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Projektillustration: DiMaRB

Quelle: albert.ing GmbH

Problemstellung

Die Instandhaltung von Brückenbauwerken im Straßen- und Eisenbahnverkehrsbereich ist derzeit von einem reaktiven, problemorientierten Vorgehen gekennzeichnet. Erst wenn der Bauwerksbetreiber im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Inspektionen oder infolge einer Begehung oder Nachrechnung eine Unzulänglichkeit an einem seiner Bauwerke feststellt, erfolgt die Planung einer Instandsetzungsmaßnahme. Wegen des dann meist fortgeschrittenen Schädigungszustands sind diese Maßnahmen in der Regel teuer, in vielen Fällen ist sogar ein kompletter Ersatzneubau erforderlich. Eine präventive, langzeitliche Überwachung, wie sie in vielen anderen industriellen Bereichen bereits etabliert ist, ermöglicht eine Senkung der Wartungs- und Instandhaltungskosten und führt zu einer Steigerung der Betriebs- und Ausfallsicherheit.

Projektziel

In dem Projekt DiMaRB soll ein digitales, präventives Instandhaltungskonzept für Eisenbahnbrücken entwickelt werden, welches auf der Nutzung von Structural Health Monitoring (SHM) und der gesamten Datenintegration in einem digitalen Bauwerksmodell unter Anwendung der BIM-Methode basiert. Hierfür wird die Plattform shBIM geschaffen, auf der die Ergebnisse und Informationen des Monitoringsystems universell einsehbar und nutzerspezifisch darstellbar sind.

Durchführung

In dem Forschungsprojekt erforschen die unmittelbar beteiligten Interessengruppen (Anlagenverantwortliche, Bauwerksprüfer, BIM-Planer/Anwender und Monitoringspezialisten) die notwendigen Methoden und Prozesse für ein Grundkonzept einer digital unterstützen Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur in Deutschland. Der methodische Ansatz ist hierbei die intelligente Verknüpfung von Inspektions- und Monitoringdaten mit digitalen Bauwerksmodellen (shBIM). Die Instandhaltungskonzepte und -methoden werden anhand von Monitoringdaten bestehender Brückenbauwerke entwickelt und erprobt. Das Konzept zur digitalen Instandhaltung von Eisenbahnbrücken wird abschließend an realen Brückenbauwerken des Eisenbahnhochgeschwindigkeitsverkehrs demonstriert.

Verbundkoordinator

Leibniz Universität Hannover

  • FKZ: 19F2075A
Projektvolumen2.068.422
(davon 74 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit09/2018 - 08/2021
Projektpartner

MKP GmbH, Weimar

  • FKZ: 19F2075B

albert.ing GmbH, Frankfurt am Main

  • FKZ: 19F2075C

DB Netz AG, Frankfurt am Main

  • FKZ: 19F2075D

Eisenbahn-Bundesamt, Bonn

  • FKZ: 19F2075E
AnsprechpartnerTÜV Rheinland Consulting GmbH
Christian Jung
Tel.: 0221 806 - 4253
E-Mail: christian.jung@de.tuv.com