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Quelle: BMVI

Inhalt

Das Reallabor Digitale Mobilität untersucht erstmals umfassend, wie Digitalisierung die Mobilität in den kommenden Jahren im städtischen und ländlichen Raum beeinflusst und zeigt die Potenziale der Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung für eine klimafreundliche, effiziente und bürgernahe Mobilität auf.

Ziel des Reallabors ist die Erprobung eines ganzheitlichen Ansatzes für die Mobilität der Zukunft, der von anderen Kommunen und Regionen als Blaupause für die eigene Umsetzung von zukunftsfähigen Mobilitätssystemen genutzt werden kann. Das Vorhaben spannt den Bogen zwischen den Empfehlungen der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) und einer modellhaften, erlebbaren Demonstration digitaler Lösungen für die Mobilität von morgen, die im Kontext des ITS-Weltkongresses in Hamburg präsentiert werden sollen.

Zentrales Anliegen ist dabei auch der gesellschaftliche Dialog, um die Akzeptanz der Bürger*innen für digitale Mobilitätsservices und innovative Technologien des automatisierten, vernetzten Fahrens zu stärken.

Das Reallabor begleitet und kommuniziert den Transformationsprozess durch zehn parallele Projekte in den Bereichen Plattformökonomie, vernetzte Mobilität, On-Demand-Verkehre, autonomes Fahren und Logistik. So können etwa Pendler*innen alternative Mobilitätsdienstleistungen mit Hilfe einer digitalen Mobilitätsplattform und einem arbeitgeberfinanzierten Mobilitätsbudget testen. Ebenso wird eine überregionale nahtlose, intermodale Mobilität, durch das vernetzten lokaler Mobilitätsplattformen demonstriert. Ergänzend werden neuartige Serviceangebote für die Abrechnung von Mobilitätsdienstleistungen und die bedarfsorientierte Erschließung suburbaner Regionen mit Shuttles, welche teilweise autonom fahren, erprobt. Durch eine Vernetzung zwischen Verkehrsteilnehmer*innen und der Infrastruktur, wird insbesondere die Mobilität sicherer und effizienter gestaltet.
Zur Steigerung der ökologischen Nachhaltigkeit soll neben dem Personenverkehr auch der zunehmende Warentransport entlang der gesamten Lieferkette optimiert werden. Über die gemeinschaftliche Nutzung von Umschlagspunkten (sog. Mikrodepots) werden innerstädtische Lieferverkehre effizienter gestaltet und so die Umweltbelastung reduziert.

Fakten


Projektvolumen33 Mio. Euro
(davon 21 Mio. Euro Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit01.04.2020 (vorzeitiger Maßnahmenbeginn) bis 31.12.2021
KonsortialführungHamburger Hochbahn AG
Projektpartner

Gefördert werden insgesamt 27 Partner:

  • Hamburger Hochbahn AG (Konsortialführung),
  • BMW,
  • Continental (Automotive & Teves),
  • DB (FuhrparkService und Systel),
  • DEKRA Automobil,
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt,
  • EasyMile,
  • Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS,
  • Freie und Hansestadt Hamburg – Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation,
  • Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH,
  • ioki,
  • Kreis Storman,
  • Landkreis Harburg,
  • moovel,
  • Rewe Digital,
  • S-Bahn Hamburg,
  • Siemens Mobility,
  • Sixt,
  • Stadt Ahrensburg,
  • T-Systems International,
  • TU Berlin,
  • TU Hamburg,
  • TU München,
  • Urban Software Institute,
  • Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein
Assoziiert
  • SAP,
  • Hermes,
  • Swarco Traffic Systems
UnterauftragnehmerSüderelbe AG, KVG Stade

Anhang

Der Cluster der zehn Teilprojekte (zzgl. Steuerungsgremium) umfasst:

  • Mobilitätsplattform: Weiterentwicklung einer offenen Plattform zur Integration aller relevanten Mobilitätsdienstleistungen mit einfachem Zugang und integrierter Buchung;
  • Interaktion und Souveränität von Verkehrsdaten: Konzeption und Demonstration eines nationalen, nahtlosen, intermodalen Verkehrs, in dem beliebige Mobilitätsdienstleister und regionale Plattformen überregional integriert werden;
  • Mobilitätsbudget: Entwicklung und testweise Einführung eines arbeitgeberfinanziertes Mobilitätsbudgets zur Nutzung einer nachhaltigen, geteilten Mobilität – als Alternative oder Ergänzung zum Dienstwagen, mit dem Ziel der langfristigen Änderung des Mobilitätsverhaltens;
  • Autonomes Fahren (öffentlich): Kopplung von bedarfsorientierten Mobilitätsangeboten durch fahrerlose Fahrzeuge für die erste bzw. letzte Meile mit dem Fahrplan-gebundenen ÖPNV;
  • Shuttle On-Demand ländlicher Raum: Entwicklung von Servicekonzepten für bedarfsorientierte Bedienung und Integration nachfragearmer Regionen in die Metropolregion;
  • Warentransport - Mikrodepot: Beitrag zur Emissionsreduktion und zur Entlastung des Gesamtverkehrs durch eine emissionsfreie Lieferkette, Bündelung in „White Label Mikrodepots“ und die anschließende Feinverteilung mit E-Lastenrädern;
  • Vernetzung zum Schutz verletzlicher Verkehrsteilnehmer: Vernetzung der verletzlichen Mikromobilität (z.B. Fuß-, Rad- und Scooterverkehr) mit anderen Verkehrsteilnehmern und der Infrastruktur - für Verkehrssicherheit und -effizienz. ;
  • Digitales Andreaskreuz: Erhöhung der Sicherheit sowie eine Reduktion von Emissionen durch eine digitale Vernetzung zwischen Verkehrsteilnehmer*innen mit der Infrastruktur an Bahnübergängen;
  • Dialogstrategie: Begleitende Kommunikation und Partizipation der einzelnen Teilprojekte sowie eine umfassende Integration der Bevölkerung in den Einsatz neuer Mobilitätstechnologien und Mobilitätsservices für eine Steigerung der Akzeptanz;
  • Servicedesign und Simulation: Gesamtheitliche Wirkungsanalyse über alle Teilmodule in Bezug auf Verkehr, Umwelt und Sicherheit, Hochrechnung lokaler Ergebnisse auf das Gesamtnetz,Prüfung auf Übertragbarkeit auf andere Regionen.