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OPENER next - Konzept des barrerierefreien Umstiegs an Bahnhöfen

Quelle: TU Chemnitz

Problemstellung

Die Erreichung der vollständigen Barrierefreiheit im Öffentlichen Personenverkehr ist ein richtungsweisendes Ziel, das sich Deutschland mit der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes gesetzt hat.

Insbesondere für kleinere, in ländlichen Regionen agierende Verbünde stellt jedoch die flächendeckende und lückenlose Erfassung von Haltestelleninformationen zur Barrierefreiheit mit den detaillierten Anforderungen eine große Herausforderung dar. Allein für Haltestellen sind dies zum Beispiel über 48 zu erfassende Attribute je Haltestellensteig.

Projektziel

Zur Bewältigung des erheblichen Erfassungsaufwandes von Barrieredaten, aber auch zur weiteren Standardisierung bisher nicht berücksichtigter Barrieren an Haltestellen verfolgt das Projekt „OPENER next“ das Ziel, durch die Entwicklung offener Standards und die Bereitstellung einer frei verfügbaren Erfassungs-App Bürgerinnen und Bürger auf freiwilliger Basis an der Erfassung von Barrieredaten zu beteiligen.

Zur Absicherung der Aktualität und Korrektheit der Barrieredaten werden Datenpflege und -validierungswerkzeuge entwickelt.

Durch die Umsetzung einer Navigations-App wird der Praxisnutzen der Datenerfassung am Beispiel einer barrierefreien Reiseauskunft einschließlich einer Indoor-Routenführung an Bahnhöfen demonstriert.

Durchführung

Um das Ziel der flächendeckenden Erfassung von Barrieredaten zu erreichen, wird die zu entwickelnde Erfassung-App frei zur Verfügung gestellt. Damit die App von möglichst vielen Freiwilligen eingesetzt wird, werden Mapping-Partys, Mapathons sowie weitere Community-Events veranstaltet.

Die Qualitätssicherung der Daten erfolgt über eine Datenanalyse und die Kreuzprüfung mit externen Datenquellen wie zum Bespiel OpenStreetMap.

Die Reiseauskunft für nahtlose, barrierefreie Mobilitätsketten wird in einem Pilotbahnhof anhand einer barrierefreien Routenführung zwischen exemplarischen Umsteigepunkten realisiert.

Zuwendungsempfänger

Technische Universität Chemnitz, Chemnitz

  • FKZ: 19F2147A
Projektvolumen2.296.638 Euro
(davon 75 % Förderung durch BMVI)
Projektlaufzeit04/2021 – 03/2024
Projektpartner
  • datagon GmbH, Waldems
  • Disy Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
  • HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover
  • IVU Traffic Technologies AG, Berlin
  • Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH, Magdeburg
  • Smartris Solution GmbH, Darmstadt
  • hd Management Consulting GmbH, Darmstadt
  • Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
AnsprechpartnerTechnische Universität Chemnitz
René Apitzsch
Tel.: +49 371 531-33845
E-Mail: rene.apitzsch@etit.tu-chemnitz.de