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Fräsrad in Fräsgraben

Quelle: LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG

Am 05.11.2018 fand im BMVI in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband kommunaler Spitzenverbände ein Expertenworkshop zu Trenching statt, in dem der Rechtsrahmen erläutert, Anwendungserfahrungen ausgetauscht und Lösungsansätze für die Überwindung praktischer Anwendungshürden gesammelt wurden.

Trenching ist ein alternatives Verlegeverfahren, bei dem anstelle eines in Handschachtung oder mit dem Bagger erstellten Grabens ein schmaler Schlitz in die Oberfläche gefräst wird, um Leerrohre und Glasfaserkabel verlegen zu können. Der Schlitz kann sowohl in eine Straßendecke, einen Asphaltgeh- oder -radweg oder in nicht befestigten Flächen gefräst oder gesägt werden. Nach Verlegung der Rohrleitungen wird der Schlitz mit einer Füllmasse verschlossen. Trenchingverfahren werden in Abhängigkeit von der zu realisierenden Schlitz- bzw. Grabenbreite als Nano- (bis 2 cm), Micro- (8 cm bis 12 cm), Mini- (12 cm bis 20 cm) oder Macrotrenching (20 cm bis 30 cm) sowie nach der verwendeten Schneide- bzw. Frästechnik unterschieden.

Trenchingverfahren bringen laut Aussage der TK-Verbände und Unternehmen viele Vorteile. Trenching verspricht kurze Bauzeiten und deutlich niedrigere Baukosten gegenüber der Verlegung in der offenen Grabenbauweise. Die Ausführung ist weniger aufwendig, die Baustellen sind generell kleiner (Wanderbaustellen) und die Baustellenzeit ist kürzer. Weiterhin ist eine hohe Bauleistung von ca. 250 bis 600 Meter pro Tag möglich und die Verkehrsbehinderungen und Belästigungen der Anwohner verringern sich. Die TK-Verbände setzen sich daher schon seit mehreren Jahren für den verstärkten Einsatz der Trenchingverfahren in Deutschland ein.

Die Vortragsfolien des Workshops finden Sie nachstehend zum Download: