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Titelbild des Livestreams "Virtuelle Pressekonferenz Leise Schiene - Neues Lärmschutzziel 2030"

Quelle: BMVI

  • Lärmschutzziel 2020: den Schienenverkehrslärm – ausgehend vom Bezugsjahr 2008 – zu halbieren. Dieses Lärmschutzziel wurde erreicht!

    • Durch den vermehrten Einsatz von Flüsterbremsen an den Güterwagen. Das BMVI fördert die Umrüstung auf Flüsterbremsen mit 152 Mio. Euro bis Mitte 2021 – insgesamt 8 Jahre.
    • Seit 2013: Das lärmabhängige Trassenpreissystem. laute Züge zahlen für die Nutzung des Schienennetzes mehr als leise. Dadurch setzen viele Wagenhalter freiwillig leisere Wagen ein.
    • Ergebnis: Aktuell sind 99 Prozent der 183.000 Güterwagen auf dem deutschen Schienennetz leise unterwegs.
    • Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen. Seit 1999 an 2.000 Kilometern Bahnstrecken Schallschutzwände und Schallschutzfenster. 1,5 Milliarden Euro Investition.
  • Neues Lärmschutzziel 2030: Zahl der Betroffenen halbieren. 800.000 Menschen werden es künftig leiser haben. Dies wird erreicht durch:

    • Weitere Lärmsanierung mit 139 Millionen Euro im kommenden Jahr für Lärmschutzwände und Schallschutzfenster
    • Zusätzlicher Lärmschutz an besonders belasteten Strecken: Im oberen Mittelrheintal, dem Inntal/Brennerzulauf oder dem Elbtal: Schienenstegdämpfer, oder -abschirmungen oder Einrichtungen zum Schmieren der Schienen.
    • Nur noch leise Güterwagen auf deutschem Netz: Seit gestern dürfen laute Güterwagen nicht mehr auf dem deutschen Netz fahren.
    • Mehr Forschung: über unser Schienenforschungszentrum werden wir ein „LärmLab21“ einrichten – zur Erprobung von Automatisierung und Digitalisierung und neuen Technologien zum Lärmschutz

Andreas Scheuer:

Der bessere Schutz von Bürgern an Bahnstrecken ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Menschen, die in der Nähe einer Bahnstrecke wohnen, sollen gut leben und vor allem gut schlafen können. Deshalb reduzieren wir konsequent den Lärm der Schiene. Dafür haben wir bereits viele wirksame Maßnahmen umgesetzt, etwa das lärmabhängige Trassenpreissystem, das Umrüsten auf Flüsterbremsen oder innovative Technologien zur Lärmreduzierung. All das zeigt schon jetzt ganz konkret Wirkung. Und wir machen engagiert weiter: Gemeinsam mit der DB wollen wir bis 2030 die Zahl der vom Lärm Betroffenen halbieren. Wir wollen eine gute Nachbarschaft zwischen Menschen an den Schienenstrecken und der Bahn.