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Straße mit digital vernetzen Autos

Quelle: StockAdobe / zapp2photo

Problemstellung

Im Hamburger Hafen sind Lastkraftwagen für etwa 75 % der ausgestoßenen Stickoxide verantwortlich. Dies ist zum einen auf die hohe Anzahl an Lkw, zum anderen auf den zähen Verkehrsfluss innerhalb des Hafens zurückzuführen. Im Speziellen sind Lkw-Kolonnen an Ampelanlagen ein Problem für die Luftqualität, da das Anfahren eines Lkw gegenüber der konstanten Fahrt eine bis zu 100-fache Erhöhung der Stickoxid-Emissionen verursacht.
Aufgrund fehlender Echtzeit-Verkehrsdaten im Hamburger Hafen sind bisher keine Steuerungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Verkehrsflusses möglich.
Im Masterplan der Stadt Hamburg wurde dieses grundlegende Problem erkannt und im Handlungsfeld „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ verdeutlicht.

Projektziel

Ziel des Vorhabens ist die Gewinnung von Echtzeit-Verkehrsdaten im Hamburger Hafengebiet. Diese Daten sollen im Rahmen des Gesamtsystems „Intelligente Infrastruktur Hamburg Hafen (ISIHH)“ zur Verkehrsflussoptimierung genutzt werden, um lange Rückstaus von Lkw-Kolonnen zu vermeiden und die NO2-Grenzüberschreitungen zu reduzieren.

Durchführung

Um dieses Ziel erreichen zu können, soll mithilfe der Installation von 30 bis 60 Roadside-Units (RSU) eine V2X-Infrastruktur im Hafengebiet aufgebaut werden. Die RSURoadside-Units sammeln Verkehrsdaten der Fahrzeuge (z. B. Art, Geschwindigkeit und Beladung), die mit einer On-Board-Unit (OBU) ausgestattet sind.Roadside-Units sammeln Verkehrsdaten der Fahrzeuge (z. B. Art, Geschwindigkeit und Beladung), die mit einer On-Board-Unit (OBU) ausgestattet sind.
Neufahrzeuge sollen ab Ende 2019 mit diesem System fest ausgestattet werden. Die RSURoadside-Units dienen zusätzlich der Kommunikation mit dem Fahrzeug, um den Fahrenden ebenfalls aktuelle Verkehrsdaten zur Routenoptimierung zu überlassen.
Ein zentrales Managementsystem wird die Überwachung der RSURoadside-Units, sowie die Datenspeicherung und Verteilung der Daten an angeschlossene Plattformen übernehmen. Die Daten sollen im Rahmen des Gesamtprojektes zu einem verbesserten Verkehrsmanagement führen. So können beispielsweise Grünphasen individuell an die Verkehrslage angepasst werden, um wiederholtes Anfahren und somit den Schadstoffausstoß der Lkw zu reduzieren.

Beitrag zur Luftreinhaltung

Durch einen verbesserten Verkehrsfluss kann insbesondere der Schadstoffausstoß der Lkw im Hamburger Hafengebiet mittelfristig in hohem Maße gesenkt werden.

ZuwendungsempfängerHamburg Port Authority AöR
Projektvolumen549.722 € (davon 274.861 € Förderanteil durch BMVI)
Projektlaufzeit01.04.2018 - 31.12.2019
Ansprechpartner

Dominik Scheel Tel.: +49 (40) 42847-5193

E-Mail: dominik.scheel@hpa.hamburg.de