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Projektillustration: NSW-Plus (Quelle: MSC Germany S.A. & Co. KG)
MSC Maya in Hamburg

Quelle: MSC Germany S.A. & Co. KG

Projektbeschreibung

Seit 2015 existiert in Deutschland das maritime „National Single Window (NSW)“ zur Vereinfachung der Meldeverfahren im Seeverkehr, das auf der EU-Richtlinie 2010/65/EU basiert.

Dabei werden im Wesentlichen administrative Daten der meldepflichtigen Unternehmen über das NSW an die entsprechenden Behörden – also nur in eine Richtung – übertragen. Operative Daten der Unternehmen hingegen werden über andere Kanäle in unterschiedlichen Datenformaten ausgetauscht. Bei diesen Daten handelt es sich zum Teil auch um bereits an das NSW gemeldete Informationen.

Das Projekt NSW-Plus zielte darauf ab, dass alle transport-relevanten Daten nur einmal erfasst werden müssen und nicht nur Behörden, sondern auch anderen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden können.

Ergebnisse und Wirkungen

Die Plattform NSW-Plus ermöglicht das Übertragen von behördlichen und transportbezogenen Daten in einem Meldevorgang. Zudem können durch spezielle Anwendungen – per Web oder lokal installiert – Daten angezeigt oder ausgewertet werden. Zum Beispiel können dem Havariekommando im Krisenfall nicht nur wie bisher die Gefahrgutdaten, sondern alle Ladungsdaten sofort und unter erheblicher Zeitersparnis bereitgestellt werden. Dieser Anwendungsfall wurde während einer Übung in Cuxhaven, bei der ein Containerbrand simuliert wurde, erfolgreich demonstriert.

Auch in den weiteren Pilotanwendungen zum verifizierten Containergewicht und zur Optimierung der Abstimmung von Container-Hinterlandtransporten konnten alle vernetzten Transportakteure Daten mit NSW-Plus austauschen, auch mit direkter Einbindung ihrer vorhandenen Informationssysteme. Diese automatisch aktuell und einheitlich aufbereitet im System zur Verfügung stehenden Transportinformationen ermöglichten kurzfristige Reaktionen auf Abweichungen vom Transportplan und verbesserten damit die Planung intermodaler Containertransporte.

VerbundkoordinatorInstitut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), Bremen
Projektvolumen3,50 Mio. €
(davon 65 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit09/2017 – 12/2020
Projektpartner
  • Fraunhofer Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE (Wachtberg)
  • BESITEC Bertling EDI Service & IT GmbH (Hamburg)
  • TFG Transfracht GmbH (Mainz)
  • MSC Germany S.A. & Co. KG (Hamburg)
  • datenschutz cert GmbH (Bremen)
  • BSH Hausgeräte GmbH (München)
AnsprechpartnerInstitut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL)
Name: Prof. Dr. Frank Arendt
Tel.: +49 421 2209617
E-Mail: arendt@isl.org