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Projektillustration: OD-FCD; Mobile Messung zur Ermittlung von Verkehrsströmen, (Quelle: Stephan Hoffmann, ehemals: TRANSVER GmbH, neu: Schlothauer & Wauer Ingenieurgesellschaft für Straßenverkehr mbH, München)

Quelle: Stephan Hoffmann, ehemals: TRANSVER GmbH, neu: Schlothauer & Wauer Ingenieurgesellschaft für Straßenverkehr mbH, München

Projektbeschreibung

Im Projekt wurden Trajektorien der Fahrtverläufe aus Floating Car Data (FCD) rekonstruiert und durch modellbasierte Fusion mit den Zählwerten an Messquerschnitten verlässliche Informationen über Verkehrsbeziehungen gewonnen. Dadurch können die Stärke der Verkehrsbeziehung und der räumliche Verlauf der Verkehrsströme zwischen Quell- und Zielgebieten bestimmt werden. Weder aus reinen Querschnittsdaten noch aus FCD lässt sich die Verkehrsnachfrage in ihrer absoluten Größe, Verteilung und Routenwahl ausreichend genau ermitteln. Bisherige Modelle ermittelten Verkehrsbeziehungen aus reinen Querschnittsdaten, wobei jedoch die Struktur der Verkehrsnachfrage nicht bekannt war. Durch die Verbindung der Informationen aus Querschnittsdaten und FCD wurde ein neues Verfahren für die Ermittlung der Verkehrsnachfrage entworfen und umgesetzt.

Ergebnisse und Wirkung

Kern war eine konsistente Fusion der lokalen Querschnittsdaten (Verkehrsstärke) und der FCD (Position und Zeitstempel) in einem Gesamtmodell. Verschiedene Forschungsprojekte haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass zur Schätzung von Verkehrsbeziehungen aus reinen Querschnittsdaten mit dem Modell der Informationsminimierung, in Verbindung mit der Elimination redundanter Informationen, sehr gute Ergebnisse erzielt werden können. Ein Problem, das bei diesem Ansatz jedoch bislang noch nicht gelöst werden konnte, ist die fehlende Information zur Struktur der Verkehrsnachfrage in Form einer priori Matrix. FCD beinhalten jedoch genau diese entscheidende Information. Im Projekt wurden die FCD aufbereitet, unter Berücksichtigung der Datenanonymität in Trajektorien umgerechnet und in den Informationsminimierungsalgorithmus integriert. Als Vergleichsbasis wurden eigens Messungen mit Kennzeichenerfassungssystemen im Testgebiet Duisburg durchgeführt. Der Vergleich der geschätzten mit den gemessenen Verkehrsbeziehungen zeigte, dass bei einigen Beziehungen die realen Begebenheiten sehr genau getroffen wurden. Abweichungen sind durch die geringe Penetrationsrate der FCD zu begründen als auch durch Instabilitäten in der lokalen Detektion. Beide Informationen genügten nicht zur Ermittlung einer vollständigen Quelle-Ziel Matrix, wohl aber mehreren Quelle-Ziel Beziehungen im Testgebiet.

Verbundkoordinator

Schlothauer & Wauer GmbH, Haar

  • FKZ: 19F2009A
Projektvolumen489.204,00
(davon 78 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit04/2017 - 06/2019
Projektpartner

Technische Universität Braunschweig,
Institut für Verkehr und Stadtbauwesen, Braunschweig

  • FKZ: 19F2009B
AnsprechpartnerSchlothauer & Wauer GmbH
Herr Tobias Schendzielorz
Tel.: +49 (0)89-21 18 78-21
E-Mail: t.schendzielorz@schlothauer.de