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Projektillustration: Sirene (Quelle: pixabay.com, fsHH)

Quelle: pixabay.com, fsHH

Projektbeschreibung

Bei Fahrten von Feuerwehr und Rettungsdiensten zum Einsatzort sorgen rote Ampeln an Kreuzungen nicht nur für Verzögerung, sondern stellen zudem ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko dar. Dichter Verkehr sowie das Fehlen von optimierten Navigationslösungen für Einsatzfahrzeuge führen zu weiteren Verzögerungen.

Das Ziel des Projekts SIRENE war, Blaulichtfahrten in urbanen Gebieten zu beschleunigen, indem sich Einsatzfahrzeuge an Ampeln anmelden konnten, um rechtzeitig grünes Licht zu bekommen und somit schnell und sicher Ampelkreuzungen zu überqueren. Eine Fahrzeugnavigation unter Berücksichtigung von Sonderrechten ermöglichte darüber hinaus das Fahren auf einer optimalen Route.

Ergebnisse und Wirkungen

Im Projekt wurde ein technisches System konzipiert, in Braunschweig implementiert und abschließend evaluiert, das durch folgende Schritte Einsatzfahrten beschleunigen konnte:

  1. Berechnung der Route zwischen dem aktuellen Standort eines Einsatzfahrzeugs und dem Einsatzort
  2. Anmelden der Einsatzfahrzeuge an dafür ausgerüsteten und auf der Route befindlichen Lichtsignalanlagen (LSA)

Die Einsatzfahrzeuge wurden über Funk sowohl über eine zentrale (mittels LTE) als auch eine dezentrale Methode (mittels ETSI-G5) mit der Infrastruktur vernetzt. Es wurde aufgezeigt, dass beide Wege der Bevorrechtigung funktionieren und eine tatsächliche Verkürzung von Einsatzzeiten erreicht werden kann.

Die Übertragung dieses Konzeptes auf weitere Städte bietet große gesellschaftliche und wirtschaftliche Potenziale durch die rechtzeitigere Rettung von Menschenleben und Sachgütern. Im Rahmen des Forschungsprojekts „5G-Reallabor“ soll das Konzept von SIRENE unter Nutzung der 5G-Technologie in der Stadt Wolfsburg erprobt und umgesetzt werden.

Verbundkoordinator/

Zuwendungsempfänger

Institut für Automation und Kommunikation e.V. (ifak), Magdeburg
Projektvolumen

2.837.142 €

(davon 70,35 % Förderanteil durch BMVI)

Projektlaufzeit01.09.17 – 30.04.21
Projektpartner
  • AFUSOFT Kommunikationstechnik GmbH, Königsbach-Stein
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Berlin
  • GEVAS software Systementwicklung und Verkehrsinformatik GmbH, München
  • PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe
  • Stadt Braunschweig, Fachbereich Feuerwehr, Braunschweig
AnsprechpartnerJoachim Schade
Werner-Heisenberg-Straße 1
39106 Magdeburg
+49 391 9901-450
joachim.schade@ifak.eu