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Visualisierung von Personenströmen auf Passagierschiffen an der deutschen Ostseeküste

Quelle: FleetMon

Problemstellung

Kreuzfahrtschiffe und Handelsschiffe bewegen viele tausend Passagiere über die Weltmeere. Nicht nur bei Gefährdungslagen wie derzeit der Corona-Epidemie ist es von Interesse, einen Überblick über Personenströme zu gewinnen, die Ländergrenzen über die Ozeane überwinden.

Ist bei Kreuzfahrtschiffen in der Regel schnell bekannt, um welches Schiff mit wie vielen Passagieren es sich handelt, so ist die Nachverfolgung der Personen, die sich als Besatzungen auf Handelsschiffen bewegen, mit den derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln kaum möglich. Nur Hafenämter, in deren Hafen das Schiff angelegt hat, erhalten darüber eine Meldung. Eine strukturierte Information würde Behörden besser vorbereiten, um rechtzeitig Maßnahmen an Land zu treffen, damit Personen versorgt oder Schiffe in andere Häfen umgeleitet werden könnten.

Projektziel

Das in SEAPEOPLE zu entwickelnde Modul bietet innerhalb eines App-Containers Nahe-Echtzeit-Abrufmöglichkeiten für die Anzahl und die räumliche Verteilung von Personen auf See weltweit.

Dies ermöglicht z. B. Behörden oder Dienstleistern eine Vorausplanung von Versorgungskapazitäten in Krisenfällen. Auch im regulären Schiffsverkehr kann eine solche Darstellung die Basis für innovative Geschäftsmodelle bilden, z. B. für die effektive Planung von Logistikketten.

Durchführung

Kenntnisse über Anzahl und Art der aktiven Schiffe können mittels Auswertung der von allen Schiffen verpflichtend auszusenden „Automatic Identifikation System-(AIS)-Daten“ erlangt werden.

Diese Daten sind durch das weltumfassende firmeneigene AIS-Netz zugänglich, müssen jedoch für die geplante Anwendung gefiltert, strukturiert und verarbeitet werden. Die Darstellung der Personenströme erfolgt aufgrund der Verknüpfung dieser AIS-Daten mit Schiffsinformationen aus firmeneigenen Datenbanken und zu recherchierenden externen Datenquellen durch Big-Data-Auswertealgorithmen.

Verbundkoordinator

JAKOTA Cruise Systems GmbH, Rostock

  • FKZ: 19F2141A
Projektvolumen (zum Bewilligungszeitpunkt)140.513
(davon 70 % Förderung durch das BMVI)
Projektlaufzeit (zum Bewilligungszeitpunkt)02/2021 – 07/2022
Projektpartner

Institut für Sicherheitstechnik/Schiffssicherheit e.V., Warnemünde

  • FKZ: 19F2141B
AnsprechpartnerJAKOTA Cruise Systems GmbH
Dr. Carsten Hilgenfeld
Tel.: +49 381 36765000
E-Mail: hilgenfeld@fleetmon.com