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Projektillustration Meteovalue Abschlussbericht

Quelle: UBIMET GmbH

Projektbeschreibung

Ziel der einjährigen Studie war die Konzeption neuer digitaler datenbasierte Mehrwertdienste, die das Risiko für Verkehrsteilnehmer und Verkehrsinfrastruktur durch extreme Wetterereignisse minimieren sollen und die Untersuchung der Umsetzbarkeit und Akzeptanz dieser Mehrwertdienste:


• Dienst 1 richtet sich an Verkehrsteilnehmer und warnt die Nutzer vorbeugend vor sich abzeichnenden Extremwetterereignissen, um eine rechtzeitige Anpassung des Fahrverhaltens und der Routenplanung zu erreichen.
• Dienst 2 bietet Akutwarnungen für zuständige Behörden vor Verkehrsbehinderungen und Schäden der Verkehrsinfrastruktur durch Extremwettereignisse.
• Dienst 3 liefert eine punktgenaue Langzeitanalyse der witterungs- und klimabedingten Belastung von Verkehrsinfrastrukturobjekten für Infrastrukturbetreiber.

Ergebnisse und Wirkungen

Die Untersuchung der Umsetzbarkeit der Dienste erfolgte mittels Analyse der konkreten Bedarfe durch Experteninterviews. Aus den Befragungen wurden Anwendungsfalldiagramme, System-architekturen und Interaktionskonzepte (Mock ups) für jeden Dienst entwickelt, die im Rahmen von Evaluierungsgesprächen mit den Endnutzern nochmals diskutiert wurden. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Endnutzern wurde das Interesse an Diensten, die fahrzeugbezogene Warnprognosen bereitstellen, sehr deutlich. Das größte Potenzial für ein umsetzbares und verwertbares Produkt zeigte Dienst 1 – allerdings nicht wie zu Projektbeginn gedacht für die Verkehrsteilnehmer selbst, sondern für Dispatcher von Speditionen und Fernbusunternehmen. Der Dispatcher regelt den Gütertransport einer Spedition. Im Idealfall minimiert er Störungen im Gütertransport, indem er über die verfügbare Verkehrsinfrastruktur nach der besten Route hinsichtlich Treibstoffverbrauch und Fahrtzeit sucht und die beteiligten LKW-Fahrer über die Änderungen rechtzeitig informiert. Dabei berücksichtigen Dispatcher momentan das Wetter nur durch Beobachtung auf Wetterseiten und erfahrungsmäßiger Abschätzung der Auswirkungen auf die Transportroute und -zeit. Ein gesamtheitliches Dashboard, das alle Informationen inklusive Wetter und deren zukünftige Auswirkungen auf den Transport berücksichtigt, würde die Arbeit des Dispatchers erleichtern und die Genauigkeit der Berechnung der Estimated Time of Arrival verbessern. Das Projektteam wird daher im Folgeprojekt MeteoValue live einen Prototyp für Speditionen umsetzen.

Verbundkoordinator

UBIMET GmbH , Karlsruhe

  • FKZ: 19F1004A
Projektvolumen138.478
(davon 71 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit05/2017 - 04/2018
Projektpartner

Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme (FOKUS), Berlin

  • FKZ: 19F1004B

Jade Hochschule, Wilhelmshaven

  • FKZ: 19F1004C

CMF Climate Media Factory UG, Potsdam

  • FKZ: 19F1004D
AnsprechpartnerUBIMET GmbH
Daniela Meier
0721 66323 2751
dmeier@ubimet.com