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Entwicklung einer Qualitätsmanagementsoftware für Lichtsignalanlagen in Hamburg – QM-IV

Quelle: LSBG Fachbereich GF/IVS1

Problemstellung

Eine sichere und effiziente Signalisierung des Individualverkehrs wird durch die Auswertung der verkehrlichen Zustände und viele verschiedene technische Komponenten geprägt. Die Freie und Hansestadt Hamburg verfügt bereits über eine sehr gute Grundlage an Lichtsignalanlagendaten. Um eine schnellstmögliche Störungsbehebung zu ermöglichen sowie Verlust- und Wartezeiten zu reduzieren, ist ein Qualitätsmanagement zur Unterstützung aufzubauen, in dem die Daten automatisch ausgewertet werden. So können auch Koordinierungen wie die Grüne Welle effizient überwacht und optimiert werden.

Projektziel

Ziel des Projekts ist es, ein digitales Instrument zur Analyse des Verkehrsflusses an Knotenpunkten und des technischen Anlagenbestands zu entwickeln. Infolgedessen kann eine schnelle und gezielte Optimierung der Lichtsignalanlagenschaltung erreicht werden. Aufbauend auf der zentralen Datenbank, in der sämtliche Betriebs- und Prozessdaten der Lichtsignalanlagen enthalten sind, soll eine Software entwickelt werden, die diese Daten zusammenfasst, analysiert, auswertet und in einem ereignisbasierten Meldesystem den Verkehrsingenieurinnen und Verkehrsingenieuren im Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer sowie der Verkehrsdirektion in der Verkehrsleitzentrale der Polizei zur Verfügung stellt.

Durchführung

Für die Umsetzung der Maßnahme werden die aktuellen Prozessdaten sowie verschiedene Einflussfaktoren (z. B. aktuelle Verkehrsbelastung) herangezogen und analysiert. Mit den Ergebnissen der Analyse- und Optimierungstools sind u. a. Optimierungen der Warte- und Freigabezeiten, Einhaltung von Vorgaben und Beurteilungen des gesamten Verkehrsablaufs für alle Verkehrsteilnehmergruppen möglich. Ebenfalls ist die Implementierung einer Stördatenanalyse vorgesehen, mit der technische Störungen an Lichtsignalanlagen frühzeitig erkannt und damit schnellstmöglich behoben werden können.

Beitrag zur Luftreinhaltung

Die automatisierte Funktionskontrolle der Betriebs- und Prozessdaten der Hamburger Lichtsignalanlagen ermöglicht eine kurzfristige Fehlerbeseitigung. Durch die kontinuierliche Prüfung im laufenden Betrieb bzw. das automatisierte Auswerten und Aufzeigen von Unstimmigkeiten in Schaltung und Verkehrsablauf oder technischen Störungen werden schnell Verbesserungen im Verkehrsfluss erreicht. Diese Optimierungen bewirken u. a. durch die Reduktion von Wartezeiten und das Vorbeugen von Stauungen unmittelbar eine Verringerung der Schadstoffemissionen.

TitelEntwicklung einer Qualitätsmanagementsoftware für Lichtsignalanlagen in Hamburg – QM-IV
FKZ16DKV41063
ZuwendungsempfängerFreie und Hansestadt Hamburg
Projektvolumen454.524 €
(davon 227.262 € Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit01.10.2019 – 30.06.2022
AnsprechpartnerKatja Obst
Tel.: +49 (40) 42826 2389
E-Mail: katja.obst@lsbg.hamburg.de