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Berlin, 8. Oktober 2018

Eine zunehmende Verlagerung des Personen- sowie Güterverkehrs auf die Schiene ist einer der zentralen Hebel für die Reduzierung des Endenergiebedarfs und der Emissionen im Verkehr. Die vorhandenen Verlagerungspotentiale sowie Maßnahmen zu deren Realisierung werden daher im Rahmen der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung (MKS) umfangreich untersucht.

Eine Studie der wissenschaftlichen Begleitung der MKS beschäftigt sich konkret mit den Kosten und den Potenzialen zur Treibhausgasminderung der Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken insbesondere für den Personennahverkehr. Die Studie zeigt, dass Investitionen in die Reaktivierung von Schienenstrecken lohnend sind – auch für den Klimaschutz.

Ein weiteres Gutachten, das sich derzeit noch in der Erstellung befindet, untersucht die Kosten und Potenziale einer Komplettelektrifizierung des Schienenverkehrs in Deutschland. Ein wesentlicher Ansatz ist der Einsatz von Elektrifizierungsinseln in Kombination mit batterieelektrischen Fahrzeugen im SPNV. Auch hier sollen neben den Investitionskosten und den Kostenreduktionen für den laufenden Betrieb die Wirkungen auf die CO2-Emissionen analysiert und diskutiert werden.

Der MKS-Fachworkshop diente dazu die Ergebnisse beider Studien durch fachlichen Input aus der Praxis anzureichern sowie mögliche Handlungsempfehlungen und weiteren Forschungsbedarf zu diskutieren. Besonders ausführlich wurde beim Thema der Reaktivierung die Problematik der standardisierten Bewertung behandelt. Beim Thema der Elektrifizierung stand die Frage der Inselelektrifizierung im Fokus.

Die Dokumentation des Workshops steht am Seitenende zum Download zur Verfügung. Die Präsentationen der Referenten erhalten Sie auf Anfrage unter mks@ifok.de.