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Datenautobahn

Quelle: AdobeStock / eyetronic

Der Verkehrsträger Schiene steht vor großen technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Schiene soll auch künftig eine maßgebliche Rolle bei der Verkehrsverlagerung und für das Erreichen unserer Klimaschutzziele spielen. Deshalb muss die Schiene in Zukunft noch leistungsfähiger sein als heute.


Die Forschung kann die weitere Entwicklung des Schienenverkehrs in Deutschland unterstützen. Es sind gerade die innovativen, die neu gedachten Lösungen, die der Schiene zu Entwicklungssprüngen verhelfen können. Zugleich finden innovative Technologien aus Kostengründen oft keinen Eingang in den Markt. Deutschland ist bereits heute ein Standort vielfältiger und profilierter Schienenverkehrsforschung. Die Erkenntnisse aus den Forschungsaktivitäten sollten aber künftig schneller und besser für das Gesamtsystem Schiene nutzbar gemacht werden.


Um die wichtige praktische und schnelle Umsetzung von Innovationen zu erleichtern und das Gesamtsystem Schiene zum Nutzen aller Beteiligten zu stärken, hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zwei starke Instrumente geschaffen, die seine bisherigen Forschungsaktivitäten ergänzen: Das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) und das Bundesforschungsprogramm Schiene. Mit ihnen soll die wichtige praktische Umsetzung von Innovationen erleichtert und das Gesamtsystem Schiene in Deutschland durch weitere anwendungsorientierte Forschung zum Nutzen aller Beteiligten gestärkt werden.


Das DZSF und Bundesforschungsprogramm Schiene bauen auf den bisherigen Forschungsaktivitäten des BMVI und des Eisenbahn-Bundesamts (EBA), auf den Forschungsüberblicken zur Eisenbahnforschung und zum Stand der Forschung und Technik zum Lärmschutz und vielen Gesprächen mit Wissenschaft und Branche auf. Damit wird in gemeinsamem Einverständnis mit den Akteuren eine gute und profilierte Struktur geschaffen.


Das DZSF und Bundesforschungsprogramm Schiene nehmen eine koordinierende Funktion wahr und stehen nicht in Konkurrenz zu der vorhandenen Forschungslandschaft. Das Ziel ist, künftig noch lösungsorientierter und in allen Handlungsfeldern des Schienenverkehrs zu forschen und innovative Lösungen schneller zur Anwendung zu bringen. Das erfolgreich abgeschlossene Projekt „Innovativer Güterwagen“ ist ein gutes Beispiel für diesen integrativen Forschungsansatz, der den Verkehrsträger Schiene, die Wissenschaft und den Standort Deutschland gleichermaßen stärken wird.