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Die De-minimis-Beihilfe auf einen Blick:

  • Förderung für die Entwicklung von Prototypen und Produktionen von Computerspielen
  • Zuschuss bis zu maximal 200.000 EUR
  • Förderquote von maximal 50 %
  • Start-ups und kleine Unternehmen können einen Bonus von 20 %, mittlere Unternehmen einen Bonus von 10 % erhalten
  • Einreichungen sind ab dem 03.06.2019 bis zum 30.08.2019 möglich

Was ist eine De-minimis-Beihilfe?

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De-minimis-Beihilfen sind Subventionen, die unterhalb einer bestimmten Bagatellgrenze liegen und somit nicht bei der Europäischen Kommission angemeldet und von ihr genehmigt werden müssen. Die ausgereichten Beihilfen dürfen innerhalb des laufenden und der letzten zwei Kalenderjahre den Subventionswert von derzeit insgesamt 200.000 EUR (100.000 EUR im Straßentransportsektor, 15.000 EUR innerhalb von drei Jahren im Agrarsektor) nicht übersteigen. Unternehmen müssen während der Antragsphase transparent darlegen, dass sie diese Fördergrenze nicht überschreiten.

Wer wird gefördert?

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Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die digitale Spiele entwickeln und über einen vollzogenen Eintrag im Handelsregister verfügen. Der Sitz, eine Betriebsstätte oder eine Niederlassung des antragstellenden Unternehmens muss in der Bundesrepublik Deutschland liegen und ist während der gesamten Projektlaufzeit (spätestens mit der ersten Auszahlung und mindestens bis zur letzten Schlusszahlung) Voraussetzung für die Förderung.

Grundsätzlich ist auch die Förderung von Verbundprojekten mit ausländischen Partnern möglich (assoziiert). Der ausländische Partner hat seine Aufwendungen ohne Bundeszuwendung zu finanzieren.

Nicht antragsberechtigt sind:
Privatpersonen, projektbezogene Gründungen, Unternehmen ohne vollzogene Gründung, gewerbliche Firmen ohne nachweisbaren Umsatz und Gesellschaften bürgerlichen Rechts.

Was kann gefördert werden?

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Für die Entwicklung von Prototypen und Produktionen digitaler interaktiver Spiele gelten folgende Bestimmungen bezüglich der Förderfähigkeit.
Förderfähig sind nur diejenigen Kosten bzw. Ausgaben (nachfolgend wird nur der Begriff Kosten verwendet), die unmittelbar mit dem Projekt in Zusammenhang stehen bzw. speziell für das Projekt benötigt werden. Dazu zählen:

  1. Personalkosten, die bei der Umsetzung der Vorhaben entstehen,
  2. Kosten für die Vergabe an Subunternehmer in Höhe von maximal 50 % der eigenen Personalkosten,
  3. Kosten für Hard- und Software, die für das Projekt angeschafft wurden und nicht zur normalen Studioausstattung gehören,
  4. Projektbezogene Kosten des Entwicklungsstudios (z. B. Mietkosten, Rechtsanwalt, QA, Server-Kosten),
  5. Kosten für ein produktionsbezogenes Marketing des Produzenten inklusive Tests vor der Markteinführung. Diese Kosten dürfen maximal 15 % der Gesamtkosten betragen.
  6. Kosten für Namensrechte und Lizenzen,
  7. Bei der Prototypenerstellung zusätzlich: Kosten für die Erstellung des Publisher-Pitches.

Nicht förderfähig sind:

  1. Kosten, die in das Ausgabengebiet des Publishers gehören, wie z. B. Marketing/PR, Publisher-QA usw.),
  2. Kosten für Umfirmierung/Gründung oder Standortverlegung,
  3. Kosten, die vor oder bzw. durch die Antragstellung entstehen.

Wie wird gefördert, in welcher Höhe und mit welcher Förderquote?

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Die Förderung erfolgt auf dem Weg der Anteilsfinanzierung als nicht rückzahlbarer Zuschuss.
Die maximale Förderung liegt nach den De-minimis Bestimmungen bei maximal 200.000 EUR. Der gewährte Zuschuss beträgt maximal 50 % der förderfähigen Projektkosten.
Zusätzlich können Start-ups und kleine Unternehmen einen Bonus von bis zu 20 %, mittlere Unternehmen einen Bonus von bis zu 10 % erhalten.

Welche Bedingungen gelten für die Förderung?

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Die Umsetzung eines Projekts darf zum Zeitpunkt der Antragsstellung noch nicht begonnen haben.
Unternehmen müssen Ihre Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung nachweisen und im Antrag transparent darlegen, dass sie diese Fördergrenze nicht überschreiten werden.
Weitere Voraussetzungen der Förderung finden sich in der De-minmis Förderrichtlinie.

Wie verläuft die Antragstellung?

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Für alle Projekte kommt ein zweistufiges Verfahren zur Anwendung.
Im ersten Schritt reichen Sie bitte eine Projektskizze ein, in der Sie das geplante Projekt nachvollziehbar darstellen. Formulieren Sie alle wesentlichen Punkte kurz, verständlich und auf Deutsch mit einem Umfang von bis zu 15 Seiten auf Basis der Gliederungsvorgabe für Projektskizzen.

Wichtig: Skizzen reichen Sie ab bitte ab dem Stichtag nur über das elektronische Antrags- und Angebotssystem des Bundes easy-online ein. Sie erhalten eine elektronische Eingangsbestätigung. Ein postalisches Nachsenden der eingereichten Skizzen an das BMVI ist nicht erforderlich.

Im anschließenden Prüfverfahren werden unmittelbar Skizzen berücksichtigt, die vollständig vorliegen. Formal korrekte Projektskizzen werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Maßgeblich ist das Datum der Einreichung über easy-Online. Projektskizzen mit formalen oder inhaltlichen Defiziten können im weiteren Verlauf nachgebessert werden. Hierzu wird der Fördergeber in den Dialog mit den Einreichenden treten.

Bewertungsgrundlagen im Auswahlverfahren sind:

  • der Beitrag des geplanten Projekts zur Erreichung der Ziele der Förderrichtlinie
  • die zu erwartenden ökonomischen Effekte,
  • die Machbarkeit,
  • der Förderbedarf und Alleinstellungsmerkmale,
  • die Expertise des Fördernehmers.

Im zweiten Verfahrensschritt ist von den Antragstellern der positiv bewerteten Projektskizzen ein förmlicher Förderantrag vorzulegen. Im förmlichen Förderantrag muss die Vorkalkulation bzw. der Finanzierungsplan detaillierter aufgeschlüsselt und mit fachlichen Ausführungen in der Vorhabenbeschreibung erläutert. Ein wichtiger Bestandteil dieses Verfahrens ist die Prüfung der Bonität der Antragsteller sowie die Prüfung der Eigenanteilsfinanzierung.

Detailinformationen (Förderrichtlinie und Förderaufruf)

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Detaillierte Informationen finden Sie in der Förderrichtlinie „De-minimis-Beihilfe zur Computerspieleentwicklung des Bundes“ und dem Förderaufruf zur De-minimis-Förderung.

Hilfe bei Fragen

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Das Referat DG 21 steht Ihnen für organisatorische, fachliche und betriebswirtschaftliche Fragen gerne kostenfrei zur Verfügung, auch für ein erstes unverbindliches Feedback zu Ihren Ideen/Entwürfen: E-Mail: games@bmvi.bund.de

Viel Erfolg bei der Bewerbung!