Alle mFUND Projekte Alle mFUND Projekte
Projektillustration First
Windwurf nach dem Sturmtief Herwart

Quelle: Kai Jütte/LFOA MV

Projektbeschreibung

Bereits seit den 90er-Jahren verzeichnet die Forstwirtschaft zunehmende wirtschaftliche Schäden durch häufigere Stürme mit hohen Windgeschwindigkeiten. Da ähnliche extreme Wetterlagen vor dem Hintergrund des Klimawandels zunehmend zu erwarten sind, benötigt die Forstverwaltung eine schnelle und effiziente Methodik um diese zusätzlich erforderlichen Monitoring- und Management-Aufgaben bewältigen zu können. Diese umfassen neben der unmittelbaren Gefahren- und Störungsbeseitigung auch strategische Planungen zur Vorbeugung gegenüber einem weiteren Wertverfall des Holzes und Folgeschäden durch Schädlinge

Ergebnisse und Wirkung

Die Verwendung von Vorher-Nachher-Oberflächen-Modellen zur Erstellung von Windwurf-Referenzflächen für eine großflächige satellitenbild-basierte Veränderungsanalyse hat sich mit einer Erkennungsquote von 90 % als geeigneter erwiesen, als Luftbildinterpretationen oder zeitaufwändige und riskante terrestrische Kartierungen – selbst bei Verwendung unterschiedlicher Kamerasysteme.
Aufgrund der sehr kleinflächigen Windwürfe des untersuchten Herbststurms hatten alle getesteten Satellitendaten (PlanetScope- sowie Sentinel-1 und -2-Daten) in der großflächigeren Veränderungsanalyse nur mittelmäßige Erkennungsraten. Durch eine sehr rechenintensive radiometrische Normalisierung der PlanetScope-Daten konnte eine Verbesserung von ca. 10 % gegenüber den nicht normalisierten PlanetScope-Daten erzielt werden. Die Implementierung einer Prozesskette in den Verwaltungsablauf mittels CODE-DE birgt ein großes Potential zur automatisierten und vereinfachten Analyse des Schadens in Folge eines Sturms, was zudem zu einer Minimierung von Bearbeitungsfehlern sowie einer erhöhten Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Sturmereignissen führen würde. In einem beantragten Folgeprojekt soll auf den gewonnenen Erkenntnissen sowie den angewandten Methoden aufgebaut und das Anwendungsfeld erweitert werden.


Verbundkoordinator

Technische Universität Berlin,
Fachgebiet Geoinformation in der Umweltplanung

  • FKZ: VB18F1004A
Projektvolumen96.805
(davon 90 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit01/2019 – 12/2019
Projektpartner

Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin

  • FKZ: VB18F1004B


LiveEO, Berlin

  • FKZ: VB18F1004C
AnsprechpartnerTechnische Universität Berlin
Fachgebiet Geoinformation in der Umweltplanung
Prof. Dr. Birgit Kleinschmit
Tel.: +49 (0)30 314 - 73 29 0
E-Mail: birgit.kleinschmit@tu-berlin