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Foto: Bürger in Stade diskutieren in mehreren Gruppen
Bürgerdialog in Stade

Quelle: Marco Grundt

In Stade debattierten 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 8. September 2012 über umweltschonende Verkehrskonzepte für ihre Region. „Elektromobilität“, „Güterverkehr“, „Biokraftstoffe“ und „Mobilität im Alltag“ waren die Themen, die die Bürgerinnen und Bürger in Arbeitsgruppen erörterten.

Weniger Verkehr auf Stades Straßen und mehr Angebote im öffentlichen Personennahverkehr: Diese Forderungen rangierten weit oben auf der Bürgerwunschliste. Weitere Vorschläge und Anregungen zum Thema Verkehr und Energie, die im Workshop erarbeitet wurden:

  • Der Güterverkehr muss stärker auf Schienen- und Wasserwege verlagert werden.
  •  Neue Kraftstoffe wie Wasserstoff sollen künftig verstärkt zum Einsatz kommen, damit der Straßengüterverkehr klimafreundlicher wird.
  • Der öffentliche Personennahverkehr muss attraktiver werden: Neue Informationstechnologien und Chipkartensysteme sorgen aus Bürgersicht für eine bessere Verzahnung der einzelnen Verkehrsangebote.
  • Die ländlich geprägte Stader Region braucht neue intelligente Verkehrslösungen für effizientere Mobilität – zum Beispiel Mitfahrgemeinschaften, die per Internetplattform organisiert werden. Bürgerbusse sollen durch die öffentliche Hand unterstützt werden.

Die Anwesenden waren sich einig: Damit in Zukunft mehr Stader auf alternative Antriebe umsteigen, müssen die Voraussetzungen stimmen. Teilnehmer Volker Balzer forderte weitere Ladestationen für Elektroautos im Landkreis.

„Wenn die Infrastruktur vorhanden wäre und es mehr Modelle mit größerer Reichweite gäbe, würde ich mir auch ein E-Auto zulegen.“

Interesse an weiteren Bürgerdialogen in der Region

Zudem wünschten sich die Bürgerinnen und Bürger mehr Möglichkeiten wie den Bürgerdialog, um sich mit politischen Entscheidern zum Thema Verkehr auszutauschen. Der Informationsbedarf sei hoch, so der Tenor.

„Vielen Menschen fehlt die Erfahrung im Umgang mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen. Hier sollten Berührungsängste abgebaut werden“,

sagte Lutz Schadeck, langjähriger Fahrer eines Erdgasautos.

Enak Ferlemann, Schirmherr des Stader Bürgerdialogs und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, betonte die Bedeutung der Bürgerdialoge für die Entwicklung der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung:

„Es geht darum, die Mobilität der Zukunft umweltverträglich, wirtschaftlich und bezahlbar zu gestalten. Daher ist es folgerichtig, die Bürgerinnen und Bürger am Strategieprozess zu beteiligen.“

Alle Ergebnisse wurden in einem regionalen Bürgergutachten gebündelt und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Stader Bürgerdialogs abgestimmt. Es steht anliegend zum Herunterladen bereit.