Alle DKV Projekte Alle DKV Projekte
Visualisierung eines beleuchteten Radweges am Ufer eines Flusses. Auf dem Radweg begegnen sich zwei Radfahrende.

Quelle: Stadt Münster

Problemstellung

Die Stadt Münster definierte in ihrem Radverkehrskonzept „Münster 2025“ das mittelfristige Ziel, den Radverkehrsanteil von derzeit 39 % auf 50 % zu erhöhen. Im Kern soll dieses Ziel durch die Entwicklung, den Bau und Betrieb von interkommunalen, komfortablen und sicheren Velorouten erreicht werden, mit der Absicht, den Pendlerverkehr vom PKW auf das Fahrrad zu verlagern. Die Verwirklichung dieses Ziels erfolgt schrittweise anhand bindender, noch im Aufbau befindlicher Standards, u. a. zum Aufbau, zur Gestaltung, zur Beschilderung und zum verkehrssicheren und bedarfsgerechten Betrieb der 13 stadtregionalen Velorouten.

Projektziel

Zielsetzung dieses Vorhabens ist die Testung und Evaluierung von sensorgestützten, adaptiven Beleuchtungssystemen entlang zwei der insgesamt 13 Velorouten. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur mittelfristigen Umsetzung von Zielstandards für den weiteren Ausbau der Velorouten als schnelle und komfortable Radverkehrsanbindungen der Stadt Münster mit ihren Umlandgemeinden. Adaptive Beleuchtungssysteme erhöhen die Helligkeit, sobald Radfahrer auf der Verkehrsfläche wahrgenommen werden. Zusätzlich wird das Licht automatisch gedimmt, wenn über einen bestimmten Zeitraum keine Bewegung wahrgenommen wird. Eine angemessene Beleuchtung soll zur besseren Orientierung und Erhöhung des Sicherheitsempfindens entlang der Route beitragen. Des Weiteren soll die hohe Adaptivität des Beleuchtungssystems die negativen Umweltauswirkungen durch Lichtverschmutzung und Energiekosten reduzieren.

Durchführung

Die Einsatzmöglichkeiten und Funktionalitäten eines adaptiven Beleuchtungssystems für Velorouten wurden bereits vor Beginn der Maßnahme in einem Pilotprojekt evaluiert. Ein Untersuchungsergebnis war, dass Radfahrende Velorouten mit adaptiver Beleuchtung häufiger in der Dunkelheit nutzen würden. Im Rahmen des Vorhabens werden die zwei Teststrecken „Veloroute Münster-Telgte (9,3 km)“ und „Veloroute Münster-Kanalseitenweg (29,7 km)“ mit sensorgestützten, adaptiven Beleuchtungssystemen ausgerüstet und diese im Pilotbetrieb evaluiert.

Beitrag zur Luftreinhaltung

Durch den Austausch von Statusmeldungen zwischen Fahrzeug und Infrastruktur wird ein kooperatives und intelligentes Verkehrssystem geschaffen. So kann der Verkehrszustand im gesamten Zulauf eines Knotenpunktes erfasst und dementsprechend gesteuert werden. Dies hat eine intelligente Verstetigung des Verkehrsflusses mit erheblichen Emissionseinsparungen zum Ergebnis.

ZuwendungsempfängerStadt Münster
Projektvolumen4.382.534 €
(davon 2.191.267 € Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit01.01.2020 – 31.12.2021
AnsprechpartnerAndreas Groot-Körmelink
Tel.: +49 (0251) 492-6915
E-Mail: Groot-Koermelink@stadt-muenster.de
Webseite: http://www.stadt-muenster.de/tiefbauamt