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Vogelperspektive mit fiktiver- digitaler Vernetzung über der Landschaft

Quelle: Fotolia / Sergey Nivens

Orientierung in Raum und Zeit, die Frage nach dem Wo, Woher und Wohin sind immer Kernfragen einer Gesellschaft gewesen.

Für die sich rasch fortentwickelnde digitale Gesellschaft gilt dies umso mehr. Raumbezogene Informationen, sogenannte Geoinformationen, sind Rohstoff und Schlüssel zu den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen, wie z.B.:

  • Wie komme ich am schnellsten von A nach B?
  • Wo ist die nächste Haltestelle, der nächste Bahnhof?
  • Welche Verkehrsanbindung, Breitbandverfügbarkeit und ähnliches bestehen in meinem Wohnort?
  • Wo sind Telekommunikationsinfrastrukturen, die ein Telekommunikations-Anbieter nutzen kann?
  • Welche Route ist für mein Transportgut am schnellsten / kostengünstigsten / energieeffizientesten?
  • Wie entwickele ich eine zuverlässige, kunden- und umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur?

Unverzichtbarer Rohstoff für die digitale Gesellschaft

Geoinformationen werden benötigt als Grundlage für Planungsprozesse und strategische Entscheidungen, z.B. bei der Verkehrswegeplanung oder beim Erhalt und Ausbau bestehender Infrastrukturen und damit verbundener Vorlaufforschung. Sie sind unverzichtbare Grundlage der operativen Abläufe zur Sicher- und Bereitstellung zuverlässiger Verkehrsträger und damit zusammenhängenden verwaltungsinternen Prozessen und Fachanwendungen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) verfügt in seinem Geschäftsbereich über zahlreiche Ressortforschungseinrichtungen und Fachbehörden, die elementare Geodaten von z.T. ressortübergreifender Bedeutung fortlaufend und anlassbezogen in hoher Qualität erzeugen und somit zu einem umfangreichen und vielfältigen Datenpool unterschiedlicher Geoinformationen und Geoinformationsanwendungen beitragen. Der Datenbestand reicht dabei von verkehrs- und infrastrukturbezogenen Geoinformationen für Mobilitätsanwendungen über Wetter-,  Klima- und Gewässerinformationen hin zu Fernerkundungsdaten aus dem Satelliten-Programm Copernicus.

Diese vielfältigen unterschiedlichen Geoinformationen des Geschäftsbereichs werden zu einer Geodateninfrastruktur nach einheitlichen technischen und organisatorischen Standards ausgebaut und schrittweise veröffentlicht. Viele Geoinformationen aus dem Geschäftsbereich lassen sich bereits in der mCLOUD recherchieren und herunterladen.

Das BMVI berät Bürgerinnen und Bürger sowie Dienstleister bei ihren Anliegen zu Geoinformationen im Geschäftsbereich. Die Ressortbelange werden gegenüber dem Interministeriellen Ausschuss für Geoinformationswesen (IMAGI) des Bundes sowie dem Lenkungsgremium Geodateninfrastruktur Deutschland (LG GDI-DE) vertreten.

Geoinformationsstrategie des BMVI Geschäftsbereichs

Die Behörden des BMVI-Geschäftsbereichs bekennen sich zu einer gemeinsamen Geoinformationsstrategie. In dieser Strategie werden ein geoinformationsspezifisches Leitbild und ressortspezifische Ziele definiert, die mittelfristig erreicht werden sollen. Damit dies gelingt, werden bis 2020 mehrere Maßnahmen umgesetzt. Diese sollen mehr Transparenz über die Geodaten im Geschäftsbereich schaffen und durch die Nutzung von Standards und gemeinsamen Regelungen den besseren Austausch von Geodaten ermöglichen. Außerdem soll der „Datenschatz“ des Ressorts für eine breitere Verwendung schrittweise veröffentlicht werden.

Mit der Geoinformationsstrategie des BMVI wird der Auftrag aus der Nationalen Geoinformationsstrategie (NGIS) für das Ressort konkretisiert, mit eigenen Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele der NGIS beizutragen. Die BMVI-Geoinformationsstrategie orientiert sich an den drei Grundsätzen der NGIS: „Grundversorgung sichern“, „Mehrfachnutzung erleichtern“ und „Innovationen fördern“. Damit steht die Geoinformationsstrategie im Einklang mit der Datenstrategie und der Open Data-Strategie der Bundesregierung und bildet eine wichtige Grundlage für die Umsetzung des mFUND (Modernitätsfonds).

Beispiele für Geoinformationen im BMVI Geschäftsbereich

Icon zum Thema "Wetter und Klima": Eine Sonne, die teilweise von einer Wolke bedeckt wird.

Quelle: BMVI

Logo des Deutschen Wetterdienstes

Quelle: Deutscher Wetterdienst

Im Rahmen seines Open-Data-Angebots stellt der DWD viele Geodaten wie Modellvorhersagen, Radardaten, aktuelle Beobachtungsdaten sowie eine große Zahl von Klimadaten auf seinem Open-Data-Server zur freien Verfügung bereit.

Der Deutsche Wetterdienst bietet zudem verschiedene Datensätze als OGC-konforme Geodienste (WMS / WFS) an. Beispielsweise über die Dienste unter maps.dwd.de oder cdc.dwd.de/geoserver können Datenvisualisierungen und Datenformate selbst konfiguriert werden. Unter Nutzung dieser Schnittstellen bietet der DWD in seinem CDC-Portal auch einen interaktiven Zugriff auf die klimatologischen Datenbestände, wie beispielsweise die langen Messreihen seiner Wetterstationen, an.

Die Apps des DWD – WarnWetter-App, Gesundheitswetter-App und Flugwetter-App – können für iOS und Android bezogen werden.

a) Deutscher Klimaatlas

Ausschnitt aus dem Deutschen Klimaatlas: Gegenüberstellung mehrerer Deutschlandkarten mit verschiedenen Parametern

Quelle: DWD, Deutscher Klimaatlas

Der Deutsche Klimaatlas ist ein Online-Angebot des DWD, in dem mögliche Szenarien des zukünftigen Klimas in Deutschland in einer Zusammenschau mit dem früheren und derzeitigen Klima gezeigt werden. Neben Klimakarten enthält der Klimaatlas Darstellungen der zeitlichen Entwicklung. Hier werden die Beobachtungen in Kombination mit der simulierten zukünftigen Entwicklung gezeigt. Die beobachteten Klimadaten des DWD stehen auf dem Open Data Server auch zum direkten Download zur Verfügung.

b) Climate Data Center (CDC) – Portal

Ausschnitt aus dem Climate Data Center (CDC) Portal

Quelle: DWD, Climate Data Center (CDC) – Portal

Das Climate Data Center Portal bietet ein freien Zugang mit Downloadmöglichkeiten für eine wachsenden Auswahl von Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes an. Hier finden Sie Daten zum direkten Download und interaktive Zugriffsmöglichkeiten für Stations- und Rasterdaten. Der interaktive Bereich erlaubt eine grafische und tabellarische Vorschau auf die deutschen Stationsdaten und ausgewählte Rasterdatensätze. Alle Datensätze stehen zusätzlich auf unserem Open Data Server zum Download zur Verfügung.

c) DWD Bodenfeuchteviewer

Ausschnitt aus dem DWD Bodenfeuchteviewer

Quelle: DWD Bodenfeuchteviewer

Der Bodenfeuchteviewer des DWD stellt die Bodenfeuchte und anderer Wasserhaushaltsgrößen dar, die es erlauben, das Wasserangebot im Boden zu überwachen. So ist eine erste Bewertung der Situation z.B. bei Starkregenphasen, Trockenheit und Dürre möglich.

d) Climate Data Center (CDC) Geoserver (DWD-CDC-Geodienste)

Ausschnitt aus dem Climate Data Center (CDC) GeoServer

Quelle: DWD, Climate Data Center (CDC) – GeoServer

Der CDC-Geoserver ist ein Geodienst des DWD zur Bereitstellung ausgewählter Klimadaten des DWD. Über Open Geospatial Consortium (OGC) konforme Schnittstellen kann auf die veröffentlichten Vektor- und Rasterdaten zugegriffen werden.

e) WarnWetter-App

Ausschnitt aus der WarnWetter-App

Quelle: DWD, WarnWetter-App

Mit der WarnWetter-App versorgt der Deutsche Wetterdienst im Rahmen seines gesetzlichen Auftrages die breite Öffentlichkeit und die Einsatzkräfte aus dem Katastrophen-, Bevölkerungsschutz und Umweltschutz mit wichtigen Hinweisen zur aktuellen Warn- und Wettersituation.

f) FeWIS-Gewittermonitor

Ausschnitt aus dem FeWIS-Gewittermonitor

Quelle: DWD, FeWIS-Gewittermonitor

Der Deutsche Wetterdienst stellt mit dem Katastrophenschutzportal FeWIS relevante Wetter- und Vorhersagedaten zur Verfügung – hier z.B. die aktuelle Gewitterlage.

g) SWIS-Kartenanwendung

Ausschnitt aus der SWIS-Kartenanwendung

Quelle: DWD, SWIS-Kartenanwendung

Im Straßenwetterinformationssystem (SWIS) des Deutschen Wetterdienstes werden für die Winterdienste die Messwerte der Straßenwetterstationen in verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten (hier Niederschlagsradar) dargestellt.

h) Vorhersagen für die Straßenwetterstationen (SWIS-Vorhersagen)

Ausschnitt aus Vorhersagen für die Straßenwetterstationen (SWIS-Vorhersagen)

Quelle: DWD, Vorhersagen für die Straßenwetterstationen (SWIS-Vorhersagen)

Im Straßenwetterinformationssystem (SWIS) des Deutschen Wetterdienstes werden für die Winterdienste die Messwerte der Straßenwetterstationen sowie speziell erstellte Vorhersagen für den Straßenzustand und die Belagstemperatur angeboten.

i) Webmodul Warnungen

Ausschnitt aus dem Webmodul Warnungen

Quelle: DWD, Webmodul Warnungen

Der Deutsche Wetterdienst stellt zur Einbindung seiner amtlichen Wetter- und Unwetterwarnungen auf Internetseiten ein spezielles Webmodul zur Verfügung. Dabei werden die Daten direkt von den DWD-Geodiensten (WMS/WFS) eingebunden.

j) DWD-Geoserver (DWD-Geodienst)

Ausschnitt aus dem DWD-Geoserver (DWD-Geodienst)

Quelle: DWD-Geoserver (DWD-Geodienst)

Der DWD-Geoserver ist einer der Geodienste des DWD. Links ist die Übersichtsseite des DWD-Geoservers mit verfügbaren Produkten zu sehen, hier gefiltert nach dem Begriff „radar“. Rechts wird die entsprechende Visualisierung von Niederschlagsradar-Daten als OpenLayers-Anwendung gezeigt. Viele Produkte sind ohne Login frei zugänglich.

Icon zum Thema "Wasserstraßen und Schifffahrt": Frontalansicht eines Schiffes

Quelle: BMVI

a) Einsatz von Geoinformationen der Gewässerkunde

Ausschnitt aus dem Hydrologischen Atlas Deutschland

Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

Darstellung der mittleren jährlichen Abflusshöhen in Deutschland und entsprechende Durchflüsse und Durchfluss-Variabilitäten in Bundeswasserstraßen.

Ausschnitt aus Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten

Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

Neben den Überflutungsflächen und -tiefen für drei Hochwasserszenarien kann auch das Hochwasserrisiko (Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial) für jeden Ort in Deutschland angezeigt werden.

Quelle: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV)

PEGELONLINE: Aktuelle Pegeldaten rund um die Uhr verfügbar – unverzichtbare Informationen für Schifffahrt, Logistik und Verkehrsmanagement.

b) Einsatz von Geoinformationen im Bereich des Schiffsverkehrs

Quelle: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV)

Beispiel der Darstellung einer Inland ENC (elektronische Navigationskarte für die Binnenschifffahrtsstraßen) auf Inland ECDIS Gerät, hier Mosel Mündung in den Rhein in Koblenz.

Überflutungsszenarien und entsprechende Überflutungsflächen an Bundeswasserstraßen.

Digitales Geländemodell Elbwasserlauf

Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

Hochauflösendes digitales Geländemodell des Elbwasserlaufes (hier von Geesthacht bis Drage), ein Geobasisdatenprodukt z.B. für die Anpassung der Fahrrinne der Unter- und Außenelbe an die Containerschifffahrt.

c) Zentrales Datenmanagement der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (ZDM)

Ausschnitt aus dem Zentralen Datenmanagement der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (ZDM)

Quelle: Zentrales Datenmanagement der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (ZDM)

d) Zentrales Datenmanagement Portal-Tideelbe

Zentrales Datenmanagement (ZDM)

Quelle: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV)

Das „Portal Tideelbe“ informiert mit dem Geoportal des ZDM über den Kartenclient und einen Zeitreihenclient über unterschiedlichste Parameter im Zusammenhang mit Aus- und Neubauvorhaben an Bundeswasserstraßen im Bereich der Küste.

e) Geodaten aus den Bereichen der Nautischen Hydrographie, der Meereskunde, der Ordnung der Meere und der Schifffahrt

Ausschnitt aus dem GeoSeaPortal

Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) – GeoSeaPortal

Das „GeoSeaPortal“ ist der zentrale Einstiegspunkt in die Geodateninfrastruktur des BSH (GDI-BSH). Hier mit Daten aus der marinen Raumplanung.

Ausschnitt aus dem Marine Forecast

Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) – Marine Forecast

Die Internetanwendung Marine Forecast mit aktuellen Daten und Informationen aus dem Bereich der Meteorologie und Ozeanographie.

Icon zum Thema "Straßen": Mehrere Fahrzeuge fahren in einer Reihe

Quelle: BMVI

a) Bundesinformationssystem Straße (BISStra)

Straßen

Quelle: Bundesinformationssystem Straße - BISStra

In BISStra werden Informationen zu den Straßennetzdaten der Bundesfernstraßen (analog zur ASB) gespeichert. Damit können z.B. die Geometrie der Bundesfernstraßen auf Rasterhintergrundkarten geographisch dargestellt werden. Ebenso sind Auswertungen oder Analysen in Verbindung mit weiteren Daten möglich. Dieses System dient somit als zusätzliche Datenbasis für eine Reihe von Projekten.

b) RStO-Karte der Frosteinwirkungszonen

Deutschlandkarte mit Frostwirkungszonen

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) – Karte: Frostwirkungszonen

Legende zur Deutschlandkarte mit Frostwirkungszonen

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) – Legende zur Karte: Frostwirkungszonen

Die Frostzonenkarte ist in Verbindung mit den Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, Ausgabe 2012, anzuwenden.

Die bisherige Frostzonenkarte basierte auf der Verteilung der maximalen Frostindizes im sehr strengen Winter 1962/63. Für die neue Karte der Frosteinwirkungszonen wurden die 30-jährigen Wiederkehrwerte der maximalen Frostindizes ermittelt. Die Temperaturverteilung ist damit statistisch besser abgesichert und von Extremwetterlagen entkoppelt. Datengrundlage für die Ermittlung dieser Wiederkehrwerte sind die Tage mit negativen Temperaturen an 221 Wetterstationen in den Wintern 1955 bis 2004. Die Berechnung der Frostindizes erfolgte auf der Basis eines 1-km²-Rasters unter Berücksichtigung der geografischen Lage, der Höhe über dem Meeresspiegel und der Lage zum Meer. Der Bebauungseinfluss ist statistisch nicht signifikant und blieb daher unberücksichtigt.

c) Neue KiST-Zonen-Karte RDO und RSO Asphalt

Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) – Neue KiST-Zonen-Karte RDO und RSO Asphalt

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) – Neue KiST-Zonen-Karte RDO und RSO Asphalt

Die tatsächlichen Temperaturbedingungen in den Asphaltschichten spielen bei der Dimensionierung und Restnutzungsdauerberechnung von Straßen eine gravierende Rolle. Im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) wurde nun eine verbesserte Karte der klimainduzierten Straßentemperaturzonen (KiST-Zonen-Karte) erarbeitet, die auf georeferenzierten Daten basiert. Ermöglicht wird damit eine engmaschige Einschätzung der maßgeblichen Einflussfaktoren. Die Forschungsergebnisse werden im Entwurf der RSO Asphalt sowie in der Fortschreibung der RDO Asphalt umgesetzt.

Icon zum Thema "Bahn": Frontalansicht eines Zuges

Quelle: BMVI

Umgebungslärmkartierung an Schienenwegen von Eisenbahnen des Bundes gemäß Umgebungslärmrichtlinie

Lärmkartierung

Quelle: Eisenbahn-Bundesamt (EBA)

Ergebnispräsentation der Lärmkartierung in Form von Isophonenkarten, Statistiken und OGC-Diensten.

Die Umgebungslärmrichtlinie finden Sie hier.

Icon zum Thema "Luftfahrt": Flugzeug

Quelle: BMVI

a) Meteorological Airport Briefing

Meteorological Airport Briefing

Quelle: DWD, Meteorological Airport Briefing

Flugverkehr Meteorological Airport Briefing Radar

Quelle: DWD

Die internationalen Verkehrsflughäfen werden über die Meteorological Airport Briefingplattform mit Warnungen, Beobachtungen und Vorhersagen der Wetterbedingungen am und rund um den jeweiligen Standort vom Deutschen Wetterdienst (DWD) versorgt.

b) Kartenanwendungen zum Schutz von Flugsicherungseinrichtungen

Ausschnitt aus einer Kartenanwendung zum Schutz von Flugsicherungseinrichtungen

Quelle: Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF)

Die 3D-Vorprüfung des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung (BAF) dient dem Schutz von Flugsicherungseinrichtungen. Die Anwendung 3D-Vorprüfung BAF-Anlagenschutz“ gibt jedem die Möglichkeit, Daten von geplanten Bauwerken bzw. Anfragen als Träger öffentlicher Belange (z. B. zu Baugebieten), auch dreidimensional online prüfen zu lassen.

Ausschnitt aus dem Anlagenschutz-Kartentool

Quelle: Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF)

Vor der Benutzung der 3D-Vorprüfung können Anwender vorab eine 2D Prüfung durchführen. Damit erkennt man umgehend, ob Bauwerke oder Flächen in Gebieten von zivilen Anlagenschutzbereichen von Flugsicherungseinrichtungen nach § 18a LuftVG liegen.

c) DFS Flugverläufe online unter dem Link STANLY_Track3

DFS Flugverläufe online unter dem Link STANLY_Track3

Quelle: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Wie viel Verkehr ist gerade am Himmel über Berlin? Aus welchen Richtungen wird der Münchner Flughafen angeflogen? Das System STANLY_Track zeigt Flugverläufe über Deutschland, sei es für Verkehrslandeplätze wie Egelsbach oder dem nahegelegenen verkehrsreichsten internationalen Flughafen der Bundesrepublik Frankfurt am Main.

STANLY_Track ermöglicht eine Live-Darstellung mit wenigen systembedingten Verzögerungen im Sekundenbereich basierend auf Sensordaten der Flugsicherung. Historische Flugverläufe können 14 Tage rückwirkend abgerufen und als Flugspuren oder im Zeitraffer über die Replay-Funktion dargestellt werden.

d) DFS Drohnenverbotszonen an den internationalen deutschen Verkehrsflughäfen

Karte der Drohnenverbotszonen an den internationalen deutschen Verkehrsflughäfen am Beispiel des Flughafens Berlin-Brandenburg

Quelle: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Flughäfen der DFS-Kontrollzonen und 1,5-Kilometer-Zonen

Hier finden Sie eine Übersicht der Kontrollzonen der internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Zusätzlich bieten wir Kartenmaterial an, das die 1,5-Kilometer-Zonen rund um die internationalen Verkehrsflughäfen zeigt, in denen ein grundsätzliches Drohnenflugverbot gilt.

Regeln zum Drohnenbetrieb in Flughafennähe finden Sie hier: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Icon zum Thema "Infrastruktur": Darstellung einer Kugel mit vernetztem Muster

Quelle: BMVI

Daten zur Telekommunikationsinfrastruktur – Infrastrukturatlas

Ausschnitt aus einer Beispielauskunft im Infrastrukturatlas
Infrastrukturatlas, Beispielauskunft

Quelle: Bundesnetzagentur (BNetzA)

Der Infrastrukturatlas ist das zentrale Informationssystem für den Breitbandausbau. Er gibt Auskunft über die Lage und Verfügbarkeit von Glasfaserleitungen, Leerrohren, Funkmasten sowie weiterer Infrastrukturen, die beim Auf- und Ausbau von Breitbandnetzen grundsätzlich mitgenutzt werden können.

Die Daten stammen von Infrastrukturinhabern unterschiedlicher Branchen, wie dem Telekommunikations-, Verkehrs- und Energiesektor, aber auch von Gebietskörperschaften. Der Infrastrukturatlas steht auf Antrag berechtigten Nutzern, die an konkreten Breitbandausbauprojekten beteiligt sind, zur Verfügung.

Icon zum Thema "Übergreifende Querschnittsaufgaben": Dreidimensionale Darstellung einer miniaturisierten Weltkugel mit verschiedenen Verkehrsträgern, Städten, Wäldern und Gebieten

Quelle: Adobe Stock / arquiplay77

Erdbeobachtungsdaten aus dem Copernicus Programm

a) Cloud-basierter Copernicus-Dienst zum Monitoring und zur Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden an Verkehrsinfrastrukturen

Ausschnitt aus CCFireSense 2021

Quelle: CCFireSense 2021

Baumbestände entlang des deutschen Streckennetzes stellen in Verbindung mit Extremwetterlagen ein hohes Gefährdungspotenzial für Schienenverkehr und Schieneninfrastruktur dar. Das Frühwarnsystem CCFireSense erstellt mit Fernerkundungs-, Geo- und Katasterdaten Risikoprofile, um Betreiber wie die Deutsche Bahn, Straßenämter und Forstbehörden zu warnen.

b) Monitoring von Fließgewässern

Ausschnitt aus einem Monitoring von Fließgewässern

Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

Fließgewässer sind wichtige Transportwege, Lebensräume und Erholungsgebiete. Um Ihren Zustand großräumig zu erfassen und Veränderungen festzustellen, können Satellitendaten verwendet werden. Mit Copernicus-Daten und am besten einer Kalibration mit in-situ-Daten können Chlorophyll-a oder wie hier Trübungsverteilungen in Fließgewässern bestimmt werden.

c) Stickstoffdioxid-Konzentrationen über Europa vor und während des Covid-19-Lockdowns

Karte: Stickstoffdioxid-Konzentrationen über Europa vor und während des Covid-19-Lockdowns

Quelle: enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten (2019-20), verarbeitet von KNMI/BIRA-IASB

Anhand von Copernicus Sentinel-5P-Daten lässt sich die Stickstoffdioxid-Konzentration vor und während des Covid-19-Lockdowns im März 2020 ermitteln. Der Lockdown führte zu einem erheblichen Rückgang der Stickstoffdioxidwerte in dicht besiedelten und industrialisierten Gebieten Europas, einschließlich des Ruhrgebiets in Deutschland und der Poebene in Norditalien.

Bundesverkehrswegeplan und Prognose

a) Das Projektinformationssystem (PRINS)

Ausschnitt aus dem Projektinformationssystem (PRINS)

Quelle: Projektinformationssystem (PRINS)

Im Projektinformationssystem (PRINS) sind die Projektdossiers aller im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) enthaltenen Verkehrsprojekte eingestellt und abrufbar. Das PRINS dient als Hintergrundinformation und stellt ergänzende Informationen zur BVWP-Broschüre und der darauf basierenden Ausbaugesetze dar, um die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse zu verbessern.

b) Dienst für die Transportmengenvisualisierung (TraVis)

Ausschnitt aus dem Dienst für die Transportmengenvisualisierung (TraVis)

Quelle: Dienst für die Transportmengenvisualisierung (TraVis)

Die Netzumlegung auf die Wasserstraßen der Verkehrsprognose ist Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 und die Grundlage für die Planung von Neubau- und Ersatzinvestitionen im Bundeswasserstraßennetz. Bei der Netzumlegung Wasserstraßen werden die Gütermengen der Binnen- und Seeschifffahrt und die Flottenstrukturen der Binnenschifffahrt für die einzelnen Strecken des Wasserstraßennetzes für das Analysejahr 2010 und das Prognosejahr 2030 ermittelt. Die Umlegungsergebnisse früherer Verkehrsverflechtungsprognosen auf die deutschen Binnen- und Seeschifffahrtsstraßen wurden bisher in der Windows-Anwendung PlanGIS (Plancos Geographisches Informationssystem) bereitgestellt. TraVis (Transportmengenvisualisierung) ist die Nachfolgeanwendung von PlanGIS und ist für alle Nutzer frei zugänglich. Zudem erlaubt es dem Nutzer durch standardisierte Schnittstellen die bereitgestellten Daten in andere Anwendungen zu integrieren. (Quelle: Bundesanstalt für Wasserbau (BAW))

Weiterführende Informationen

Im Übrigen wird auf die Geo-Fortschrittsberichte verwiesen, die alle vier Jahre von der Bundesregierung erstellt werden. Die Berichte informieren über die wesentlichen Entwicklungen aus dem Geoinformationswesen. Darüber hinaus werden aktuelle Handlungsbedarfe benannt. Die Koordinierung erfolgt durch den Interministeriellen Ausschuss für Geoinformation (IMAGI).