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Projektillustraton zum Projekt PreASiSt

Quelle: jamesteohart - stock.adobe.com

Problemstellung

Global betrachtet sind Straßenverkehrsunfälle die Haupttodesursache für junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren. Neben der Straßenverkehrsunfallstatistik sind heute viele weitere Daten zum aktuellen Verkehrsgeschehen und auch zu verkehrsbeeinflussenden Faktoren verfügbar, deren Analyse die Vorhersage kritischer Verkehrssituationen und eines höheren Unfallrisikos ermöglichen dürfte. Bislang wird das Potenzial dieser Daten für die vorausschauende Verkehrssicherheitsarbeit noch nicht ausreichend genutzt.

Projektziel

Ziel des Projektes ist die Untersuchung der Übertragbarkeit von Annahmen und Methoden des Predictive Policing (Vorhersagende Polizeiarbeit) auf den Bereich der Straßenverkehrssicherheit. Darüber hinaus wird dieses Projekt Ansätze der Modellbildung (z.B. Near-Repeat-Theorie, psychologische Erklärungsansätze für Verkehrsverhalten u.a.) und der darauf aufbauenden vorausschauenden Verkehrssicherheitsarbeit, insbesondere der Polizei, untersuchen. Dafür werden Daten, die für diesen Zweck bereits verfügbar und geeignet sind oder in der Zukunft nutzbar werden, ermittelt und geprüft.

Durchführung

Es werden Ziele und Anforderungen des Predictive Policing aus verfügbaren Daten und Faktoren zum Straßenverkehrsgeschehen identifiziert. Dazu werden offene Daten der Stadt Bremen sowie kommerziell nutzbare Daten untersucht und die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Städte und Regionen in Deutschland geprüft. Darüber hinaus wird die Nutzbarkeit der geostatistischen Datenanalyse und Vorhersage für ausgewählte Anwendungsszenarien des Predictive Policing im Straßenverkehrssicherheitsbereich exemplarisch untersucht.


Verbundkoordinator

Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol)
Fachgebiet Verkehrswissenschaft & Verkehrspsychologie, Münster

  • FKZ: VB18F1018A
Projektvolumen99.770
(davon 100 % Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit03/2019 – 02/2020
Projektpartner

52°North: Initiative for Geospatial open Source Software GmbH (52N), Münster

  • FKZ: VB18F1018B
Ansprechpartner

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Dr. Christopher Kaan
Referat DG 21
Tel.: 030 18300-6218
E-Mail: christopher.kaan@bmvi.bund.de