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Bus für den ÖPNV

Quelle: Adobe Stock / Achim Wagner

Brüssel sagt ja – jetzt können die umweltfreundlichen Busse durchstarten. Die Europäische Kommission hat die Förderung alternativer Antriebsoptionen im Personenverkehr beihilferechtlich genehmigt. Die technologieneutrale „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ steht damit bereit. Gefördert werden Batterie-, Brennstoffzellen- und Batterieoberleitungsbusse sowie biomethanbetriebene Busse der Fahrzeugklassen M2 und M3, sowie dafür erforderliche Infrastruktur und Machbarkeitsstudien.

Die Richtlinie wendet sich gezielt an Verkehrsbetriebe. Nach derzeitiger Finanzplanung stehen bis 2024 insgesamt 1,25 Milliarden Euro für die technologieoffene Förderung zur Verfügung, für 2025 werden zusätzliche Mittel folgen.

Im Detail sind folgende Schwerpunkte förderfähig:

  • die Beschaffung und Umrüstung von Bussen mit alternativen Antrieben sowie
  • die Beschaffung der zum Betrieb notwendigen Infrastruktur mit:

    • 80 % der Investitionsmehrkosten zur Dieselreferenz für Batterie-, Brennstoffzellen- und Batterieoberleitungsbusse,
    • 40 % Investitionsmehrkosten zur Dieselreferenz für Biogas-Busse,
    • 40 % der Investitionsvollkosten für die zum Betrieb notwendige, nicht öffentliche Infrastruktur,
  • und Machbarkeitsstudien.

Den Text der Förderrichtlinie und die Dokumente zu den ersten beiden Förderraufrufen für die Beschaffung von „Bussen und Infrastruktur“ sowie für die Erstellung von „Machbarkeitsstudien“ finden Sie untenstehend. Eine Einreichung von Skizzen und Anträgen über das easy-Online System war ab dem 08.09.2021 für Machbarkeitsstudien und ab dem 15.09.2021 für die Beschaffung von Fahrzeugen und Infrastruktur möglich. Skizzen und Anträge konnten bis zum 5. Oktober 2021 (für Investitionsvorhaben) oder bis zum 30. November 2021 (für Machbarkeitsstudien) eingereicht werden.

Die Richtlinie setzt außerdem die bisherigen Fördermöglichkeiten des BMDV im Bereich des batterieelektrischen ÖPNV über die Richtlinie Elektromobilität fort. So können nach wie vor Forschungsprojekte für elektromobile Anwendungen gefördert werden. Zuletzt war dafür ein Förderaufruf bis zum 30.09.2021 offen. Ergebnisse der bisherigen Forschungsarbeiten dieser Projekte und der Programmbegleitung wurden am 23.09.2021 im Rahmen der Online-Konferenz „Alternative Antriebe für einen klimafreundliche ÖPNV einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Detaillierte Informationen und Antragsunterlagen finden Sie auf den Webseiten des Projektträgers Jülich (PtJ) und der Programmgesellschaft NOW GmbH.