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Games - Made in Germany

Quelle: BMVI

Bundesminister Andreas Scheuer:

Wir haben im engen Austausch mit der Branche den Games-Standort Deutschland analysiert und daraus bundespolitisch relevante Handlungsfelder, die weit über die finanzielle Förderung hinausgehen, abgeleitet. Die Strategie bildet die Grundlage für einen fortlaufenden Dialog mit allen relevanten Akteuren in der Bundesregierung, den Ländern, der Wirtschaft, der Kultur und der Wissenschaft. Gemeinsam stellen wir uns der Herausforderung, den Games-Standortes Deutschland weiterzuentwickeln und als Leitmarkt im internationalen Wettbewerb zu etablieren.

Die Computerspieleindustrie ist eine Wachstumsbranche, die sich als relevanter Wirtschaftsfaktor etabliert hat und einen Pool für hochqualifizierte Arbeitskräfte im Digitalsektor bildet. Sie ist eine digitale Kreativbranche, deren Innovationen Eingang in andere Wirtschaftsbereiche finden. Davon unbenommen steht die Computerspielebranche vor Herausforderungen. Trotz steigender Gesamtumsätze gehen nur knapp 5 % der in Deutschland mit digitalen Spielen erwirtschafteten Umsätze an deutsche Unternehmen – dieser Anteil war lange Zeit rückläufig und stagniert seit einigen Jahren.

Damit die Computerspielebranche den Herausforderungen nicht alleine begegnen muss, hat die Bundesregierung zwei unterstützende Instrumente eingeführt: Den Deutschen Computerspielpreis (DCP), der gemeinsam mit dem Verband der Wirtschaft (game) seit 2009 vergeben wird und die 2019 eingeführte Computerspieleförderung.

Auch wenn die finanzielle Förderung der Branche auf absehbare Zeit der wesentliche Beitrag der Unterstützung sein wird, kann sie nicht die alleinige Antwort auf die vorhandenen strukturellen Herausforderungen sein. In einem ersten Schritt hat das BMVI in diesem Jahr das Themenfeld Computerspiele thematisch neu ausgerichtet und die dafür notwendigen organisatorischen Strukturen geschaffen. Ziel der Neuausrichtung ist es, „Games in Deutschland“ ganzheitlich zu denken, über die finanzielle Förderung hinaus.

In einem zweiten Schritt wollen wir die Leitplanken für eine holistische Games-Politik festlegen. Diesem Zweck dient die vorliegende Games-Strategie, in der übergeordnete und bundespolitisch relevante Handlungsfelder definiert werden. Stärken gilt es herauszustellen, Schwächen zu identifizieren und auf strategischer Ebene Leitlinien zur Abhilfe zu bestimmen. Unser übergeordnetes Ziel ist es, die Weiterentwicklung des Games-Standortes Deutschland voranzutreiben und uns als Leitmarkt im internationalen Wettbewerb zu etablieren.

Um die inhaltlichen Schwerpunkte dieser Strategie auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Branche auszurichten, ist die Perspektive der relevanten Stakeholder aus den unterschiedlichen Bereichen des Sektors eingeflossen. Ebenfalls berücksichtigt wurden die Rückmeldungen aus einer öffentlichen Konsultation.

Wir werden den im Rahmen dieser Strategie begonnen Dialog mit den relevanten Akteuren – Games-Branche, Bundesressorts und Länder – fortsetzen. Gemeinsam mit diesen Akteuren wollen wir die auf einem Strategielevel befindlichen Ziele in konkrete Maßnahmen überführen. Die Games-Strategie soll die Keimzelle dafür sein, Deutschland als Leitmarkt für Games zu etablieren. Sie steht damit am Anfang eines fortlaufenden Prozesses, der letztlich in konkrete Aktionen und ihre Umsetzung münden muss.

Unser gemeinsames Ziel: Die deutsche Games-Branche bestmöglich unterstützen und die Potenziale der digitalen Spielekultur gesamtgesellschaftlich nutzen!