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Bundesminister Andreas Scheuer besichtigt Busse mit Elektro-Antrieb für den ÖPNV

Quelle: BMVI

Um den Umstieg auf alternative Antriebe zu erleichtern, unterstützen wir insbesondere Kommunen und kommunale Akteure (z.B. ÖPNV) bei der Beschaffung von klimafreundlichen Fahrzeugen. Auch bei Fahrzeugen mit einer hoher Fahrleistung, wie bei Taxiflotten, Lieferdiensten, Carsharing-Anbietern sowie Handwerkern, setzen wir mit unseren Förderungen an, um unsere Städte sauberer und leiser zu machen.

Zu den Zulassungszahlen:

Der Trend zu alternativen Antrieben (batterieelektrisch (BEV)*, Hybrid, Plug-In, Brennstoffzelle, Gas, Wasserstoff) hält an. In den ersten vier Monaten des Jahres 2021 kamen insgesamt 886.102 Personenkraftwagen (Pkw) zur Neuzulassung, davon verfügten 336.061 Pkw und damit 37,9 Prozent über einen alternativen Antrieb. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (17,0 %) stieg dieser Anteil damit um +122,9 Prozent. Mit einem Elektroantrieb (Elektro (BEV)*, Plug-In, Brennstoffzelle) waren 193.695 Neuwagen ausgerüstet. Mit einer Steigerung von +188,2 Prozent erreichten die Elektroantriebe von Januar bis April 2021 einen Neuzulassungsanteil von 21,9 Prozent. 88.510 Neuwagen wies die Neuzulassungsstatistik für die elektro-(BEV)* betriebenen Pkw aus, deren Anteil im Berichtszeitraum um +170,3 Prozent auf 10,0 Prozent anstieg.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Was haben wir dazu bereits unternommen?

  • Über unsere Förderrichtlinie Elektromobilität fördern wir die Beschaffung von E-Fahrzeugen und die für den Betrieb dieser Fahrzeuge zugehörige Ladinfrastruktur. Seit Juni 2015 haben wir den Kauf von insgesamt 18.365 elektrischen Fahrzeugen (darunter auch 440 Busse) gefördert. Mit der neuen Fassung der Förderrichtlinie vom 14. Dezember 2020 rücken neben kommunalen und regionalen erstmals gewerbliche Fahrzeugflotten in den Förderfokus.
  • Brennstoffzellenbasierte Systeme für die Schifffahrt können ebenfalls über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert werden.
  • Auch fördern wir über die Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr (seit 18. Februar 2021 in Kraft) mit einem Gesamtvolumen von 220 Millionen Euro bis 2024 die Beschaffung bzw. Ausrüstung von Schienenfahrzeugen mit Batterien und Brennstoffzellen für den Betrieb mit Elektromotor auf nicht oder nur teilweise elektrifizierten Strecken.
  • Auch an den regulatorischen Rahmenbedingungen haben wir gearbeitet und uns für eine CO2-Differenzierung bei der Lkw-Maut eingesetzt. Wir haben unter deutscher Ratspräsidentschaft erfolgreich einen Kompromiss bei der Revision der Eurovignetten-Richtlinie erzielt. Und zwar, dass stärker Umwelt- und Klimaaspekte bei der Nutzerfinanzierung Straße berücksichtigt und die notwendige Grundlage für eine künftige CO2-Differenzierung bei der Maut – wie im Klimaschutzprogramm 2030 vorgesehen – geschaffen werden. Damit werden wichtige Anreize für den Markthochlauf klimafreundlicherer Fahrzeuge gesetzt.

Was kommt in Kürze?

  • Derzeit befindet sich eine technologieoffene Förderrichtlinie für Busse mit alternativen Antrieben (Batterie, Brennstoffzelle, Batterieoberleitung und Biomethan) zur Genehmigung bei der EU-Kommission (für eine bis zu 80 prozentige Beihilfequote). Gefördert werden soll sowohl die Beschaffung als auch die Umrüstung von Bussen einschließlich der für den Betrieb notwendigen Lade- und Tankinfrastruktur sowie Machbarkeitsstudien zur Umstellung auf alternative Antriebe. Insgesamt stehen dafür 1,255 Milliarden Euro bis 2024 zur Verfügung.
  • Wir setzen auf Kaufprämien bei der Umstellung auf klimafreundliche Nutzfahrzeuge. Die Beschaffung von klimafreundlichen Nutzfahrzeugen unterstützen wir, indem wir die Mehrkosten gegenüber dem Diesel-Lkw mit bis zu 80 Prozent fördern. Die Förderrichtlinie für Batterie-, Brennstoffzellen- und von außen aufladbaren Hybridelektro-Lkw befindet sich aktuell bei der EU-Kommission zur Genehmigung. Im Zusammenhang mit der Fahrzeugbeschaffung kann auch die dazugehörige Tank- und Ladeinfrastruktur gefördert werden. Unser Plan ist, dass die Förderrichtlinie in Abhängigkeit von der Genehmigungsdauer möglichst noch zum Ende des zweiten Quartals 2021 in Kraft tritt. Für die Förderung der Anschaffung von klimafreundlichen Fahrzeugen stehen insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro bis 2024 zur Verfügung.