Alle aktuellen Artikel Alle aktuellen Artikel
Symbolbild: Update Förderung Computerspiele

Quelle: BMVI

Bundesminister Scheuer:

Wir haben im Koalitionsvertrag vereinbart, die Games-Branche zu fördern. Dazu stehen wir! Die Förderung des Bundes ist im April gestartet. Diese Projekte werden bewilligt und umgesetzt. Deutschland braucht die Innovationskraft der Games-Branche! Auch die großvolumige Produktionsförderung wird wie versprochen vorangetrieben. Die Resonanz ist riesig und zeigt, wie überfällig das war. Über weitere Mittel für das Jahr 2020 entscheidet der Deutsche Bundestag im Herbst. Unser Ministerium setzt sich weiterhin stark dafür ein, dass die Förderung auch langfristig fortgeführt wird. Dafür fighten wir in der Bundesregierung und im Bundestag.

Die Computerspielebranche ist eine global stark wachsende Branche. Deutschland ist der größte Markt in Europa und der fünftgrößte Markt weltweit. Als Teil der digitalen Kreativbranche weist die Computerspieleentwicklung eine hohe Innovationskraft auf. Neben technischen Innovationen (z.B. in den Bereichen Grafikverarbeitung, 3D-Modellierung, Virtual Reality) und kulturellen Neuerungen sind auch Prozess- und wirtschaftliche Innovationen zu beobachten. Auch andere Wirtschaftsbereiche (wie Filmwirtschaft, Architektur- und Baubranche, Mobilität, Bildung, Gesundheit und Pflege) profitieren von den technischen Innovationen und dem Know-how der Branche.

Trotz steigender Gesamtumsätze der Branche schrumpft jedoch der Marktanteil deutscher Unternehmen. Ebenso ist auch die absolute Anzahl der in Deutschland in der Branche beschäftigten Personen rückläufig bzw. stagnierend. Als einer der Hauptgründe werden die im internationalen Vergleich hohen Produktionskosten für Computerspiele in Deutschland angesehen.

Im Koalitionsvertrag von Februar 2018 haben CDU/CSU und SPD vereinbart, eine Computerspieleförderung auf Bundesebene einzuführen. Der Entwicklerstandort Deutschland soll damit gestärkt und international wettbewerbsfähig gemacht werden. Mit dem Bundeshaushalt 2019 wurden dafür 50 Millionen Euro bereitgestellt.

Fördermöglichkeiten

Bei der Umsetzung der Computerspieleförderung des Bundes verfolgt das BMVI eine breit angelegte Konzeption. Die Produktionsförderung für Computerspiele wird daher auch mit bestehenden Innovationsinitiativen im Bereich der Mobilität 4.0 verknüpft (siehe www.mfund.de).

Die Produktionsförderung des BMVI für Computerspiele umfasst zwei Stufen. Zunächst startet eine Pilotphase für kleinere Vorhaben bis 200.000 Euro Förderung und anschließend die Produktionsförderung mit größeren Beträgen.

Die Förderrichtlinie zur Produktionsförderung mit größeren Beträgen in der zweiten Stufe wird derzeit innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Anschließend erfolgt eine Notifizierung durch die EU-Kommission.

Die Förderung erfolgt auf dem Wege der Anteilsfinanzierung als nicht rückzahlbarer Zuschuss und richtet sich an Unternehmen mit Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.

De-minimis-Beihilfe zur Computerspieleförderung 2019

Die De-minimis Beihilfe für Förderbeträge bis zu 200.000 Euro dient als Lückenschluss bis zum Start der EU-notifizierten Computerspieleförderung per Kulturtest.

Mit der De-minimis-Beihilfe wollen wir insbesondere Start-ups/KMUs der Branche unterstützen. Diese können einen Bonus von bis zu 20 % zur Standardförderquote von maximal 50 % erhalten. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur De-minimis-Beihilfe.

Am 18.04.2019 haben wir die Förderrichtlinie und den Förderaufruf veröffentlicht. Die Einreichungsfrist endete am 30.08.2019. Eine Einreichung im Rahmen der De-minimis-Beihilfe ist derzeit nicht möglich.

Im Oktober 2019 sind die ersten Projekte der De-minimis Beihilfe gestartet. Eine Übersicht über die Projekte finden Sie hier.

Großvolumige Produktionsförderung auf Basis eines Kulturtests

Diese Förderrichtlinie stellt den Schwerpunkt der Computerspieleförderung des Bundes dar. Gegenwärtig erfolgen die inhaltliche Abstimmung und die Einleitung des Notifizierungsprozesses durch die Europäische Kommission. Nach den Vorgaben der Europäischen Kommission muss ein Computerspiel einen Kulturtest bezüglich des Spielinhalts und des kulturellen Hintergrunds als Fördervoraussetzung bestehen.

Mit dem Inkrafttreten rechnen wir im Herbst 2019. Details zu den Förderbedingungen, dem Antragsverfahren und den notwendigen Unterlagen werden hier bekannt gegeben.

Fragen und Kontakt

Das BMVI-Referat DG 21 (Open Data, Modernitätsfonds) steht Ihnen für organisatorische, fachliche und betriebswirtschaftliche Fragen gerne zur Verfügung.

E-Mail: games@bmvi.bund.de

Presseanfragen senden Sie bitte an presse@bmvi.bund.de.

Anmeldung zum Informationsverteiler

Wenn Sie über Neuigkeiten zur BMVI Computerspieleförderung sowie zukünftige Veranstaltungen informiert werden wollen, melden Sie sich bitte hier an.