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Smartphone im ÖPNV

Quelle: AdobeStock/ Maria_Savenko

Sinn² bedeutet für mich mehr Unabhängigkeit im ÖPNV.

Feedback eines Blinden, der die App seit Beginn der Testphase des Projekts einsetzt

Blinde und sehbehinderte Personen stehen vor besonderen Herausforderungen, sobald sie den ÖPNV nutzen wollen. Nicht selten fehlt eine barrierefreie Infrastruktur, die ihnen die Teilhabe unabhängig von der Unterstützung Dritter ermöglicht. Dabei ist die Gewährleistung einer gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben und die Ermöglichung einer selbstbestimmten Lebensführung ein wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel.

Mit dem Projekt „Sinn² – Die barrierefreie Zwei-Sinne-Fahrgastinformation“ wurde die Grundlage für eine landesweite, barrierefreie und echtzeitfähige Fahrgastinformation geschaffen. Die im Rahmen des Projekts entwickelte App berücksichtigt das sogenannte Zwei-Sinne-Prinzip, sodass mindestens zwei der drei Sinne Hören, Sehen und Tasten angesprochen werden. Insbesondere im ländlichen Raum ist eine derartig angelegte App von Bedeutung, da die dortigen ÖPNV-Angebote zunehmend flexibilisiert werden (zum Beispiel durch Rufbusse) und die Navigation über eingeübte Muster unter Umständen nicht mehr funktioniert.

Gut zu wissen

  • Die Erstellung der Sinn²-App erfolgte gemeinsam mit dem Institut für Eisenbahn- und Verkehrswesen der Universität Stuttgart sowie dem Institut für angewandte Sozialwissenschaften des Zentrums für kooperative Forschung der DHBW Stuttgart als sozialwissenschaftlichem Partner.
  • Das Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg förderte das Projekt im Rahmen des Förderschwerpunktes „Nachhaltig mobil: Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis“.
  • Neben blinden und sehbehinderten Personen zielt die Benutzeroberfläche der App auch auf Personen ab, die den Umgang mit Apps weniger gewohnt sind (zum Beispiel Senioren). Auch diese profitieren von der einfachen Struktur der App.