Alle aktuellen Artikel Alle aktuellen Artikel

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert mit rund 7 Millionen Euro ein digitales Testfeld Luftfracht. Ziel ist es, die Luftfrachttransportkette durch eine bessere Vernetzung zwischen den Akteuren und Behörden und durch die digitale Unterstützung einzelner Prozessabschnitte effizienter zu gestalten. Das Besondere: Unterschiedliche Projektpartner aus Industrie und Wissenschaft bringen übergreifende Sichtweisen und Anforderungen der Luftfracht zusammen und entwickeln gemeinsam akzeptierte Digitalisierungslösungen, die neutral und standortübergreifend einsetzbar sind. Die Ergebnisse des digitalen Testfeldes werden transparent aufbereitet und der gesamten Branche weitestgehend als Open Source Lösungen zur Verfügung gestellt werden. Das digitale Testfeld Luftfracht ist eine Maßnahme im Innovationsprogramm Logistik 2030.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Wir wollen die Luftfracht digitaler und effizienter machen. Das gelingt uns nur, wenn die vorhandenen Kapazitäten besser genutzt und die Prozesse optimiert werden. Deshalb erarbeiten wir an den deutschen Flughafenstandorten digitale Lösungen, die die Luftfracht beschleunigen und somit auch die Emissionen von Luftfracht reduzieren können. Alle wichtigen Standorte in Deutschland arbeiten erstmals gemeinsam daran, den Luftfrachtstandort Deutschland zu stärken: München, Frankfurt, Leipzig und Köln! Die Luftfrachtbranche ist durch einen starken Wettbewerb gekennzeichnet. Bei diesem Projekt bringen wir alle Beteiligten zusammen und stellen so den deutschen Standort zukunftsfähig für den internationalen Wettbewerb auf.

Insgesamt umfasst das DTAC drei Themenfelder in 6 Teilprojekten:

  1. Standardisierter Datenaustausch zwischen allen Akteuren der Luftfrachttransportkette. Der neutrale, standortunabhängige Forschungsansatz, sowie die Verknüpfung hilft Branchenstandards mit Schnittstellen auch zu Behörden (ONE Record, eFTI) schneller umzusetzen, in der Praxis zu etablieren und den Beteiligten zugänglich zu machen.
  2. Demonstration von Automatisierung und Autonomisierung in dispositiven Handling- und Transportprozessen der Luftfracht
  3. Entwicklung und Erprobung von KI-gestützter Optimierungs- und Prognoseanwendungen, die die Effizienz der Prozesse erhöhen.

Allgemeine Projektziele:

  • Aufbau und Entwicklung einer effektiveren vernetzten Verkehrsinfrastruktur, die auch zur Reduzierung von Emissionen in der Luftfrachttransportkette beiträgt
  • Stärkung der deutschen Luftfrachtstandorte im internationalen Wettbewerbsumfeld durch eine Vorreiterrolle in der Entwicklung von digitalen Luftfrachtstandards
  • Effizientere Nutzung von Ressourcen wie Transportmittel, Flächen und Geräten
  • Frühzeitiges Erkennen von Problemlagen und Engpässen durch eine verbesserte Datenlage
  • Einsparung fossiler Kraftstoffe durch effizientere Verkehre und kürzere Wartezeiten

Folgende Projektpartner werden gefördert:

  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide
  • Cargogate Munich Airport GmbH
  • Mitteldeutsche Flughafen AG
  • Sovereign Speed GmbH
  • Schenker Deutschland AG
  • Lufthansa Cargo AG
  • CHI Deutschland Cargo Handling GmbH
  • Flughafen Köln/Bonn GmbH