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Containerschiff auf offener See (Quelle: Fotolia/enanuchit)

Quelle: Fotolia/enanuchit

Um Leerfahrten einzusparen, bietet die Onlineplattform Visi-Match.com Transport- und Logistikunternehmen strategische Vernetzungsmöglichkeiten, um freiwerdende Im- und Exportcontainer direkt wieder zu beladen. Kosten und Umweltbelastungen können so reduziert werden.

Digitalisierung kann nützlich oder disruptiv sein. Die Nützliche beschleunigt bestehende Prozesse, macht sie effizienter und fügt neue und vorteilhafte Optionen für die Logistikwelt hinzu. Disruptive erkennt man daran, dass sie einen Keil treibt zwischen den Auftraggeber und die Logistikwelt. Visi-Match.com digitalisiert einen Prozess, der bislang über das massenhafte Versenden von Excel-Tabellen behelfsweise dargestellt wurde und dient damit vorteilhaft den Nutzern und macht sie wettbewerbsfähiger.

Ralf Niemeier, Gesellschafter VisiTrans GmbH

Bei einem Import trifft ein Container voll am Zielort ein und wird anschließend leer ins Depot zurückgefahren. Beim Export wird umgekehrt ein leerer Container zum Beladeort transportiert. Diese Transporte zu vernetzen, ist ein ewiges Ziel in der Logistikbranche. Es sollen sogenannte "Direktdreher" gefunden werden, um Leerfahrten und Einlagerungskosten zu sparen. Es gibt aber weder eine zentrale Datenverarbeitung, noch ein einheitliches Datenformat um Direktdreher zu erzeugen. Importeure schicken Listen in unterschiedlichsten Formaten an Exportabnehmer. Diese Listen veralten jedoch innerhalb von Stunden. Auf der Online-Plattform Visi-Match.com laden Importeure über eine Tabellenvorlage oder Schnittstelle Informationen hoch, wann und wo Container frei werden. Somit ist die Vernetzung der eigenen Im- und Exportabteilungen oder die mit komplementären Unternehmen direkt und kostengünstig möglich. Die Nutzer entscheiden dabei selbst mit wem sie ihre Daten teilen.

Gut zu wissen:

  • In Deutschland gibt es jährlich rund 15 Millionen Seefrachtcontainerbewegungen.
  • Visi-Match.com wurde 2015 als Hintergrundprogramm entwickelt, um vollautomatisch Matches in einem Dispositions-Programm herzustellen. Anfang 2018 wurde das Produkt mit einem eigenen Namen und Frontend ausgestattet und die Vermarktung im März gestartet.
  • Im Portal sind nur Unternehmen aus der Logistikbranche zugelassen. Die industriellen Auftraggeber der Transporte bekommen keinen Zugang zum Prozess.