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Telekommunikationsmast auf Helgoland

Quelle: Adobe Stock / Winfried Rusch

Die Deutsche Bucht ist eine wichtige Verkehrsroute für den Wirtschaftsstandort Deutschland und gehört zu den meist frequentierten Seewegen in Europa.

Um auch zukünftig den Anforderungen gerecht zu werden, ist die Mobilfunkversorgung und insbesondere das Thema mobiles Breitband für alle Akteure, egal ob mit wirtschaftlichen oder privaten Interessen, ein wichtiges Anliegen. Die Mobilfunkversorgung auf See stellt nicht nur technisch eine große Herausforderung dar und erfüllt derzeit noch nicht die Anforderungen einer modernen digitalen Gesellschaft.

Im Auftrag des BMVI hat die TU Braunschweig eine theoretische Funknetzplanung für die Deutsche Bucht durchgeführt. Ziel war es bestehende Versorgungslücken zu identifizieren und mögliche Standorte zu benennen, um die Versorgungslücken zu schließen.

Dabei wurde zunächst eine Analyse der bestehenden Funkstandorte durchgeführt und die heute mögliche Mobilfunkversorgung auf See mittels eines eigenen Modells simuliert. Anschließend wurden unter Berücksichtigung verschiedener Parameter (wie Sender- und Empfängerhöhe oder der beabsichtigten Verbindungsqualität) die Bereiche identifiziert, die unterversorgt sind.

Aufruf Nutzung Funkloch-App

Nun gilt es zunächst die theoretischen Ergebnisse der Studie empirisch zu untermauern. Um hier eine größere Faktengrundlage zu schaffen, werden alle Interessierten gebeten, die App der Bundesnetzagentur zur Funklocherfassung zu nutzen. Die App erfasst die Mobilfunkversorgung aus Verbraucherperspektive und dokumentiert unter anderem den Mobilfunknetzbetreiber, das Datum und die lokal genutzte Technik wie GSM oder LTE. Die Ergebnisse fließen in eine Übersichtskarte ein, verfügbar unter https://breitband-monitor.de/funkloch/karte.

Bei Fragen zur App wenden Sie sich bitte unter Verwendung des Betreffs "Deutsche Bucht" an info@breitbandmessung.de.


Nach Abschluss der Validierung der Untersuchungsergebnisse sollen die gewonnenen Erkenntnisse in die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen zur Schließung von Versorgungslücken integriert werden.