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Projektillustration KISP

Quelle: Fotolia/www.bildidee.net

Problemstellung

Die aktuellen Urteile zur Umsetzung möglicher Diesel-Fahrverbote verlangen von den Kommunen eine Entscheidung, ob sie aufgrund der zu erwartenden, lokalen NO2- und Feinstaubbelastung der Luft verkehrliche Maßnahmen treffen sollten, wie z.B. Geschwindigkeitsreduzierungen und Fahrverbote. Mögliche Grenzwertüberschreitungen sind stark von den lokalen Gegebenheiten und der vorherrschenden Wetterlage abhängig. Eine qualitativ hochwertige Prognose von Schadstoffen wäre ein wichtiger Schritt zur Lösung dieser Problemstellung.

Projektziel

Das Projektziel ist die Machbarkeit einer lokalen Schadstoffprognose für Städte und Gemeinden zu untersuchen. Auf der Basis von mehrjährigen meteorologischen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unter Zuhilfenahme angewandter künstlicher Intelligenz (KI) soll eine Prognose von Schadstoffwerten für dedizierte Standorte oder Gebiete durchgeführt werden. Somit wären die Institutionen in der Lage zielgerechte Maßnahmen einzuleiten, um somit Überschreitungen von Grenzwerten im Vorfeld vermeiden zu können. Ergebnisse des Projektes sind Erkenntnisse über die Korrelation von Wetter und Schadstoffkonzentrationen und die Qualität von Schadstoffprognose für 5 dedizierte Standorte.

Durchführung

Im ersten Schritt werden Extremwerte (hier: Grenzwertüberschreitungen der zulässigen NO2 Konzentration) räumlich und zeitlich lokalisiert. Weiterhin wird eine raum-zeitliche Korrelation dieser NO2-Werte sowohl zwischen Kommunen als auch mit den dazugehörigen Wetterparametern vorgenommen. Dazu werden dezidierte Zeitreihen mit Hilfe von Big Data Analysetools bzgl. ihrer Verwertbarkeit untersucht. An die Datenanalyse-Phase anschließend werden die besten Parameter als Input für die KI mit der NO2-Konzentration als Zielgröße verwendet. Die Prognosequalität soll für die Horizonte 1 Tag, 3 Tage und 1 Woche bestimmt und bewertet werden.

Zuwendungsempfänger

enercast GmbH, Kassel

  • FKZ: VB18F1003A
Projektvolumen99.973
(davon 70 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit11/2018 - 05/2019
Ansprechpartner

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Stefan Kaufhold
Referat DG 21
Tel.: 030 18300-6211
E-Mail: Stefan.Kaufhold@bmvi.bund.de