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Am 6. und 7. Oktober 2012 waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland dazu eingeladen, im Rahmen eines Praxisdialoges Mobilität und Kraftstoffe ihre Alltagserfahrungen ergänzend zu den bisherigen Erkenntnissen einzubringen. Der Ergebnisstand des Fachdialogs wurde im Rahmen eines zweitätigen Austausches im BMVI vorgestellt und von den rund 80 Teilnehmenden diskutiert. Neuerungen im Verkehrsbereich sind davon abhängig, dass sie im Alltag akzeptiert und umgesetzt werden. Daher stand vor allem die Rolle der Anwesenden als „Experten des Alltags“ im Mittelpunkt, um den Stand des Fachdialogs mit der Praxisperspektive abzugleichen.

Ziele des Praxisdialogs

Der Praxisdialog Mobilität und Kraftstoffe knüpfte inhaltlich direkt an die im bisherigen Fachdialog diskutierten Themen und Fragestellungen an. Diese wurden im Dialog mit den Nutzern auf eine alltagstaugliche Ebene „heruntergebrochen“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben beurteilt, was aus ihrer Sicht im Bereich Mobilität, Kraftstoffe und Antriebe wichtig ist und bei der Entwicklung der MKS berücksichtigt werden sollte. Unterstützt wurden sie dabei durch die fachliche Kompetenz der anwesenden Experten aus den verschiedenen Themenbereichen der MKS. Während des zweitägigen Praxisdialogs standen konkret folgende Ziele im Fokus der Diskussion:

  • Abgleich der fachlich diskutierten Inhalte mit der Nutzerperspektive.
  • Erkennen von Vorstellungen, Ängsten und Wünschen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Bezug auf zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Mobilität, Kraftstoffe und Antriebe.
  • Kommentierungen und Ergänzungen der bisher erarbeiteten Ergebnisse für die Weiterarbeit im Fachdialog zur MKS durch einen Meinungsreport.

Ablauf des Praxisdialogs

Nach der offiziellen Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Herrn Johannes Wien, Referatsleiter Grundsatzfragen Energie, Klima und Umweltschutz im BMVI, und einer einleitenden Diskussionsrunde der anwesenden Experten starteten die Gesprächsrunden an den insgesamt neun Tischen.

Dabei haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsprechend des bisherigen Prozessverlaufs wahlweise die Themenbereiche Straßenverkehr, Schienenverkehr, Luftfahrt und Schifffahrt diskutiert.

Die im bisherigen Fachdialog separat behandelten Kategorien der fossilen Kraftstoffe, der Biokraftstoffe und der E-Mobilität wurden in die Diskussionen zu den jeweiligen Verkehrsträgern integriert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden bestmöglich nach den angegebenen Themenprioritäten an die verschiedenen Diskussionstische verteilt, an denen dann verschiedene Leitthesen unter professioneller Moderation abgearbeitet wurden. Die einzelnen Experten aus den relevanten Verkehrsbereichen leisteten während der gesamten Veranstaltung fachlichen Input und beantworteten offene Fragen der Nutzerinnen und Nutzer. Am ersten Tag stand dabei die Sondierung der Chancen und Herausforderungen aus den einzelnen Thesen im Mittelpunkt. Ziel der Diskussion am zweiten Veranstaltungstag war die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen an die Adresse von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Nicht zuletzt sollten aber auch die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten der Verbraucher thematisiert werden. Was kann der einzelne Nutzer tun, um den Verkehrssektor zukunftsgerecht mitzugestalten?
Die erarbeiteten Ergebnisse wurden dann in einem Meinungsreport dokumentiert und an das BMVI übergeben. Er fasst die diskutierten Vorstellungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den Themenbereichen Mobilität, Kraftstoffe und Antriebe zusammen und zeigt auf, welche Erwartungen die Nutzer an Politik, Wirtschaft und Forschung besitzen. Der Meinungsreport der Veranstaltung steht auf dieser Seite zum Herunterladen bereit.