Alle mFUND Projekte Alle mFUND Projekte
Projektillustration: Per Pedes Routing (Quelle:Hochschule Fresenius)

Quelle: Hochschule Fresenius

Projektbeschreibung

Per Pedes Routing möchte Personen mit Mobilitätseinschränkungen dabei unterstützen, alltägliche Wege besser bewältigen zu können. Hierfür wurden einerseits Softwarelösungen entwickelt, die ein Barriere-sensitives Fußweg-Routing ermöglichen und dabei das individuelle Leistungsprofil des Nutzers berücksichtigen. Als Basis für das Routing wurde ferner eine Smartphone-App entwickelt, die eine automatisierte Identifikation und Klassifikation von Fußweg-Barrieren erlaubt und durch Verfolgung eines Crowdsourcing Ansatz eine sehr engmaschige Gewinnung von Barriere-Informationen ermöglicht.

Ergebnisse und Wirkungen

  • Das System zur Barriere-Identifikation wurde als mobile App entwickelt und nutzt Sensorinformationen des Smartphones und Mustererkennungsverfahren zur Identifikation und Klassifikation. Nach einer Trainingsphase mit Standardbarrieren wurde der Identifikationsansatz mit rund 50 älteren Testpersonen im Alltag erprobt und die Algorithmen kontinuierlich weiterentwickelt, sodass je nach Barriere-Art inzwischen Erkennungsraten von 80 – 96% möglich sind. Durch psychologische Analysen konnte ferner festgestellt werden, dass sich die Barriere-Bewertung über die Zeit hinweg deutlich verändern kann, was für einen dynamischen und individuellen Ansatz von „Barrierefreiheit bzw. -überwindung“ spricht.
  • Die Routing Algorithmen wurden anhand der grundsätzlichen Zielstellung entwickelt, dass der Wegevorschlag eine optimale Gewichtung zwischen Dauer und Beschwerlichkeit berücksichtigt. Die Güte der Lösungen konnte anhand von Computer Simulationen und Realdaten der Deutschen Bahn nachgewiesen werden. In der Praxis findet der Ansatz inzwischen im intermodalen Auskunftssystem MOTIS Verwendung.
  • Das Projekt Per Pedes Routing hat konkrete Anwendungen hervorgebracht, die der Bewältigung des Alltages von mobilitätseingeschränkten Personen zugutekommt. Durch umfangreiche Begleituntersuchungen konnten ferner vollständig neue Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen den physikalischen Barrierekonstrukten und den physiologischen und psychologischen Eigenschaften und Beanspruchungen gewonnen werden.
Verbundkoordinator

Hochschule Fresenius gGmbH, Idstein und Frankfurt am Main

  • FKZ: 19F2001A
Projektvolumen473.316
(davon 90 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit12/2016 - 07/2018
Projektpartner

Technische Universität Darmstadt

  • FKZ: 19F2001B

DB Systel GmbH, Frankfurt am Main

  • FKZ: 19F2001C
Ansprechpartner

Hochschule Fresenius
Prof. Dr. Christian T. Haas

Tel.: 06126 – 93 52 918
E-Mail: haas@hs-fresenius.de