinierung der Forschung und Förderung weltweiter Standards

innerhalb eines international harmonisierten Rechtsrahmens

  • Weiterentwicklung der technischen Regelungen
  • Sicherstellung des Datenschutzes und Cybersicherheit

Hochautomatisierte Fahrfunktionen sollen zunächst auf Autobahnen und anschließend Schritt für Schritt in komplexeren Umgebungen genutzt werden – und zukünftig auch in den Städten. Ziel ist es, dem automatisierten und vernetzten Fahren einen entscheidenden Schub zu geben.

Der Kooperations- und Dialogprozess zu beiden Themen wird auf dem nächsten Treffen der G7-Verkehrsminister unter japanischer Präsidentschaft im Jahr 2016 in Karuizawa, Nagano (Japan) fortgesetzt.

Quelle: BMVI

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