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Die Computerspielebranche ist eine global stark wachsende Branche. Deutschland ist der größte Markt in Europa und der fünftgrößte Markt weltweit. Als Teil der digitalen Kreativbranche weist die Computerspieleentwicklung eine hohe Innovationskraft auf. Neben technischen Innovationen (z.B. in den Bereichen Grafikverarbeitung, 3D-Modellierung, Virtual Reality) und kulturellen Neuerungen sind auch Prozess- und wirtschaftliche Innovationen zu beobachten. Auch andere Wirtschaftsbereiche (wie Filmwirtschaft, Architektur- und Baubranche, Mobilität, Bildung, Gesundheit und Pflege) profitieren von den technischen Innovationen und dem Know-how der Branche.

Trotz steigender Gesamtumsätze der Branche schrumpft jedoch der Marktanteil deutscher Unternehmen. Ebenso ist auch die absolute Anzahl der in Deutschland in der Branche beschäftigten Personen leicht rückläufig bzw. stagnierend. Als einer der Hauptgründe werden die im internationalen Vergleich hohen Produktionskosten für Computerspiele in Deutschland angesehen.

Im Koalitionsvertrag von Februar 2018 haben CDU/CSU und SPD vereinbart, eine Computerspieleförderung auf Bundesebene einzuführen. Der Entwicklerstandort Deutschland soll damit gestärkt und international wettbewerbsfähig gemacht werden. Mit dem Bundeshaushalt 2019 wurden dafür 50 Millionen Euro bereitgestellt.

Bundesminister Scheuer:

Wir haben gute Nachrichten für die Computerspielbranche! Ab sofort fördert die Bundesregierung die Entwicklung von Computerspielen. Damit wollen wir den Entwicklerstandort Deutschland stärken und international wettbewerbsfähig machen. Insgesamt 50 Millionen Euro stellt mein Ministerium dafür zur Verfügung. Wir gehen in zwei Stufen vor: Wir starten direkt mit einer Pilotphase für kleinere Vorhaben bis 200.000 Euro Förderung. Für die Produktionsförderung mit größeren Beträgen geht es nach dem Abschluss der EU-Notifizierung in einigen Monaten in die Vollen. Für beide Förderstufen erfolgt in den nächsten Tagen ein Förder- bzw. Interessenbekundungsaufruf. Wir freuen uns auf eine rege Resonanz der Computerspielgemeinde.

Fördermöglichkeiten

Bei der Umsetzung der Computerspieleförderung des Bundes verfolgt das BMVI eine breit angelegte Konzeption. Die unmittelbare Produktionsförderung wird auch mit bestehenden Innovationsinitiativen im Bereich der Mobilität 4.0 verknüpft (siehe www.mfund.de).

Die Förderung erfolgt auf dem Wege der Anteilsfinanzierung als nicht rückzahlbarer Zuschuss und richtet sich an Unternehmen mit Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.

Die Produktionsförderung des BMVI für Computerspiele umfasst zwei Stufen. Zunächst startet eine Pilotphase für kleinere Vorhaben bis 200.000 Euro Förderung und anschließend die Produktionsförderung mit größeren Beträgen.

Die Förderrichtlinie zur Produktionsförderung in Stufe 2 wird derzeit innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Anschließend erfolgt eine Notifizierung durch die EU-Kommission.

De-minimis-Beihilfe zur Computerspieleförderung 2019

Die De-minimis Beihilfe fungiert als Lückenschluss bis zum Start der EU-notifizierten Computerspieleförderung per Kulturtest.

Mit der De-minimis-Beihilfe wollen wir insbesondere Start-ups/KMUs der Branche unterstützen. Diese können einen Bonus von bis zu 20 % zur Standardförderquote von maximal 50 % erhalten.

Großvolumige Produktionsförderung auf Basis eines Kulturtests

Diese Förderrichtlinie stellt den Schwerpunkt der Computerspieleförderung des Bundes dar. Gegenwärtig erfolgen die inhaltliche Abstimmung und die Einleitung des Notifizierungsprozesses durch die Europäische Kommission. Nach den Vorgaben der Europäischen Kommission muss ein Computerspiel einen Kulturtest bezüglich des Spielinhalts und des kulturellen Hintergrunds als Fördervoraussetzung bestehen.

Mit dem Inkrafttreten rechnen wir im Herbst 2019. Details zu den Förderbedingungen, dem Antragsverfahren und den notwendigen Unterlagen werden hier bekannt gegeben.

Interessenbekundung

Parallel zu einer Skizzeneinreichung für die De-minimis-Beihilfe, können Sie uns vorab unverbindlich Ihre konkreten Ideen für die großvolumige Produktionsförderung mitteilen, vor allem in welchem Umfang und welcher Laufzeit Förderanträge angedacht sind. So erhalten wir frühzeitig ein vorläufiges Bild der Nachfrage und können Sie bei Bedarf gerne beraten.

Fragen und Kontakt

Das BMVI-Referat DG 21 (Open Data, Modernitätsfonds) steht Ihnen für organisatorische, fachliche und betriebswirtschaftliche Fragen gerne zur Verfügung.

E-Mail: games@bmvi.bund.de

Anmeldung zum Informationsverteiler

Wenn sie über Neuigkeiten zur BMVI Computerspieleförderung sowie zukünftige Veranstaltungen informiert werden wollen, melden Sie sich bitte hier an.