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GSM-R Förderung

Mit „GSM-R“ wird das bahneigene Funksystem der europäischen Eisenbahnen bezeichnet. Es dient unter anderem zur betrieblichen Kommunikation mit dem fahrenden Zug. Aufgrund der Nähe des Frequenzbereichs zum 900-MHz-Band des öffentlichen Mobilfunks kommt es örtlich begrenzt zu Störungen: Obwohl entlang der Eisenbahnstrecke eine ausreichende Netzabdeckung vorhanden ist, kommt keine Kommunikation über das zugseitige GSM-R Endgerät zustande.

Bisherige Gegenmaßnahmen, die zwischen den Mobilfunk-Netzbetreibern und der Deutschen Bahn AG vereinbart sind, beinhalten einen Mindestabstand zwischen Eisenbahnstrecken und Mobilfunk-Basisstationen. Hierdurch wird allerdings die Mobilfunkversorgung der Fahrgäste und der Anwohner beeinträchtigt. Auch eine komfortable und unterbrechungsfreie WLAN-Versorgung in Zügen wird hierdurch erschwert.

Deshalb gewährt der Bund eine anteilige Förderung zum Austausch bestehender GSM-R-Funkmodule gegen störfeste GSM-R-Funkmodule oder zum Einbau entsprechender Filter. Mit der Förderung wird ein Anreiz geschaffen werden, bestehende GSM-R- Endgeräte so zu ertüchtigen, dass sie gegenüber den Signalen des öffentlichen Mobilfunks ausreichend störfest sind.

Am 17. Juli 2020 trat eine Änderung der Förderrichtlinie in Kraft, mit der insbesondere der Kreis der Antragsberechtigten ausgeweitet und der Fördersatz angehoben wurde. Antragsberechtigt sind neben Haltern auch die Eigentümer von Eisenbahnfahrzeugen und Eisenbahnverkehrsunternehmen, die entsprechende Eisenbahnfahrzeuge unterhalten. Die Fahrzeuge müssen in jedem Fall zum Verkehr im deutschen Netz zugelassen und zur Gewährung der Sicherung, Steuerung und Kontrolle der Bewegung von Zügen mit Zugfunkgeräten und/ oder Datenfunkgeräten auszurüsten sein. Gefördert werden bis zu 100 % der zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. Kosten. Es werden höchstens 5.184 Euro pro umgerüstetem GSM-R-Endgerät ausgezahlt, wobei der Höchstbetrag durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Einzelfall auf bis zu 30.000 Euro angehoben werden kann.

Das Eisenbahn-Bundesamt entscheidet als Bewilligungsbehörde über entsprechende Förderanträge. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des Eisenbahn-Bundesamtes.

Für Fragen zur Anhebung des Höchstbetrages im Einzelfall steht Ihnen das Referat DG 12 (Frequenzpolitik) zur Verfügung, die Postanschrift finden Sie hier.

E-Mail: Ref-DG12@bmvi.bund.de