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Projektillustration: FloWKar (Quelle: AUDI AG)

Quelle: FloWKar (Quelle: AUDI AG)

Projektbeschreibung

Um den Anforderungen des autonomen Fahrens gerecht zu werden, muss die räumliche und zeitliche Auflösung der Wetterbeobachtung erhöht werden. Die dazu nötige neu zu errichtende Infrastruktur lässt sich jedoch nicht immer wirtschaftlich umsetzen.

Aktuelle Fahrzeugmodelle besitzen eine umfangreiche Umweltsensorik, wie beispielsweise Regen-, Licht- und Temperatursensoren. Mit dem Projekt „Flotten-Wetter-Karte“ wurde der Ansatz untersucht, die Auflösung der Wetterbeobachtung nicht durch die Errichtung neuer Infrastruktur, sondern durch den Einbezug von Fahrzeug-Umweltdaten zu erhöhen.

Mittels Simulationen, Laborexperimenten sowie Realfahrten wurde untersucht, ob und in wieweit diese Umweltdaten aus Fahrzeugen dazu geeignet sind, in die Wetterbeobachtung einzufließen und somit die räumliche und zeitliche Auflösung der Beobachtungen zu erhöhen.

Ergebnisse und Wirkungen

Im Laufe des Projektes ist durch Messfahrten und stationäre Messungen eine große Datenbank an Fahrzeug-Sensordaten (u.A. Niederschlagsmenge, Luftdruck, Luftfeuchte und Lufttemperatur) entstanden. Zu diesen Umweltdaten der Fahrzeuge liegen auch präzise Referenzdaten vor. Die Referenzdaten wurden beispielsweise durch sich in räumlicher Nähe zum Fahrzeug befindlichen DWD-Messstationen oder der mobilen Messeinheit des DWDs geliefert. Für stationäre Messungen außerhalb von DWD-Messstationen diente eine mobile Wetterstation als Referenz.

Die Auswertung der Daten ergab, dass einige Umweltdaten der Fahrzeuge dazu geeignet sind, in die Wetterbeobachtung einzufließen, nachdem diese von Störeinflüssen (beispielsweise Motorabwärme) korrigiert vorliegen.

Im Rahmen einer experimentellen Prozesskette seitens des DWD wurden neuartige Assimilations- und Aggregationsverfahren, die diese korrigierten Daten neben den schon vorhandenen Datenquellen (beispielsweise Straßenwetterstationen und Messfelder) in die Wetterbeobachtung einfließen lassen können, erforscht und erprobt.

Verbundkoordinator

AUDI AG, Ingolstadt

  • FKZ: 19F2045A
Projektvolumen2.073.948
(davon 63 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit09/2017 - 08/2021
Projektpartner

Deutscher Wetterdienst (DWD), Offenbach

  • FKZ: 19F2045B
AnsprechpartnerAUDI Aktiengesellschaft
Sebastian Opitz
Tel.: +49-1525-7718571
E-Mail: sebastian.opitz@audi.de