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Zwei Elektrokleinstfahrzeuge mit Vernetzung

Quelle: Siemens AG

Problembeschreibung

Um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen, sind die Mobilitätsoptionen in den Städten nachhaltiger zu gestalten. Ein Baustein könnten dabei Mikromobilitätsdienstleistungen, wie Sharing-E-Tretroller, -E-Fahrräder und -E-Lastenfahrräder sein. Das Projekt „PaMiMob“ sollte aufzeigen, ob Mikromobilität unter anderem die Chance bieten könnte, den motorisierten Individualverkehr in Städten zu reduzieren. Hierfür wurde eine empirische Untersuchung in Form einer Bürgerumfrage durchgeführt, um erste Abschätzungen zu Verkehrsverlagerungspotentialen vornehmen zu können. Zudem sollten Rahmenbedingungen ermittelt werden, welche die Akzeptanz dieser neuen Dienstleistungen steigern könnten.

Ergebnisse und Wirkungen

Aufbauend auf vorhandenen Mobilitätsdaten wurde am Beispiel der Stadt Regensburg (Fallbeispiel: kleine Großstadt ab 100.000 Einwohnern) das Potential von Mikromobilität untersucht. Besonderer Fokus wurde auf E-Tretroller gelegt, da Sharing- Angebote für E-Fahrräder und E-Lastenfahrräder noch nicht vorhanden, aber in Planung sind. Untersucht werden sollte, wie sie zu einer nachhaltigen Mobilitätslösung in Kombination mit bestehenden Verkehrsträgern beitragen können. Ein Baustein hierfür war eine dreiwöchige Bürgerumfrage, in welcher generische, demografische und Verkehrsmitteldaten erhoben wurden. Diese wurde in mehreren Iterationsstufen entworfen und im Herbst 2020 auf den Webseiten der Stadt, über Printmedien und auf sozialen Netzwerken platziert.

Ein Ergebnis war, dass die Haltung gegenüber Sharing-E-Tretrollern gespalten ist. Kritisiert wurde vor allem das unkontrollierte Abstellen. Die ausschlaggebendsten Kriterien für die Verkehrsmittelwahl waren die Zeit und die Nachhaltigkeit. Insgesamt gab jeder zweite Nutzer von Sharing-E-Tretrollern an, durch deren Nutzung weniger mit dem Auto in der Stadt unterwegs zu sein. Darüber hinaus gaben 42 % der befragten Personen an, durch die Nutzung von E-Tretrollern häufiger den ÖPNV zu nutzen. Dies unterstreicht, dass eine Kopplung der verschiedenen Mobilitätsangebote ein vielversprechendes Mittel hin zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs sein kann. Potentiell könnte durch entsprechende Maßnahmen eine Verdreifachung der Nutzerzahlen von E-Tretrollern erreicht werden.

Verbundkoordinator

Siemens AG, München

  • FKZ: 19F1065A
Projektvolumen199.898
(davon 50 % Förderung durch BMVI)
Projektlaufzeit08/2020 – 07/2021
Assoziierter ProjektpartnerStadt Regensburg
AnsprechpartnerDr. Annette Hofmann
Siemens AG
Technology
Otto-Hahn-Ring 6
81739 München
Tel.: +49 (173) 9754609
E-Mail: annette.hofmann@siemens.com