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Elektromobilität

Quelle: Fotolia / Ben Chams

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen zum Klimaschutz und der Schaffung von Alternativen anstelle fossiler Brennstoffe wurden in den vergangenen Jahren weltweit Programme zur Förderung alternativer Antriebe für den Straßenverkehr eingeführt.

Zur Intensivierung der Koordinierung und Kooperation hat die Europäische Kommission gemeinsam mit Partnern der Mitgliedstaaten im Jahr 2010 im Rahmen des Programms "ERA-NET Transport" die Förderinitiative "Electromobility+" etabliert.
Gegenstand der Förderung waren Vorhaben zu politischen und ordnungsrechtlichen Aspekten als auch technologiebasierte und experimentelle Forschungsvorhaben. Von den insgesamt 40 eingereichten Projektanträgen wurden 18 Projekte gefördert. Zur Förderung dieser Projekte wurden von den beteiligten Partnern und der EU-Kommission insgesamt rund 20 Mio. Euro aufgewendet. Nähere Informationen zur Förderinitiative und zu einzelnen geförderten Projekten finden Sie unter electromobility-plus.eu.

Im Mai 2015 wurden die Ergebnisse der Förderinitiative Electromobility+ (2010-2015) im BMVI in Berlin vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit erklärten die beteiligten Partner, die Kooperation im Rahmen eines neuen ERA-NET Cofund "Electric Mobility Europe" (EMEurope) fortzuführen.

EMEurope

EMEurope baut auf den Erfahrungen, Netzwerken und Ergebnissen der Electromobility+ Initiative auf. Ziel ist es, den Politikaustausch und die länderübergreifende Forschung zum Thema E-Mobilität auf eine europäische Kooperationsstufe zu stellen. Mit diesem zweigleisigen Ansatz sollen nationale und regionale Akteure aus Politik und Forschung stärker miteinander vernetzt werden, um die Etablierung der Elektromobilität auf europäischer Ebene zu beschleunigen. Die Weiterentwicklung und Vertiefung der Kooperation ermöglicht es zudem, effektiver als bisher nationale Interessen gegenüber der EU-Kommission und anderen Stakeholdern, insbesondere der Fahrzeugindustrie durchzusetzen.

EMEurope hat eine Laufzeit von 60 Monaten. Die Förderinitiative startete am 1. Oktober 2016 und endet am 30. September 2021.

Die Initiative EMEurope sieht zwei Säulen der Zusammenarbeit vor:

A. Politische Kooperation

Die erste strategisch ausgerichtete Säule bietet eine Plattform für die Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen und Erfahrungen zwischen den beteiligten 19 nationalen und regionalen Regierungsorganisationen. Im Fokus steht dabei der Austausch zu umgesetzten bzw. geplanten nationalen Maßnahmen zur Etablierung günstiger Rahmenbedingungen bzw. Investitionen für die Weiterentwicklung der Elektromobilität in Europa.

B. Ko-finanzierte Förderprojekte

Die zweite Säule umfasst die gemeinschaftliche Förderung von Innovationsprojekten mit dem Fokus auf Anwendung und Implementierung von Elektromobilität.
Zur Förderung dieser Projekte werden von den beteiligten Partnern und der EU-Kommission insgesamt rund 23 Mio. Euro aufgewendet. Darin enthalten ist eine Finanzhilfe der EU - Kommission von rd. 10 Mio. Euro. Zu den beteiligten Ländern und Regionen gehören Deutschland, die Niederlande, Österreich, Finnland, Schweden, Dänemark, Weißrussland, Ungarn, Polen, Türkei, Spanien, Israel, Piemont und Katalonien.

Folgender thematischer Rahmen diente als Schwerpunkt des Aufrufs vom 02. November 2016 zur Einreichung von Projektvorschlägen:

  • Systemintegration (Fokus Städte und Umland)
  • Städtische Lieferverkehre und City Logistik
  • Intelligente Mobilitätskonzepte
  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Verbraucherverhalten und gesellschaftliche Trends

Dem Aufruf folgte ein zweistufiges Einreichungs- und Bewertungsverfahren.

22 der insgesamt bis zum 06. Februar 2016 eingereichten 33 Anträge wurden von den Sachverständigen der Länder und Regionen als geeignet bewertet. Für diese Projekte waren bis zum 02. November 2016 vollständige Projektunterlagen einzureichen. Aus formalen Gründen mussten zwei Projektanträge ausgeschlossen werden.

Die Qualität der verbleibenden 20 Vorschläge wurde zunächst individuell jeweils von drei Sachverständigen bewertet. Ergebnis war eine Rangliste von 14 Projektanträgen. Das Konsensgespräch des vorgesehenen Peer Review-Verfahrens fand im Beisein und unter Beobachtung des Projektbeauftragten der EU-Kommission und eines unabhängigen Beobachters statt. Die resultierende endgültige Rangliste wurde der EU-Kommission vorgelegt:

EUFALEinsatz von Elektrofahrzeugen im Güternahverkehrs- und Logistikbereich (webbasierte Wissensplattform)
eMaaSElektromobilität als Dienstleistung (gemeinsame Nutzung von E-Fahrzeuge durch KMU)
EMWFElektromobilität ohne Grenzen (Verbesserung der Qualität der Ladeinformationen in Europa)
OSCDIntelligentes und koordiniertes Laden im Masseneinsatz
COSTARTIntegration von E-Bussen in bestehende öffentliche Verkehrssysteme
PLATONPlanung des Umstiegs von konventionellen zu E-Busflotten
Trolley 2.0Effizienz batterie-elektrischer Oberleitungsbusse, Ladelösungen für Strecken ohne Oberleitungen
EvRoaming4EUgrenzüberschreitende Lademöglichkeiten in Europa
proEMEBlaupausen für Entscheidungsträger zur Entwicklung E-Mobilität
eVolution2GNetzintegrationsmodell für den Aufbau der Elektromobilität in Europa
ELECTRIC TRAVELINGTools zur Identifizierung intelligenter E-Mobility-Lösungen in existierende Verkehrsinfrastruktur
CYBBereitstellung von E-Bus- und Ladedaten für alle beteiligten Akteure
E-TRACTOptimierung integrierter Antriebssysteme für E-Minibusse
RENAISSANCEManagement intelligenter Lade- und Netzwerksysteme

Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie am Ende des Artikels.

Deutschland ist Partner in den zehn erstgenannten Projekten. Die Projekte starteten Anfang 2018 und haben eine Laufzeit von maximal 30 Monaten. Das Projekt RENAISSANCE kann nicht weitergeführt werden, da Anfang 2018 ein Partner des Projekts ausschied.

Im Rahmen des vorgesehenen Politikaustauschs wurden die Projektpartner im Sommer 2018 über nationale Maßnahmen zur Förderung von Elektromobilität befragt. Ein Dokument mit den Ergebnissen der Befragung wird vsl. Anfang Oktober 2018 auf der EMEurope Webseite hochgeladen.

Geplant ist zudem ein enger Austausch mit internationalen Netzwerken wie z. B. EGVIA (European Green Vehicles Initiative Association) oder UITP (Union Internationale des Transports Publics) dem Internationalen Verband für öffentliches Verkehrswesen. Darüber hinaus soll ein Katalog von Best Practice Beispielen den Politikaustausch abrunden.

Weitere Informationen finden Sie unter:

electromobility-plus.eu und electricmobilityeurope.eu

Kurzbeschreibungen der Projekte

EUFAL

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Im Projekt EUFAL (Electric Urban Freight and Logistics) geht es um den Einsatz von Elektrofahrzeugen im Güternahverkehrs- und Logistikbereich. EUFAL soll Unternehmen, die Elektrofahrzeuge in ihre Nutzfahrzeugflotte aufnehmen wollen, eine Austauschplattform als Entscheidungshilfe bieten.

Die EUFAL-Plattform wird Unternehmen Instrumentarien für die verschiedenen Phasen der Einführung von Elektrofahrzeugen an die Hand geben: von der Anfangsplanung des Einsatzes von Elektrofahrzeugen, der Einführung dieser Fahrzeuge sowie der optimierten Einführung solcher Fahrzeuge. Das Projekt bezieht die vorhandenen Forschungsergebnisse und die technologische Entwicklung bei laufenden Forschungsprojekten (auf nationaler, transnationaler und europäischer Ebene) im gewerblichen Verkehr, einschließlich Flottenmanagement, mit ein und verbindet sie miteinander; es trägt auch zur Optimierung der Zusammensetzung bei.

Partner:
DLR Institute of Transport Research, Germany
AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Austria
Borusan Lojistik Dagitim, Depolama, Tasimacilik ve Ticaret A.S., Turkey
Copenhagen Electric, Denmark
DTU Management Engineering, Denmark
eM-Pro Elektromobilität GmbH, Germany
Maritime University of Szczecin, Poland

eMaaS

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Das Projekt Electric Mobility as a Service (eMaaS - Elektromobilität als Dienstleistung) verbindet eine innovationsstarke Technologie und neue Geschäftsmodelle, um die Voraussetzungen für den großangelegten Einsatz von Elektrofahrzeugen zu schaffen. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die gemeinsame Nutzung von Elektrofahrzeugen ermöglicht wird, wodurch deren Ausnutzung optimiert und die Kosten gesenkt werden. Darüber hinaus verknüpft eMaaS Car-Sharing-Dienste bei Elektrofahrzeugen mit anderen umweltfreundlichen Verkehrsträgern.

Die Pilotanwendungen sollen dies in jedem Partnerland demonstrieren und die kommerzielle Attraktivität erhöhen. Sie sind auf die örtlichen Verhältnisse und die vorhandenen Partnersysteme sowie auf die Flotten und die verkehrspolitischen Konzepte und Erfordernisse der jeweiligen Stadt zugeschnitten.

In Schweden wird eMaaS diesen Ansatz in zwei städtischen Netzen einführen und testen, wobei der Schwerpunkt auf Kommunen und Unternehmensflotten liegt.

In Österreich ist es die Hauptaufgabe, die derzeitige Flotte an Elektrofahrzeugen der lokalen Partner auszuweiten, indem die breitere Nutzung solcher Fahrzeuge gefördert wird.

Das Hauptziel in den Niederlanden ist das Testen und die Einführung neuer Funktionen in der Praxis.

In Ungarn wird eMaaS der örtlichen Flotte der Stadt Zalaegerszeg die gemeinsame Nutzung von Elektrofahrzeugen ermöglichen. Es wird ein Instrument zur Ortung entwickelt.

Die vier Pilotanwendungen werden von der Universität von Twente unterstützt, wobei der Schwerpunkt auf der Schaffung benutzerfreundlicher Strukturen und der Festlegung von Messwerten für die Bewertung liegt.

Partner:
Urban Software Institute GmbH, Germany
EMobilityToolbox B.V., Netherlands
Move About AB, Sweden
Move About Austria GmbH, Austria
The urban institute Hungary Zrt., Hungary
University of Twente, Netherlands


EMWF

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Das Hauptziel des Projekts Electric Mobility Without Frontiers (EMWF - Elektromobilität ohne Grenzen) ist die Bereitstellung eines flexiblen und interoperablen Systems zur Sammlung, Bündelung und Verbreitung einschlägiger Informationen. Das EMWF-Konsortium wird ein zukunftssicheres System zur Integration von Smart Cities entwickeln, umsetzen und präsentieren.

Im Zentrum des Projekts steht die Einrichtung von Pilotstandorten in allen teilnehmenden Ländern: Finnland, Deutschland, Niederlande und Spanien. An diesen Standorten werden Ladestationen mit kamerabasierter Sensortechnologie nachgerüstet, um exakte Daten bezüglich der Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten zu liefern, unabhängig davon, über welchen Stecker das Fahrzeug verfügt.

Die Informationen der Ladestationen und Sensoren werden an eine Datenplattform gesendet, die Dritten auf der Grundlage von kommerziellen Vereinbarungen zwischen den Marktteilnehmern den Zugriff auf diese Daten ermöglicht. Die Daten sind dann beispielsweise für Dienstleister im Bereich Navigation zur Bereitstellung auf Smartphones oder Navigationssystemen verfügbar. Zudem können die Anbieter eigene zusätzliche Dienstleistungen anbieten, etwa der voraussichtliche Andrang zur Ankunftszeit des Nutzers. Durch den Aufbau des Systems auf der Grundlage von offenen Protokollen und einem markteffizienten Ansatz möchte EMWF einen Raum für die Smart City-Architektur schaffen.

Partner:
smartlab innovations GmbH, Germany
ElaadNL, Netherlands
Electromaps, Spain – Catalonia Region
Parking Energy, Finland
Stadtwerke Aachen AG, Germany
Technical University Eindhoven, Netherlands
SoNah, Germany

OSCD

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Das Ziel des Projekts Orchestrating Smart Charging in Mass Deployment (OSCD- Koordinierung der intelligenten Ladesteuerung im Masseneinsatz) ist es, den Masseneinsatz von Elektrofahrzeugen auf wirtschaftlichste Art und Weise zu ermöglichen, wobei Netzdienstleistungen aufrechtzuerhalten und erneuerbare Energie zu nutzen ist, indem die intelligente Ladesteuerung koordiniert wird, was zur Netzstabilität und zu einem vermindertem CO2-Ausstoß führt. Auf der Grundlage des OSCD-Projekts erhalten die Verteilernetzbetreiber Zugang zu Instrumenten und Netzdienstleistungen, die neue und durchschlagende Geschäftsmodelle für die Beteiligten der E-Mobilität ermöglichen, mit deren Hilfe sie den Ladevorgang verbessern und beeinflussen können, um die Kosten für die Netzerweiterung zu verringern; damit werden Nutzen für die Wirtschaft und Gesellschaft erzeugt.

Partner:
ElaadNL, Netherlands
Austrian Institute Of Technology, Austria
Delft University of Technology, Netherlands
Driivz, Israel
EBG compleo GmbH, Germany

COSTART

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Beim COSTART-Projekt handelt es sich um einen umfassenden Ansatz zur Integration elektrischer Busse in bestehende öffentliche Verkehrssysteme; die hieran beteiligten Partner kommen aus den Niederlanden, Schweden, der Türkei und Deutschland. Es werden konkrete Forschungsthemen auf zwei unterschiedlichen Ebenen – auf Ebene der Theorie und Ebene der Praxis – angesprochen:

Theorie:
Fahrzeug- und Flottensimulationen mit festgelegten Konfigurationsparametern in Bezug auf z.B. den Bustyp, Komponenten im Fahrzeuginnern wie Heizung, Lüftung und Klimaanlage sowie die Batterie-größe, unter Berücksichtigung der betrieblichen Erfordernisse und der Umweltbedingungen

Praxis:
Erarbeitung von Entscheidungshilfen mit Richtlinien, die den Entscheidungs-prozess über das wirtschaftliche und sozialökonomische Ausmaß unter Berücksichtigung einer umfassenden sozialen und technischen Analyse unterstützen.

Partner:
Lund University, Sweden
Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs AG, Germany
Bozankaya Otomotiv Makina İmalat İthalat ve İhracat A.Ş, Turkey
Fachhochschule Aachen, Germany

PLATON

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Hauptziel des Projekts PLATON ist die Festlegung eines Planungsprozesses für die Umrüstung einer vorhandenen Diesel- oder gemischten Busflotte auf eine vollumfänglich elektrische Busflotte und die Umsetzung dieses Prozesses in ein internetgestütztes Software-Tool. Aufgrund der Komplexität dieser Aufgabe beruht der Planungsprozess auf grundlegenden Methoden (z.B. Simulation, Optimierung der Ladeinfrastruktur, Optimierung der Fahrzeugdisposition), die das gesamte Fachwissen und die gewonnenen Erfahrungen umfassen. Bei einem vorgegebenen Investitionsrahmen und festgelegten Optimierungszielen (z.B. Ersetzen der höchsten Fahrgast-km x durch Elektrobusse, größtmögliche Anzahl an Elektrobussen oder geringstmöglicher CO2-Ausstoß) liefert der Planungsprozess eine Reihe von Empfehlungen, die sich auf alle relevanten Aspekte beziehen.

Partner:
Institut f. Automation und Kommunikation e.V. Magdeburg, Germany
Effiziente.st Energie- und Umweltconsulting e.U., Austria
Joint Institute of Mechanical Engineering, National Academy of Sciences of Belarus, Belarus
Open Joint Stock Company «BELKOMMUNMASH», Belarus
Silesian University of Technology, Poland
United Institute of Informatics Problems, National Academy of Sciences of Belarus, Belarus

Trolley 2.0

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Das Hauptziel des Trolley 2.0 Projekts besteht darin, nachzuweisen, dass batteriebetriebene Oberleitungsbusse einen Schritt nach vorne in Richtung elektrischer Nahverkehrssysteme in europäischen Städten darstellen; aus diesem Grund werden neun Partner aus den Bereichen des öffentlichen Nahverkehrs, der Industrie und der Forschung das neue Konzept für ein Laden während der Fahrt vorstellen, das einen Betrieb auf (außen gelegenen) Strecken ohne Oberleitungen in vier Städten der EMEurope-Partner ermöglicht. Diese Demonstrationsanwendungen werden ausgewertet und neue Innovationen für intelligente Oberleitungsnetze vorgestellt, z.B. neue Buskarosserien aus Verbundwerkstoffen, automatisierte Verdrahtungstechnik oder multifunktionale Ladestationen auf der Grundlage der vorhandenen Gleichstrom-Infrastruktur der O-Busnetze. Trolley 2.0 wird Instrumente, Leitfäden und Empfehlungen für den Entwurf und den Betrieb von batteriegestützten O-Busdiensten unter verschiedenen Rahmenbedingungen sowie für die Entwicklung intelligenter Fahrleitungsnetze erarbeiten, die so zu einem Rückgrat der Ladeinfrastruktur für neue Elektromobilitätsdienste in den Städten werden.

Partner:
trolleymotion, Austria
Barnimer Busgesellschaft mbH, Germany
evopro Group, Hungary
Power Research Electronics BV, The Netherlands
Szegedi Közlekedési Kft., Hungary
Szegedi Tudomànyegyetem, Hungary
Technical University of Delft, The Netherlands
Technische Universität Dresden, Germany
University of Gdansk, Faculty of Economics, Poland

evRoaming4EU

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Das Hauptziel des Projekts ist es, Roamingdienste für das Laden von Elektrofahrzeugen zu erleichtern und den Nutzern transparente Informationen über Ladestationen und die Preise für das Aufladen in Europa bereitzustellen; dies erfolgt mittels des offenen unabhängigen Protokolls des Open Charge Point Interface (OCPI - Freier Ladepunkt Kommunikationsstandard). Das endgültige Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass jeder Fahrer eines Elektrofahrzeugs dieses Fahrzeug an jeder beliebigen Ladestation in der EU aufladen kann.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts sind regionale und transnationale Pilotansätze, die auf die Hervorhebung und Lösung funktionaler, technischer, rechtlicher und steuerlicher Hindernisse abzielen und so die Schaffung eines einzigen europäischen Marktes für die Fahrer von Elektrofahrzeugen und die damit verbundenen Produkte und Dienstleistungen fördern.

Diese Pilotansätze werden in vier Regionen in vier verschiedenen Ländern durchgeführt:

  • Deutschland (Hamburg)
  • Österreich (Wien)
  • Dänemark (Großraum Kopenhagen)
  • Niederlande (Provinzen Nordholland, Flevoland und Utrecht)

Sobald diese Pilotansätze erfolgreich abgeschlossen sind, werden "lokale" Hindernisse (in funktionaler, technischer, steuerlicher oder rechtlicher Hinsicht) bezüglich des Roaming für Elektrofahrzeuge beseitigt sein: Die Fahrer von Elektrofahrzeugen werden ihre Fahrzeuge in anderen Ländern laden können, die Abrechnung wird korrekt erfolgen und sie haben möglicherweise Zugang zu Dienstleistungen.

Partner:
NKL – The Netherlands Knowledge Platform for Public Charging Infrastructure, Netherlands
Copenhagen Electric (CPH-E), Denmark
E.ON Denmark A/S, Denmark
ENIO GmbH, Austria
MRA-Electric (Provinces of North Holland, Flevoland, Utrecht), Netherlands
Smartlab Innovationsgesellschaft mbH, Germany
Stromnetz Hamburg GmbH, Germany
TU/e - Eindhoven University of Technology, Netherlands

proEME

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Das Projekt proEME wird wissenschaftliche Erkenntnisse vorantreiben, kritische Massen in ausgewählten Regionen schaffen und Konzepte zur beschleunigten Nutzung der besten Verfahren für Elektrofahrzeuge bereitstellen.

Der methodische Ansatz des Projekts ist die umfassende Analyse der Kernbereiche der Elektromobilität, um die Möglichkeiten der Integration der Elektromobilität in Europa herauszustellen, die die Markteinführung beschleunigen könnten. proEME besteht aus einer Matrix aus Aktionen und Anwendungen.
proEME verfolgt vier Handlungsfelder:

  1. Daten- und Politikanalyse: proEME liefert Zusammenfassungen spezieller Kenntnisse über die Elektromobilitätslandschaft (Politik und Markt).
  2. Entscheidungshilfe: proEME entwickelt wichtige und neue Instrumente zur Entscheidungshilfe und Instrumente zur Berechnung und zum Vergleich von Kaufpreisen für Elektrofahrzeuge und der Gesamtbetriebskosten sowie des Potentials für die geschäftlichen Aspekte von Unternehmen und Politiken.
  3. Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Praxis: proEME veranstaltet Workshops zum Analysieren von Nutzungen, zur Information der wichtigsten Marktteilnehmer und zum Aufbau von Kapazitäten zur Schaffung von Multiplikatoreffekten.
  4. Runde Tische: proEME organisiert Runde Tische zur Verbreitung der wissenschaftlichen Ergebnisse, damit nationale und regionale Konzepte und Strategien zur Förderung der Elektromobilität unterstützt werden können.

proEME wird mit EUFAL verknüpft, wobei es sich um ein weiteres mit der Elektromobilität im gewerblichen Verkehr in EMEurope verbundenes Projekt handelt; hiermit sollen Synergieeffekte hergestellt werden.

Partner:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.(German Aerospace Center), Germany
AUTOMOBIL CLUB ASSISTENCIA SA, Catalonia
CHALMERS UNIVERSITY OF TECHNOLOGY, Sweden
Copenhagen Electric, Denmark
FIER Automotive, Netherlands
Hungarian Electromobility Association, Hungary
Kommunen in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg e.V., Germany
National Academy of Sciences of Belarus Center for System Analysis and Strategic Research, Belarus
Robert Bosch GmbH, Germany
University of Twente, Netherlands
VTT Technical Research Centre of Finland, Finland

eVolution2G (V2G)

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Das Projekt eVolution2G bietet ein innovatives Netzintegrationsmodell für den Aufbau der Elektromobilität in Europa. Elektrofahrzeuge werden ein wichtiger Akteur des künftigen "intelligenten Stromnetzes" und des Elektrizitätsmarkts sein. In diesem System werden die Elektrofahrzeuge als flexible, verteilte, stationäre Speicher agieren, die elektrische Energie speichern und freisetzen, die Spitzenproduktion kompensieren und die Verteilungsnetze unterstützen und stabilisieren können. Dieses Konzept wird als bidirektionaler Leistungsfluss bezeichnet. Beim Betrieb in doppelter Funktionalität gilt für das Fahrzeug ein ganz anderes Nutzen-Kostenverhältnis.

Voll und ganz im Einklang mit diesen Prärogativen testet und validiert das V2G-Projekt dieses Konzept, indem folgende Verknüpfungen vorgenommen werden:

  • Ein elektrisches vierrädriges Leichtkraftfahrzeug mit einem aktualisierten Batteriemanagementsystem und einem bidirektionalen Ladegerät, das beim Laden und Entladen mit dem Elektrizitätsnetz verbunden wird. Die Vorteile eines Leichtfahrzeugs (ca. -60% Gewicht) für das V2G-Modell sind der geringe Verbrauch (ca. -50% Energie) und die Attraktivität im Hinblick auf die weite Verbreitung in der städtischen Mobilität. In der Pilotphase werden zwei Prototypen von Fahrzeugen entwickelt und für die beiden ausgewählten Anwendungen (Heim-Ladestation und öffentliche Ladeinfrastruktur) eingesetzt;
  • Lösungen für V2G-Ladestationen sowohl für die private als auch für die öffentliche Nutzung, wobei die aktuellen und künftigen technischen Vorschriften und die Entwicklung und die Möglichkeiten des Energiemarktes zu berücksichtigen sind;
  • Ein Energiemanagement und -kontrollsystem, das die Erfordernisse/Eingaben der unterschiedlichen Beteiligten und die Verfügbarkeit koordiniert, um zum Netzgleichgewicht und Versandmarkt beizutragen.

Partner: IREN, Piedmont
CTC cartech company GmbH, Germany
Aalborgh University, Denmark
MECAPROM, Piedmont

ELECTRIC TRAVELLING

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Das Projekt ELECTRIC TRAVELLING soll die Umsetzung und Weiterentwicklung der Elektromobilität (E-Mobilität) in städtischen und stadtnahen Gebieten erleichtern. Die Ergebnisse des Projekts werden angemessene Instrumente der Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) liefern, mit denen intelligente Lösungen im Bereich der E-Mobilität ermittelt werden können, die auf konkrete städtische oder stadtnahe Gebiete abgestimmt sind, und die Einführung von Elektrofahrzeugen (EVs) und der erforderlichen Ladestationen innerhalb der bestehenden Verkehrsinfrastruktur erleichtern.
Das Projekt wird Reisenden bei der Wahl ihres Verkehrsträgers (einschließlich EVs) und der Strecke helfen (mittels ICT-Anwendungen), sowie die kommunalen Behörden bei der Festlegung entsprechender Richtlinien für die Entwicklung der E-Mobilität unterstützen.

Partner:
SAITEC.S.A., Spain
Budapest University of Technology and Economics, Hungary
Delft University of Technology, Netherlands
Factor Ideas Integral Services, S.L, Spain
Over Morgen B.V., Netherlands
Silesian University of Technology, Poland
Fontys University of Applied Sciences, Netherlands
Skånetrafiken, Sweden
Swedish Bus and Coach Federation, Sweden
TU Eindhoven, Netherlands
VDL Enabling Transport Solution BV, Netherlands

Assoziierte Partner: Molde University College, Norway
Nobina Europe AB, Sweden
Sileo GmbH, Germany

CYB

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Das Ziel des Projekts "Cloud Your Bus" (CYB) ist die Schaffung einer Datendrehscheibe, die Live-Daten über E-Busse und Ladestationen an Fahrzeughersteller, Busunternehmer, Ladeinfrastrukturanbieter sowie betriebliche Planungen bereitstellt, um betriebliche Exzellenz beim emissionsfreien Busbetrieb zu erzeugen. Wenn unterschiedliche Akteure im Ökosystem miteinander verbunden werden und vereinbaren, Daten auszutauschen, um gemeinsam das System zu optimieren, können hohe Effizienzgewinne bei Kosten, Risiken und Zeitaufwand erzielt werden.

Partner:
Sycada, Netherlands
TU/e, Netherlands
ICRON Technologies, Turkey
Owasys, Spain

E-TRACT

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Das Hauptziel des Projekts E-TRACT ist die Validierung eines vollmechanisch integrierten elektrischen Traktionssystems als skalierbare Lösung zur Elektrifizierung leichter Nutzfahrzeuge (1,5 - 4,2 t), mit besonderer Ausrichtung auf Minibusse (max. 20 Sitze) als treibende Kraft im Markt.

Das Projekt wird dieses Ziel mit Hilfe einer Reihe konkreter Vorgaben erreichen:

  • Entwicklung, Test und Optimierung eines vollmechanisch integrierten elektrischen Traktionssystems als spezifische skalierbare Lösung für die Elektrifizierung von Minibussen und leichten Nutzfahrzeugen (1,5 - 4,2 Tonnen Betriebsgewicht).
  • Integration des elektrifizierten Achsaggregats in einen Minibus als Vorführfahrzeug (bis zu 4,2 Tonnen, 20 Sitze und einer Reichweite von 60 - 80 km), angetrieben von einem Lithiumbatterie-System;
  • Durchführung der Eignungsprüfung zum Nachweis der tatsächlichen Umwandlungseffizienz des innovativen E-TRACT Ansatzes bei einem Demo-Minibus in vorgeschriebenen Prüfzyklen, insbesondere dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEDC), und mittels des weltweit harmonisierten Prüfverfahrens für leichte Nutzfahrzeuge (WLTP).

Partner:
Mecaprom VPS Italia Srl, Piedmont
Automotive Research & Development Institute BOSMAL Ltd, Poland
IMECAR ELEKTRONIK, Turkey