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Parlamentarischer Staatssekretär Barthle spricht auf dem NRVK

Quelle: BMVI

Unter dem Motto "200 Jahre Fahrrad - auf in die Zukunft" findet am 3. und 4. April der 5. Nationale Radverkehrskongress in Mannheim statt. In 15 Foren diskutieren rund 800 Radverkehrsexperten über die Zukunftsthemen des Radverkehrs. Veranstaltet wird der deutschlandweit größte Radverkehrskongress vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gemeinsam mit dem gastgebenden Land Baden-Württemberg und der der Stadt Mannheim. Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, eröffnet den Kongress gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann und dem Oberbürgermeister der Stadt Mannheim Dr. Peter Kurz.

Barthle:

1817 hat Karl Drais das Zweirad erfunden und damit die erste Mobilitätsrevolution der Neuzeit eingeleitet. Heute fährt das Fahrrad auf der Überholspur und gewinnt wie kein anderes Verkehrsmittel zunehmend an Beliebtheit. Es steht für gelungene Innovation, Modernität und Zukunft. Gerade die Digitalisierung bringt den Radverkehr weiter voran. Immer mehr IT-unterstützte Angebote machen das Radfahren zugänglicher, einfacher, komfortabler. Räder mit Elektroantrieb sind längst fest etabliert. Wir wollen das Jubiläum "200 Jahre Fahrrad" deshalb nutzen, um uns über die Chancen von Digitalisierung und Elektrifizierung auszutauschen. Mit dem heutigen 5. Nationalen Radverkehrskongress wollen wir den neuen Entwicklungen eine Bühne geben und gemeinsam Impulse für mehr Radverkehr in Deutschland setzen.

Im Jubiläumsjahr 2017 fördert das BMVI den Radverkehr mit einem Rekordbeitrag von rund 130 Millionen Euro. Davon stehen erstmals 25 Millionen Euro für Radschnellwege bereit. Zur Kongresseröffnung startet das BMVI außerdem einen neuen Projektaufruf im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020 mit einem Volumen von 3,2 Millionen Euro sowie die neue bundesweite BMVI-Kampagne "200 Jahre Fahrrad - Made in Germany". Nähere Informationen dazu unter: www.bmvi.de/Fahrrad.

Hermann:

Wir in Baden-Württemberg sind stolz darauf, dass das Fahrrad vor 200 Jahren hier erfunden wurde. Es schafft mehr Mobilität und Lebensqualität in Stadt und Land. Mit keinem anderen Verkehrsmittel können wir die Mobilität so schnell, so kostengünstig und so nachhaltig positiv verändern. Wir müssen den Radverkehr daher als eine zentrale Säule der Mobilität der Zukunft begreifen und entsprechend fördern. Radverkehrsförderung ist nicht Kür, sondern Pflicht für jede zukunftsgewandte Verkehrspolitik. Baden-Württemberg geht mit gutem Beispiel voran.

Mit der RadSTRATEGIE Baden-Württemberg definiert das Land die strategische Grundlage für die Radverkehrsförderung bis zum Jahr 2025 mit konkreten Zielen und Maßnahmen. Der Radverkehrsanteil soll in enger Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden bis 2020 auf 16 % verdoppelt und bis 2030 auf 20 % gesteigert werden. Das Land baut zusammen mit den Kommunen das RadNETZ aus, ein 7.000 km langes Netz durchgängiger, sicherer und gut ausgeschilderter Wege.

Wir fördern kommunale Radwege und investieren in Radschnellverbindungen. Wir schaffen eine neue RadKULTUR,

so Hermann.

In Mannheim wird das Jubiläum über mehrere Monate unter dem Slogan "Monnem Bike - wo alles begann" mit Veranstaltungen, Ausstellungen und Mitmach-Aktionen begangen. Für Oberbürgermeister Kurz ist das Jubiläum ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr Aufenthalts- und Lebensqualität in Mannheim:

Kurz:

Auch über das Jahr 2017 hinaus wollen wir uns an den im Nationalen Radverkehrsplan genannten Richtwerten von 15 EUR /Jahr/Einwohner für die Verbesserung des Fahrradklimas messen lassen. Strategisches Ziel ist die Steigerung des Radverkehrsanteils von 13 % im Jahr 2008 auf 25 % bis 2020. Vom Kongress erhoffen wir uns dafür weitere wichtige Impulse und Innovationen für die Entwicklung vor Ort.

Am Abend des ersten Kongresstages werden die besten Radverkehrsprojekte des Jahres mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet. Den Abschluss des zweiten Tages bildet eine Veloparade durch Mannheim zur großen Landesausstellung "2 Räder - 200 Jahre". Als "Fahrradfreundlichste Persönlichkeit" des Jahres 2017 erhält der "Prinzen"-Frontmann Sebastian Krumbiegel die Auszeichnung.

Der 2009 vom Bundesverkehrsministerium initiierte NRVK ist der wichtigste Fachkongress zum Radverkehr im deutschsprachigen Raum. Er findet alle zwei Jahre an wechselnden Standorten statt. Er führt mit einem breiten Themenspektrum Expertinnen und Experten aus der Planungspraxis, der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Politik sowie aus Vereinen und Verbänden zusammen.

Weitere Informationen zum 5. Nationalen Radverkehrskongress: www.bmvi.de/fahrradverkehr oder:
www.nationaler-radverkehrskongress.de