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Bundesminister Andreas Scheuer im Bundestag

Quelle: BMVI

Um den Schienengüterverkehr als Herzstück eines umweltfreundlichen und nachhaltigen Güterverkehrssystems zu etablieren, ist eine umfassende Modernisierung des Systems erforderlich. Eine Sofortmaßnahme des Masterplans Schienengüterverkehr ist das Bundesprogramm „Zukunft Schienengüterverkehr“ zur Förderung von Innovationen. Mit dem Bundesprogramm sollen Betriebserprobungen und Markteinführungen innovativer Zukunftstechnologien finanziell unterstützt werden. Die Zukunftstechnologien sollen aus den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und Fahrzeugtechnik kommen. Die Förderung ist am 20. Mai 2020 mit einem jährlichen Volumen von 30 Millionen Euro angelaufen. Die aktuelle Förderrichtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2024.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Wir wollen mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene bringen. Und wir wollen die Wirtschaft in der Corona-Krise mit Investitionen unterstützen. Für den Schienengüterverkehr stellen wir allen Wettbewerbern jetzt 30 Millionen Euro jährlich zur Verfügung, mit denen sie in Digitalisierung, Automatisierung und moderne Fahrzeugtechnik investieren können. Ein wirksamer Innovations- und Investitions-Beschleuniger für neue Leistungen, neue Kunden und neue Märkte. Und eine echte Konjunkturspritze für die umweltfreundliche und moderne Schienen-Logistik.

Gleisbahnhof

Quelle: Deutsche Bahn

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Verbände und juristische Personen des Privatrechts, die anwendungsbezogen in innovative Technik oder Prozesse für den Schienengüterverkehr investieren wollen. Projekte können sowohl im Rahmen von Einzel- als auch von Verbundvorhaben durchgeführt werden.
Auch die Durchführung grenzüberschreitender Vorhaben ist in der Förderrichtlinie angelegt. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Schienengüterverkehre zu einem großen Anteil aus grenzüberschreitenden Verkehren bestehen. Damit Innovationen ihr volles Potenzial entfalten können, ist häufig eine Implementierung entlang der gesamten Transportkette notwendig.


Was wird gefördert?

Im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunft Schienengüterverkehr“ sind vom Grundsatz her alle Innovationen förderfähig, die das Potenzial aufweisen, die Wirtschaftlichkeit, Logistikfähigkeit, Flexibilität oder Leistungsfähigkeit des Schienengüterverkehrs in Deutschland zu erhöhen, z.B:

  • Autonomes Fahren
  • Innovative Güterzüge
  • Datenbasierte, vorausschauende Fahrzeuginstandhaltung
  • Automatisiertes Be-und Entladen / Hubkonzepte
  • Einführung von Sharing-Plattformen zur optimalen Nutzung von Ressourcen

Die Förderrichtlinie unterscheidet dabei zwei Förderlinien: Die Förderlinie 1 enthält die Erprobung innovativer Technologien im Rahmen von Testfeldern und Piloten beziehungsweise Demonstratoren. In Förderlinie 2 werden Markteinführungen von Innovationen, welche noch nicht Marktstandard sind, finanziell unterstützt.

Antragsverfahren und weitere Informationen

Die Bewilligungsbehörde für Förderungen im Rahmen der Förderrichtlinie Bundesprogramm „Zukunft Schienengüterverkehr“ ist das Eisenbahn-Bundesamt. Die Antragstellung für finanzielle Zuwendungen im Rahmen der Förderrichtlinie erfolgt in zwei Stufen. Dabei ist zunächst eine Projektskizze einzureichen, in der das Vorhaben beschrieben, der Innovationsgehalt bewertet und die Finanz- und Vorhabenplanung vorgestellt werden. Zudem muss das Vorhaben einer der beiden Förderlinien zugeordnet werden. Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Wird eine Projektskizze durch das Eisenbahn-Bundesamt positiv bewertet und das Vorhaben als potenziell förderfähig angesehen, wird der Antragsteller aufgefordert einen formalen Förderantrag einzureichen.

Anforderungen an die Projektskizze und den formalen Förderantrag werden auf der Internetseite www.z-sgv.de beschrieben. Dort finden Sie ausführliche Informationen zum Bundesprogramm „Zukunft Schienengüterverkehr“, zur Förderrichtlinie und zur Antragstellung.

Die Richtlinie zum Bundesprogramm Zukunft Schienengüterverkehr zur Förderung von Innovationen (Z-SGV) finden Sie hier.