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Verlegetechniken für den Breitbandausbau

Quelle: BMVI

Telekommunikationsnetze werden zumeist in offener Grabenbauweise in 60 cm Tiefe verlegt. Daneben gibt es eine Reihe alternativer Verlegemethoden, die je nach örtlicher Gegebenheit Anwendung finden. So können mit Spülbohrverfahren, Erdraketen oder der Verlegung in Abwasserrohren Hindernisse an der Oberfläche minimalinvasiv umgangen und mit Trenching, Fräs- oder Pflugverfahren die Ausbaugeschwindigkeit vervielfacht werden.

Zum effizienten Einsatz der zur Verfügung stehenden Tiefbaukapazitäten, zur Minimierung der Beeinträchtigung des Verkehrs und der Anwohner sowie zur Beschleunigung des Breitbandausbaus ist bei jeder Baumaßnahme die am besten geeignete Verlegemethode auszuwählen und mit den zuständigen Behörden abzustimmen.

In der Broschüre „Verlegetechniken für den Breitbandausbau“ der AG Digitale Netze des BMVI werden diese Verlegetechniken vorgestellt und ihre Einsatzzwecke sowie baustellenspezifische Vor- und Nachteile gegenübergestellt. Eine Auflistung der einschlägigen Regelwerke und Standards rundet die Darstellung ab.

Das BMVI ist bemüht, im Branchendialog die Standardisierung alternativer Verlegemethoden - soweit noch nicht vorhanden - voran zu treiben und zu beschleunigen. Übergangsweise hat der Bundesgesetzgeber mit dem DigiNetz-Gesetzes zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze 2016 den Ermessensspielraum der Straßenbaulastträgern bei Anwendung der Allgemeinen Technischen Bestimmungen für die Benutzung von Straßen durch Leitungen und Telekommunikationslinien (ATB) eingeräumt.