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Projektillustration zum Projekt Bürgeridentität

Quelle: Bundesdruckerei GmbH

Problemstellung

Bisher werden die Identitätsdaten von Bürgern und Bürgerinnen für Online-Dienstleistungen von großen Anbietern wie Banken, Google, Facebook erhoben und in Datensilos zentral gespeichert. Dieses Vorgehen ist anfällig für Angriffe und Missbrauch. Die Bürger und Bürgerinnen müssen ihre Identität für jeden Anbieter neu abgeben und prüfen lassen, z. B. mit Postident für Bankkonto und Mobilfunkprovider. Werden die Daten nicht DSGVO-konform gespeichert oder unzureichend gesichert, können unbefugte Dritte Zugang zu den personenbezogenen Daten erhalten.

Projektziel

Im Projekt soll eine mobile Bürgeridentität auf Basis einer Blockchain für vier Anwendungsfälle im Mobilitätsbereich erstellt werden. Diese Identität ist selbstverwaltet, dezentral und herstellerunabhängig. Sie basiert auf dem internationalen Standard Decentralized Identifiers (DID) und ist damit eine „Self Sovereign Identity“. Die Identitätsdaten und deren Verwaltung liegen vollständig bei den Bürgern und Bürgerinnen (z. B. im Smartphone) und bei keiner zentralen Institution. Damit werden Probleme mit der DSGVO-Konformität vermieden, die bei zentraler Speicherung personenbezogener Daten auftreten.

Durchführung

Der Verfahrensansatz beruht auf einer Handy-Applikation, welche die Identitätsdaten speichert. Zudem werden Prozesse definiert, welche die Identitätsdaten bestätigen (z.B. Name: Bestätigung durch eID, PostIdent oder Amt). Dazu werden Services entwickelt, die diese Identitätsdaten nutzen, wie Carsharing für KYC (Know your costumer) oder die Stadtverwaltung zum Ausstellen von Anwohnerparkausweisen. Es sollen somit nur solche Daten abgerufen werden, welche für genau den Anwendungsfall zwingend notwendig sind. Die Bürger und Bürgerinnen hinterlegen dabei selbst ihre Daten, verwalten diese und bestimmen welche Dienste sie nutzen oder wer Zugriff auf die Daten erhält. Die technische Lösung basiert auf einer Blockchain und auf Datenbanken, die die Zusammenarbeit der Komponenten ermöglichen.


Zuwendungsempfänger

Bundesdruckerei GmbH, Berlin

  • FKZ: VB18F1017A
Projektvolumen180.559
(davon 50 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit02/2019 – 08/2019
Ansprechpartner

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Stefan Kaufhold
Referat DG 21
Tel.: 030 18300-6211
E-Mail: Stefan.Kaufhold@bmvi.bund.de