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Sternenhimmel

Quelle: unsplash

Entsprechend dem Kabinettbeschluss zur nationalen Copernicus Strategie hat sich Deutschland heute auf der ESA-Ministerratskonferenz in Sevilla in Höhe von 594 Millionen Euro an den neuen Copernicus Weltraummissionen beteiligt. Damit sichert Deutschland seine starke Führungsposition in der Erdbeobachtung und trägt so nicht nur zum weiteren Erfolg des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus bei, sondern schafft darüber hinaus wichtige Rahmenbedingungen für eine starke Industriebeteiligung.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Copernicus ist ein unverzichtbarer Beitrag für die deutsche und europäische Datenautonomie. Wir investieren hier in eine weltweit einzigartige digitale Infrastruktur zur Beobachtung und Überwachung der Umwelt und zivilen Sicherheit, in Daten und Informationen für eine wissensbasierte europäische und nationale Politik.

Mit der geplanten operationellen Weltraummission zur Überwachung der Treibhausgasmissionen wird ein unverzichtbarer Beitrag für die Klimaüberwachung geleistet. Des Weiteren können auf Grundlage von Copernicus Daten und Diensten Schiffrouten verbessert, das Monitoring von Verkehrsinfrastrukturen ausgebaut, präzisere Aussagen zur Atmosphärenzusammensetzung aber auch zum globalen Meeresspiegelanstieg getroffen und die Logistik bei Katastrophen- und Krisensituationen optimiert werden. Copernicus steht aber nicht nur für politische Souveränität und internationale Verantwortung, sondern auch für Wirtschaftswachstum. Deutsche Firmen sind wesentlich am Bau der Copernicus-Satelliten beteiligt und sichern die Technologieführerschaft Deutschlands in der satellitengestützten Erdbeobachtung.

Die Ministerratskonferenz der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) findet unter spanischem Ratsvorsitz am 27.-28.11.2019 in Sevilla statt. Hier treffen sich die für Raumfahrt zuständigen Minister der ESA-Mitgliedstaaten, um die neuen ESA-Programme zu zeichnen und die strategische Ausrichtung der Organisation zu entscheiden. Die Ministerratskonferenzen tagen in der Regel in einem dreijährigen Turnus.

Mehr Informationen zur Copernicus Strategie der Bundesregierung finden Sie hier, Informationen zur ESA-Ministerratskonferenz hier.