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Ladesäule

Quelle: BMVI

Die erfolgreiche Förderung zur Unterstützung des Aufbaus öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur wird fortgeführt. Bereits mit der seit Februar 2017 laufenden und bis Juni 2021 verlängerten „Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ hatte der Bund in sechs Förderaufrufen insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und damit sowohl private Investoren als auch Städte und Gemeinden bei der Errichtung von Schnell- und Normallladepunkten unterstützt. Das Bundesförderprogramm für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) traf auf eine sehr große Nachfrage. So konnten Anträge für den Aufbau von 30.000 Ladepunkten bewilligt werden, davon knapp 10.000 Schnellladepunkte.

Mit dem derzeit bereits laufenden weiteren Programm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ vom 24.03.2021 knüpft das BMVI an das Vorgängerprogramm an. Die Förderung umfasst dabei ein Gesamtvolumen von ebenfalls 300 Millionen Euro und soll insbesondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen einen Anreiz bieten, ebenfalls in die Zukunft der Elektromobilität zu investieren. Anträge dafür können noch bis zum 31.12.2021 gestellt werden.

In dem neu aufgelegten Förderprogramm „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ stellt das BMVI ab dem Sommer 2021 bis Ende 2025 insgesamt nochmals 500 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Normalladepunkte mit einer Ladeleistung bis zu 22 kW sowie Schnellladepunkte mit einer Leistung von mehr als 22 kW, an denen ausschließlich das Laden mit Gleichstrom (DC) möglich ist. Auch die Kosten für dazugehörige Netzanschlüsse bzw. Kombinationen aus Netzanschluss und Pufferspeicher sind förderfähig. Mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln sollen im Rahmen dieses Programms bis Ende 2025 mindestens 50.000 Ladepunkte (davon mindestens 20.000 Schnellladepunkte) errichtet werden.

Gefördert werden neben der Beschaffung und Errichtung von Ladeinfrastruktur an neuen Standorten auch die Aufrüstung oder Ersatzbeschaffung von Ladeinfrastruktur und die Ertüchtigung des Netzanschlusses an Standorten, sofern diese nicht bereits gefördert wurden und wenn ein Mehrwert nachgewiesen wird. Für die Beschaffung und Errichtung von neuer Ladeinfrastruktur soll bis 2025 grundsätzlich jedes Jahr im Zeitraum von Februar bis April ein Förderaufruf mit einer Antragsfrist von drei Monaten veröffentlicht werden. Für die Ersatzbeschaffung und Modernisierung werden gesonderte Förderaufrufe veröffentlicht, deren Antragsfristen abweichen können. Ergänzend sind auch weitere Förderaufrufe möglich und geplant.

Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss auf Ausgabenbasis durch eine Anteilfinanzierung gewährt. Die Höhe der Förderung wird über den Zeitraum der Gültigkeit der Förderrichtlinie degressiv gestaltet, d. h. es erfolgt eine Absenkung der maximalen Förderbeträge mit jedem Förderaufruf.

Um den Ausbau der Ladeinfrastruktur bedarfsgerecht zu gestalten, kommt seit 2018 das StandortTOOL der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur zum Einsatz. Dieses berechnet aus Nutzersicht den Ladeinfrastrukturbedarf und berücksichtigt den weiteren Ausbau bis 2030, mit dem Ziel, eine ausgewogene und flächendeckende Versorgung mit Ladeinfrastruktur in Deutschland sicherzustellen.

Die Bundesländer bekommen die Möglichkeit, durch eigene Landesprogramme zur Förderung von Ladeinfrastruktur dieses Bundesprogramm zu ergänzen, soweit die Rahmenvorgaben dieser Richtlinie beachtet werden.

Alle Informationen zu den laufenden Antrags-und Bewilligungsverfahren sowie die notwendigen Unterlagen finden Sie auf der Homepage der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV).

Förderrichtlinie „Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ vom 13.07.2021

FAQ rund um das Thema „Förderung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“.

GIF: Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge – Wir fördern Elektromobilität mit mehr öffentlichen Ladepunkten.
Stand: 01.03.2021

Quelle: BMVI

Planung alternativer Mobilität: StandortTOOL geht online

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Mobilität ohne Emissionen braucht alternative Antriebe und Kraftstoffe, die jederzeit bequem verfügbar sind. Mit dem StandortTOOL für Infrastrukturen alternativer Kraftstoffe“ (www.standorttool.de) steht ab sofort ein Planungswerkzeug zur Verfügung, mit dem die deutschlandweite Ladeinfrastruktur für Elektromobilität bis 2030 geplant und der weitere Ausbaubedarf berechnet werden kann. Das StandortTOOL wird den bedarfsgerechten Ausbau entscheidend verbessern, denn es schafft für Investoren sowie Kommunen eine Grundlage bei der Entscheidung für geeignete Standorte. Darüber hinaus plant das StandortTOOL den Ausbaubedarf der Tankstelleninfrastruktur für H2, LNG & CNG. Das TOOL fokussiert sich auf den Pkw-Verkehr, kann aber auch den Nutzfahrzeugbereich abdecken und Synergien zwischen den verschiedenen Anwendungen identifizieren.

Das StandortTOOL umfasst eine Analyse des Status Quo, der Entwicklung der nächsten Jahre, sowie der Zielsetzungen der Bundesregierung. Die Ermittlung des künftigen Bedarfs erfolgt auf Basis von Verkehrsströmen, sozioökonomischer Daten sowie Nutzer- und Raumstrukturen. So kann beispielsweise für ein bestehendes Autobahnkreuz die Anzahl der Ladepunkte berechnet werden, die notwendig sind, um längere Warteschlangen zu vermeiden. Die Ergebnisse dieser komplexen Berechnungen werden praktisch und übersichtlich in Form einer Karte dargestellt.

Förderprogramm für private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden

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Am 6.10.2020 hat Bundesminister Andreas Scheuer bei der Eröffnung der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur bekanntgegeben, dass erstmals auch private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden gefördert werden.

Zur Förderung:

Wer kann Anträge stellen?

Träger von Investitionsmaßnahmen zur Errichtung einer Ladestation für Elektroautos im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden. Träger von Investitionsmaßnahmen sind zum Beispiel Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger. Nicht antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften, rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, Gemeindeverbände, Zweckverbände und Kirchen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten (Definition der Gesamtkosten siehe unter "Wie wird gefördert?") an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland, wenn u.a.:

  • die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügt,
  • der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt,
  • die Ladestation intelligent und steuerbar ist (mit Blick auf die Netzdienlichkeit)

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss Ihres Vorhabens auf Ihr Bankkonto überwiesen wird. Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, wird keine Förderung gewährt. Der Zuschuss kann bei der KfW über das Zuschussportal beantragt werden. Bei der Ermittlung der Gesamtkosten können Kosten für folgende Leistungen berücksichtigt werden:

  • Ladestation
  • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
  • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
  • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten) Anträge können ab dem 24. November 2020 bei der KfW eingereicht werden. Ausführliche Informationen zur Förderung und zum Antragsverfahren finden Sie unter www.kfw.de/440.

Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur vor Ort“

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In diesem neuen Förderprogramm können natürliche Personen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Gebietskörperschaften vom 12. April bis 31. Dezember 2021 Anträge auf Förderung des Aufbaus von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur einreichen.

Insbesondere Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes sind zur Antragstellung aufgerufen. Ziel ist es, den Aufbau von Ladestationen an attraktiven Zielorten des Alltags wie Supermärkten, Hotels oder Restaurants zu beschleunigen.

Das Förderprogramm hat ein Volumen von 300 Millionen Euro und gewährt eine Bezuschussung bis zu 80 Prozent der Investitionskosten. Die Förderung auf Grundlage der De-Minimis-Verordnung erfolgt nach der zeitlichen Reihenfolge der eingegangenen Anträge („Windhundverfahren“).

Im Rahmen des Programms erhalten insbesondere die durch die Pandemie-Krise besonders betroffenen KMU die Möglichkeit, Ladepunkte kostengünstig aufzustellen und so ihre Attraktivität für Kunden zu steigern. Gerade im ländlichen Raum verfügen diese Einrichtungen zudem über eine signifikante Anzahl an Stellplätzen, was die Errichtung von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur besonders attraktiv macht.

Die Antragstellung erfolgt über die Website der BAV.

Bekanntmachung der Richtlinie über den Einsatz von Bundesmitteln im Rahmen des BMVI-Programms „Ladeinfrastruktur vor Ort“ vom 24. März 2021