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Projektillustration INDRES-M

Quelle: Bahnkonzept 2019

Problemstellung

Mit der Digitalisierung verändern sich Arbeitsweisen und Kundenbeziehungen zwischen Eisenbahnverkehrs- und -infrastrukturunternehmen grundlegend. Für Fahrplanauskünfte, Trassenbestellungen oder Instandhaltungs- und Bauplanungen etwa werden seit einigen Jahren fast ausschließlich datenbankgestützte elektronische Verfahren verwendet. Die unkomplizierte Bereitstellung dieser Daten stellt jedoch für nicht-bundeseigene (NE) Eisenbahninfrastrukturunternehmen eine große Herausforderung dar. Historisch bedingt handelt es sich bei den Daten der NE-Bahnen in der Regel um lokal erzeugte, jedoch überwiegend nicht digitale Infrastrukturdaten. Die Mehrzahl der Infrastrukturbetreiber hat ihre Strecken darüber hinaus nach der Bahnreform mit ungenügenden, analogen und auch bis heute nicht nachgeführten Bestandsdaten übernommen. Allen gemein ist eine heterogene Daten- und Schnittstellenlandschaft, welche sich entweder in Papier-Planunterlagen oder in digitalen Daten in nicht weiter verarbeitbaren Datenformaten manifestiert. Damit sind weder heutige Geschäftsprozesse noch zukünftige Herausforderungen wie BIM oder autonomes Fahren abzubilden.

Projektziel

Kernziel von INDRESM ist die Erarbeitung einer prozessorientierten und bedienerfreundlichen digitalen Lösung, mit der kleinere Eisenbahnen eine einheitliche, kohärente und digitale Datenbasis ihrer Infrastrukturen langfristig sicherstellen und nutzen können. Die Realisierbarkeit eines solchen übergreifenden Eisenbahninfrastrukturdatenregisters soll im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft werden.

Durchführung

Zur Umsetzung werden in enger Zusammenarbeit mit drei regionalen Schieneninfrastruktur-Betreibern die Anforderungen an ein öffentlich nutzbares Infrastrukturdaten-Register für die Zielgruppe der Regional- und Anschlussbahnen aus Anwendungssicht erfasst und unter Beachtung bestehender Lösungsansätze ein Systemkonzept entwickelt. Die gemeinsame Ausarbeitung eines Umsetzungs- und Verwertungsplans für die spätere übergreifende Infrastruktur-Datenbank wird die Studie beschließen.

Verbundkoordinator

Bahnkonzept GmbH Deutschland, Dresden

  • FKZ: VB18F1021A
Projektvolumen117.066
(davon 83 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit05/2019 - 01/2020
Projektpartner

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Institut für Verkehrssystemtechnik, Braunschweig

  • FKZ: VB18F1021B
Ansprechpartner

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Astrid Ullwer
Referat DG 21
Tel.: 030 18300-6633
E-Mail: Astrid.Ullwer@bmvi.bund.de