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Ein Elektroauto beim Laden an einer Ladesäule des BMVI

Quelle: BMVI

Um die Klimaziele im Verkehr bis 2030 zu erreichen, brauchen wir 7 bis 10 Millionen E-Fahrzeuge. Dafür unterstützen wir den zügigen und verlässlichen bundesweiten Aufbau von Ladeinfrastruktur. Unser Ziel: Laden für alle, immer und überall.

Was haben wir dazu bereits unternommen?

  • Seit dem 9. Juni 2015 fördern wir im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität den Aufbau benötigter Ladepunkte für geförderte Fahrzeuge (u.a. kommunale und gewerbliche Flotten wie Taxis, KEP- und Sharingdienste, Handwerksunternehmen, kleine und mittelständische Unternehmen). Wir setzen also mit unserer Förderung genau an den Fahrzeugen an, die eine hohe Fahrleistung haben. 13.325 Ladepunkte haben wir begleitend zur Fahrzeugbeschaffung bereits gefördert. Die Förderrichtlinie Elektromobilität läuft noch bis zum 31. Dezember 2025 und hat ein Gesamtvolumen von rund 551 Millionen Euro.
  • Mit unserem Förderprogramm Ladeinfrastruktur (2017-2020) haben wir Fördermittel in Höhe von 300 Millionen Euro in den Aufbau von über 30.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten, beispielsweise auf Kundenparkplätzen und an Tankstellen, investiert. Rund 12.000 Ladepunkte sind davon bereits in Betrieb.
  • Im Rahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) fördern wir Pilotvorhaben seit 2009 mit 268 Millionen Euro. Dazu gehört zum Beispiel der Ausbau des bestehenden Oberleitungsnetzes zum Einsatz eines Batterie-Oberleitungs-Busses und einer intelligenten Ladeinfrastruktur (Stadtwerke Solingen), ein automatisches Oberleitungs-Stromabnehmersystem für Hybrid-Oberleitungsbusse (Westsächsische Hochschule Zwickau (FH) oder die Aus- bzw. Nachrüstung von Busbetriebshöfen für die Versorgung einer vollständig batterieelektrischen Busflotte (Hamburger HOCHBAHN und Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein).
  • Seit dem 1. Januar 2020 koordiniert und steuert die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur im Auftrag des BMVI unter dem Dach der bundeseigenen NOW GmbH die Aktivitäten zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Die Bedarfsrechnung an Ladepunkten wird mithilfe des StandortTOOLs durchgeführt und basiert auf einer Verkehrsnachfragemodellierung, die verschiedene regionale und ökonomische, soziale und verkehrsbedingte Grundbedingungen mit einbezieht. Für alle wichtigen Akteure bei der Umsetzung des Aufbaus der Ladeinfrastruktur steht das FlächenTOOL bereit, um verfügbare Flächen zu melden. Hier können bspw. Kommunen und andere Flächenanbieter für den Aufbau verfügbare Flächen melden, die somit für Investoren leicht auffindbar werden.
  • Wir fördern seit dem 24. November 2020 erstmals private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden. Mit einem Zuschuss in Höhe von 900 Euro werden der Kauf und die Installationen von Wallboxen unterstützt. Die Nachfrage übersteigt alle Erwartungen. Bis zum 10. März 2021 wurden rund 333.000 Ladepunkte beantragt (mit einem Volumen von 300 Millionen Euro). Rund 400 Millionen Euro stellen wir insgesamt für die Förderung bereit.
  • Neue gesetzliche Rahmenbedingungen: Im Januar 2020 ist das Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität in Kraft getreten, seit dem 1. Dezember 2020 vereinfacht das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz den Ausbau von Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern. Auch ist erst kürzlich das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz vom Bundesrat gebilligt worden und verbessert den Aufbau von Lade- und Leitungsinfrastruktur für E-Autos in Gebäuden. Am 10. Februar 2021 hat das Kabinett das Gesetz zur Bereitstellung flächendeckender Schnellladeinfrastruktur für reine Batterieelektrofahrzeuge beschlossen. Es bildet die rechtliche Grundlage für die geplante Ausschreibung zum Aufbau eines öffentlichen Schnellladenetzes mit 1.000 Standorten.

Was kommt in Kürze?

  • Ganz neu ist unsere Offensive für die „Ladeinfrastruktur vor Ort“. Mit rund 300 Millionen Euro fördern wir, ab dem 12. April 2021 bis Ende des Jahres, öffentlich zugängliche Lademöglichkeiten bei den Menschen vor Ort – an Supermärkten, Hotels, Restaurants, Schwimmbädern oder Sportplätzen. Damit bieten wir eine Lösung für all die Menschen an, die weder Zuhause noch beim Arbeitgeber laden können. Anträge können bis Ende dieses Jahres gestellt werden.
  • Im Sommer 2021 starten wir die europaweite Ausschreibung von 1.000 Schnelllade-Standorten, die zusammen ein Schnellladenetz für ganz Deutschland bilden werden. Für den Aufbau der Schnellladeinfrastruktur ist ein Volumen von rund 2 Milliarden Euro vorgesehen. Der Bund wird sich hieran anteilig beteiligen, soweit dies nach den Ergebnissen der Ausschreibung erforderlich ist.
  • Wir legen das Förderprogramm Ladeinfrastruktur mit einem Volumen von 500 Millionen Euro bis 2025 neu auf. Aktuell liegt die Förderrichtlinie zur Genehmigung bei der EU-Kommission. Ein erster Förderaufruf für öffentliche Ladepunkte ist für das zweite Quartal 2021 geplant.
  • Gemeinsam mit dem BMWi arbeiten wir an der Vereinheitlichung der Technik, die beim Laden und Bezahlen zum Einsatz kommt. Beim Aufbau von öffentlichen Ladepunkten werden Überarbeitungen in der Ladesäulenverordnung zur Sicherstellung der Interoperabilität sowie Vereinfachung und Transparenz bei der Authentifizierung und dem Bezahlsystem führen.
  • In Kürze startet ein Förderaufruf für Lade- und Tankvorrichtungen im Schienenverkehr, wie Oberleitungsabschnitte zum Nachladen der Batterien und Stationen zum Laden an Bahnhöfen. Grundlage dafür ist die neue „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr“. Für das Programm stehen laut Finanzplanung Haushaltsmittel in Höhe von 74 Millionen Euro bis 2024 zur Verfügung.
  • Wir steuern den Aufbau der notwendigen Tank- und Ladeinfrastruktur für Batterie-, Brennstoffzellen- und Oberleitungs-Lkw. In den nächsten Jahren soll im größeren Maßstab jeweils eine Tank- und Ladeinfrastruktur aufgebaut werden. Unser Fahrplan dafür ist das Gesamtkonzept klimafreundliche Nutzfahrzeuge.