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Schaubild zum Projekt MERIDIAN: Visualisierung einer Straße mit Radweg und Kameraüberwachung, rechts daneben befindet sich ein vereinfachtes Dreiecksdiagramm mit den drei Ausprägungen "Sicherheit", "Komfort" und "Effizienz"
Extraktion von Indikatoren aus der automatischen Auswertung temporärer Kameraaufnahmen

Quelle: mouver GmbH

Problemstellung

Die Nutzung der Verkehrsinfrastruktur unterliegt einem stetigen und häufig auch schnellen Wandel. Gerade bei besonderen Ereignissen wie Großveranstaltungen oder in Krisensituationen verändern sich Verkehrsbeziehungen, wodurch es plötzlich zu Verkehrskonzentrationen auf Flächen kommt, die ursprünglich für andere Nutzungen ausgelegt waren. Ein gutes Beispiel hierfür stellt die durch die Corona-Pandemie veränderte Verkehrsmittelwahl vieler Verkehrsteilnehmer dar, auf die u.a. mit temporär eingerichteten Radfahrstreifen reagiert wurde. Für die Gewährleistung der Verkehrssicherheit stellen solche kurzfristigen Nutzungsänderungen eine Herausforderung dar, weil derzeit die technischen Voraussetzungen für eine einfache messtechnische Überprüfung der Verkehrssicherheit und der Verkehrsqualität fehlen.

Projektziel

Ziel des Projektes „MERIDIAN“ ist die Entwicklung eines KI-basierten Systems für die schnelle und präzise Ermittlung von Indikatoren zur Bewertung von Verkehrssituationen. Das Tool kann überall dort zum Einsatz kommen, wo sich aufgrund einer veränderten Nutzung bestehender Verkehrsanlagen oder einer baulichen Änderung der Verkehrsablauf geändert hat. Dies ist beispielsweise bei einer Anpassung der Radverkehrsinfrastruktur oder der temporären Führung des Verkehrs bei größeren innerörtlichen Baustellen erforderlich. Die benötigten Indikatoren werden durch eine hochentwickelte Videodatenanalyse direkt aus den Bewegungsmustern im Verkehrsablauf gewonnen und ausgewertet. Die aus dem Projektvorhaben gewonnen Erkenntnisse sollen grundsätzlich zur Optimierung der Verkehrssteuerung in Krisensituationen beitragen.

Durchführung

Durch eine automatische Ermittlung der Bewegungsabläufe in den Videoaufnahmen und deren Projektion in den kartesischen Bewegungsraum wird es möglich, präzise metrische Kennwerte als Indikatoren für die Verkehrssicherheit und die Qualität des Verkehrsablaufes zu ermitteln. Diese Indikatoren werden statistisch ausgewertet und dienen als Bewertungsgrößen für die Verkehrssicherheit und die Verkehrsqualität.

Zuwendungsempfänger

mouver GmbH, Hannover

  • FKZ: 19F2184A
Projektvolumen (zum Bewilligungszeitpunkt)

251.534 Euro

(davon 70 % Förderung durch BMVI)

Projektlaufzeit09/2021 – 08/2023
AnsprechpartnerWalid Fourati
mouver GmbH, Hannover
Tel.: +49 511 69684375
E-Mail: walid@mouver.de