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München

Quelle: LH München/gevas humberg & partner, 2018

Problemstellung

In München wird ein Großteil der Lichtsignalanlagen (LSA) von verkehrsabhängigen Signalprogrammen gesteuert. Zurzeit werden diese Anlagen noch lokal und mit Hilfe einer Wochenautomatik geschaltet. Die Erfassung und Auswertung der Detektorwerte beschränkt sich auf den jeweiligen Knotenpunkt. Dadurch kann bereits eine Schadstoffersparnis von etwa 5 % erreicht werden. Mit einer Online-Schaltung und der Einbeziehung ganzer Straßenzüge kann diese Reduktion noch verstärkt werden, da situationsangepasst für einen ganzen Straßenabschnitt auf den Verkehr reagiert werden kann.

Projektziel

Ziel des Vorhabens ist es, eine netzweite lastabhängige Programmwahl für die Steuerung der Lichtsignalanlagen zu implementieren. Damit soll die Qualität des Verkehrssteuerungssystems optimiert werden. Die Schaltungen der LSA an bis zu 700 Münchner Knotenpunkten sollen flexibel und automatisch auf Verkehrsstörungen reagieren können. So soll der Verkehrsfluss verbessert und der Schadstoffausstoß reduziert werden.

Durchführung

Um dieses Ziel zu erreichen, werden besonders verkehrs- und immissionsbelastete Straßenzüge ausgewählt. In einem anschließenden Schritt werden Schwellenwerte definiert, mit welchen automatisch auf eine sich verändernde Verkehrslage reagiert werden kann. LAPW bietet die Möglichkeit, nicht wie bisher zeitgesteuert, sondern abhängig von den detektierten Verkehrsstärken, die entsprechenden Signalprogramme an den Lichtsignalanlagen bedarfsgerecht zu schalten. Abschließend werden repräsentative Straßenzüge auf ihre verkehrliche und Umweltwirkung evaluiert und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erstellt.

Beitrag zur Luftreinhaltung

Durch eine verbesserte Ampelsteuerung an Kreuzung wird der Verkehrsfluss verbessert. Insbesondere durch die Vernetzung ganzer Straßenzüge und die optimierte Steuerung der Lichtsignalanlagen wird der Schadstoffausstoß an den betroffenen Straßenzügen kurzfristig stark reduziert.

ZuwendungsempfängerLandeshauptstadt München
Marienplatz 8
80331 München
Projektvolumen833.000 €
(davon 416.500 € Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit01.01.2019 – 31.12.2020
AnsprechpartnerNikolaos Korakidis
Tel.: +49 (89) 233-39950
E-Mail: nikolaos.korakidis@muenchen.de