Alle DKV Projekte Alle DKV Projekte
DIFA – Digitalisierung von Fahrgastinformation

Quelle: Fotomontage© Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Fahrgastinformation

Problemstellung

Berlin ist eine wachsende Stadt, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Funktionen als Groß-, Landes- und Bundeshauptstadt insbesondere im Bereich des Verkehrs vielfältige Herausforderungen meistern muss. Um mehr Einwohner zum Umstieg vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf die Angebote des Verkehrsverbundes zu bewegen, müssen die Angebote attraktiver werden. Damit verbunden ist dann eine Senkung der Emissionen.

Projektziel

Ziel des Vorhabens ist die Steigerung der Attraktivität des ÖPNV durch die Verbesserung der Fahrgastinformation an Haltestellen sowie die Erweiterung der verkehrsträgerübergreifenden Fahrgastinformation durch digitale Fahrgastinformationsanzeiger im gesamten Stadtgebiet Berlins. Insbesondere Nicht- und Wenignutzer sollen angesprochen und zum Umstieg bewegt werden.

Durchführung

Bis Ende 2020 werden drei Konzepte zur umfassenden Fahrgastinformation umgesetzt, die schnell verständliche und verlässliche ÖPNV-Informationen bereitstellen sollen:

  • Die Maßnahme KAMA sieht ein konfigurierbares Anzeigesystem für Meldungen und Anschlussinformationen an Nachfrageschwer- und Knotenpunkten vor. Sie werden mit etwa 120 großformatigen Anzeigesystemen für die Darstellung von Abfahrtszeiten, Störungsinformationen und grafikunterstützten Meldungen zur Fahrgastinformation und Fahrgastlenkung ausgestattet.
  • Innerhalb des Teilvorhabens EDIAL sollen die ca. 400 vorhandenen Leuchtsäulen von Bus- und Straßenbahnhaltestellen um dynamische Informationsanzeiger (DFI) ergänzt werden, die Folgeabfahrten, Störungs- und Abweichungsmeldungen in Echtzeit darstellen.
  • Im Teilprojekt EDIAS werden rund 530 Wartehallen an Bus- und Straßenbahnhaltestellen mit DFI ausgerüstet.

Beitrag zur Luftreinhaltung

Die mit den neuen Anzeigesystemen auszurüstenden Stationen werden täglich von rund 3 Mio. Fahrgästen genutzt, von denen für 5 % bis 8 % aufgrund betrieblicher Sondersituationen ein erhöhter Informationsbedarf besteht. Durch die neuen und verbesserten Fahrgastanzeigesysteme können perspektivisch 22.000 PKW-Fahrten bzw. knapp 200.000 PKW-Kilometern pro Tag vermieden werden. Dies entspricht rund 1,5 % der PKW-Fahrleistung in Berlin (ca. 13 Mio. km pro Tag). Bei einer durch den Kfz-Verkehr in Berlin verursachten Stickoxidbelastung von 7.077 t pro Jahr entspricht dies einer Stickoxidentlastung von 106 t pro Jahr.

ZuwendungsempfängerLandeshauptstadt Berlin
Projektvolumen6.349.653 € (davon 3.174.826 € Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit01.07.2018 – 31.12.2020
AnsprechpartnerTimo Kerßenfischer
Tel.: +49 (030) 256-29211
E-Mail: timo.kerssenfischer@bvg.de